Rot-Weiss Essen: Sixpack gegen Bonn zum Abschied vom „Stadion Essen“

Rot-Weiss Essen: Sixpack gegen Bonn zum Abschied vom „Stadion Essen“

 
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KH 10 Dezember 2021

Was gibt es Besseres als zwei Wochen vor den Festtagen ein sattes „Sixpack“ zu schnüren. Nein an dieser Stelle sind nicht die (nicht vorhandenen) Bauchmuskeln des Autors gemeint, sondern die starke Leistung, die Rot-Weiss Essen heute seinen Fans bescherte. Zum Rückrundenstart der Regionalliga West Saison 2021/2022 gegen den Bonner SC gab es einen hochverdienten 6:1 Heimsieg und auch sonst einiges zu feiern, wenn auch nur (Corona Pandemie bedingt) vor kleiner Kulisse.

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Freitagabend, Hafenstraße 97A: Eigentlich immer der perfekte Start ins Wochenende, vor allem wenn der heimische Klub die Tabellenspitze zurückerobert. Auch wenn es locker doppelt soviel gewesen wären: 6.700 Fans durften kommen und kamen auch ins „Stadion Essen“, das an diesem 10 Dezember 2021 zum letzten Mal Namensgeber der Spielstätte von Rot-Weiss Essen war. Im neuen Jahr am 23. Januar 2022 pünktlich zum Derby gegen den Wuppertaler SV wird die Heimstätte von RWE seinen neuen / alten Namen für mindestens fünf Jahre tragen: „Stadion an der Hafenstraße“.



Finanziert soll der Stadionname über eine so genannte Stadion-Patenschaft. Jeder Fans aber auch jedes Unternehmen oder Sponsor kann Stadionpate werden und schon mit einem kleinen Betrag (19,07 pro Halbjahr fünf Jahre lang) Teil des großen Ganzen bzw. der Erhalt einer Tradition werden. Insgesamt stehen 10.000 „Stadionpatenschaften“ zur Verfügung wovon schon fast 2.000 verkauft wurden. Nach der gestrigen Vorstellung liegen bestimmt noch ein paar weitere Stadionpatenschaften in zwei Wochen unter dem Weihnachtsbaum wie vielleicht auch das „kurze fuffzehn“ Sondertrikot in dem die Mannschaft heute spielte zu Ehren der RWE Stadionzeitung, die in diesem Monat ihren 70. Geburtstag feiert.



Spitzenreiter Rot-Weiss Essen: Ohne Corona wäre das „Stadion an der Hafenstraße“ sicherlich fast voll gewesen. Aber so blieb die Stimmungstribüne West leer und nur die drei Sitzplatztribünen durften gefüllt werden. Der Stimmung tat das keinen Abbruch, im Gegenteil. Gut gelaunt wurde die Mannschaft gegen den Bonner SC durch das Spiel getragen. Von Minute eins an macht RWE das Spiel und drängte auf eine Führung. Die Tore fielen rasch durch Felix Bastians und Simon Engelmann, wurden aber durch das Schiedsrichtergespann aufgrund von vermeintlichen Abseitsstellungen zurückgepfiffen. Dadurch ließ sich Essen nicht entmutigen und drückte den Abstiegskandidaten Bonn in die eigene Hälfte auch wenn dieser etwas robust zu Werke ging.





Der wieder einmal starke (wenn auch manchmal etwas eigensinnige) Isaiah Young war es dann in der 38. Spielminute der glanzvoll für den RWE-Goalgetter Simon Engelmann auflegte, der den Ball nur noch reinschieben brauchte. 1:0 der Knoten war geplatzt. Der Bonner SC der sich vor allem auf die Taktik Zeitspiel (wieviele andere Klubs in dieser Liga) verließ war geknackt und in der zweiten Hälfte ging der Torreigen weiter, obwohl es hätte auch anders kommen können. Erst einmal netzte Zlatko Janjic nach schöner Vorarbeit von Sandro Plechaty, dann durfte Cedric Harenbrock freistehend vor dem Bonner Torhüter den Ball im Tor versenken. 3:0 nach 64. Spielminuten, das Spiel war entschieden genauso wie das Hinspiel.





Aber falsch gedacht, jedenfalls für einen Moment: Wie aus dem Nichts erzielte der Bonner Masaaki Takahara plötzlich das 3:1 (69. Spielminute) und nur zwei Minuten später blieb den Essener Fans im Stadion (Gästefans waren nicht erlaubt) der Atem stehen, als der Bonner Serhat Semih Güler erst den Pfosten traf und sein Teamkollege Nils Teixeira freistehend an Esseners Keeper Daniel Davari scheiterte. Was eine Glanzparade vom RWE-Keeper. Fast das 3:2 und die RWE-Fans waren kurz geschockt, die Spieler aber nicht. Sie wachten nochmal auf und erkannten, dass Punkte auch schnell verloren gehen können und legten nochmal nach.




Simon Engelmann erzielte in der 80. Spielminute das 4:1 und damit die Vorentscheidung. Zwei Minuten später folgte der Youngster Sascha Voelke mit dem 5:1 und in der 86. Spielminute machte Engelmann sein Dreierpack perfekt. Die Fans forderten noch ein weiteres Tor, aber dieses fiel nicht mehr. Trotz des kurzen Schreckmoments zwischen zwei Pilsken ein perfekter Abend für die RWE-Anhänger. Die Tabellenführung nach der Zwangspause (Spielabsage bei RW Ahlen) wieder zurückgeholt und dazu noch ein paar Tore auf das Treffer-Polster draufgepackt.

Am kommenden Samstag geht es zum Tabellenelften an die niederländische Grenze nach Straelen. RWE ist gewarnt. Ein Spaziergang wird das nicht. Immerhin konnte der SV Straelen Essen in der vergangenen Saison im Pokalhalbfinale und auch in dieser Saison in der Liga gehörig ärgern. In 2021 kassierte RWE nur zwei Heimniederlagen und das gegen den SV Straelen. Zeit für eine Revance ...

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> zu den Fotos in der Bildagentur frontalvision.com

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Inhalt über Klub(s):
Spielergebnis:
6:1
Zuschauerzahl:
6.700

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Regionalliga
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