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BFC Dynamo vs. 1. FC Lokomotive Leipzig: Punkteteilung bei Sonne und guter Kulisse

 
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MB 23 September 2019
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Man hat ja immer so ein Näschen… Da man sich manchmal nicht teilen kann, musste am gestrigen Nachmittag zwischen dem Sportplatz am Kienhorstpark (vier Spiele des FC Polonia Berlin - Junioren und Männer - standen an) und dem Jahn-Sportpark gependelt werden. Kein Ding! Den kleineren Sohn aufgeschultert und mit der U8 runter zum Gesundbrunnen. Na schauen wir doch mal auf die Swinemünder Brücke! Und siehe da, eine echte Punktlandung. Mit reichlich Polizeibegleitung marschierte gerade die aktive Fanszene des 1. FC Lok Leipzig los. Da musste ich doch sogleich an den Auftritt der Magdeburger beim Abendspiel im September 2012 bei Union II denken. Unvergessen, wie in der ersten Reihe die Magdeburger in grauen Jogginghose auf der Swinemünder Brücke warteten und auf der Stelle trampelten. Schockiert machten etwaige Radfahrer mal gleich kehrt. Ist das ne Nazi-Demo, wurden wir von einem türkischen Mitbürger gefragt. Nee, alles jut, das seien nur kernige Fußballfans.

Als kernig durften auch am gestrigen Nachmittag die marschierenden Leipziger bezeichnet werden, doch leider ging es nicht durch den Gleimtunnel, in dem damals die Magdeburger ein exzellentes Fotomotiv boten. Für die Lok-Fans ging es gestern rechts ab in die Graunstraße und dann hinten rum zum Gästeeinlass. Allerdings muss hierbei betont werden, dass damals bei der RL-Partie 1. FC Union Berlin vs. 1. FC Magdeburg sich die Gästekurve noch auf der anderen Seite befand. Bei Vollmond konnte der 1. FCM damals mit 3:0 gewinnen und somit an die Tabellenspitze stürmen. „Lasst es jetzt mal richtig scheppern!“, rief der Magdeburger Capo seinen Jungs im Block zu.

Zumindest theoretisch konnte der 1. FC Lokomotive Leipzig auch gestern an die Tabellenspitze stürmen. Wobei „stürmen“ wirklich angebracht wäre, denn Tabellenführer Hertha BSC II weist derzeit ein top Torverhältnis auf. Da hätte die Loksche mal eben mit 11:0 gewinnen müssen. Was den sportlichen Verlauf in der Regionalliga Nordost betrifft, so darf man aus neutraler Sicht erfreut sein. Kein Davonrennen wie beim Chemnitzer FC in der vergangenen Saison. Noch ist völlig offen, wer sich zum Zeitpunkt X absetzen könnte. Derzeit schnuppert es ein wenig nach Hertha BSC oder Wacker Nordhausen, doch sind dies nur Momentanaufnahmen. Nordhausen hatte zwischendurch bei Lichtenberg 47 und Hertha II hatte wiederum gegen Nordhausen verloren. 

Alles möglich, alles denkbar. Auch mit dem Berliner AK 07 und dem FC Energie Cottbus muss man rechnen. Oder halt dem 1. FC Lok Leipzig. Klar, träumen darf man immer. Rot-Weiss Essen ist in der RL West richtig gut dabei. Am Ende eine Relegation zwischen RWE und Lok? Oooooha! Aber auch ein Essener Auftritt bei Hertha BSC II hätte was. 30.000 RWE-Fans im Berliner Olympiastadion! Oder doch eine „Abrissparty“ im Jahn-Sportpark? Eher nicht, aber man weiß ja nie! Ein Sieg des BFC gegen die Lok…

1.744 Zuschauer (gefühlt 2.500) fanden sich gestern auf den Rängen ein, und der Gästeblock war aufgrund der sportlichen Situation wieder besser gefüllt als bei den letzten Aufeinandertreffen. Die Zeiten, in denen dieser Klassiker zig tausende Fußballfreunde anzog, sind nun mal vorbei. Somit darf die Zuschauerzahl als okay bewertet werden. Schade nur, dass in dieser letzten Saison im alten Jahn-Sportpark die Gegengerade geschlossen bleibt. 

Und auf dem Rasen? Lok-Spieler David Urban versuchte es zunächst mit einem straffen Schuss aus der Distanz, doch der Ball ging recht deutlich über die Querlatte. Eine glänzende Parade zeigte der BFC-Keeper Kevin Sommer, als er einen prima Freistoß von Maik Salewski über den Querbalken lenkte. Auf Berliner Seite setzte Ronny Garbuschewski mit einem strammen Schuss ein erstes Ausrufezeichen. In der 25. Minute setzte zudem Mateusz Lewandowski nach feiner Hereingabe den Ball ins Außennetz. Auf den Rängen ertönte schon fast der Torjubel. Ganz, ganz bitter wurde es aus Sicht des BFC in der 33. Minute! Allein stürmte Lukas Felix Krüger vorbei am Lok-Keeper Lukas Wenzel aufs Gehäuse, es musste quasi nur noch eingeschoben werden, doch der zurückeilende Robert Zickert rettete mit einer Grätsche auf der Linie. Ja, es war zum Mäusemelken. Der Name „Felix“ brachte dem BFC-Spieler dieses Mal kein Glück. Mein Felix wuselte indes mit rotem Polonia-Shirt über die grünen Sitze der Haupttribüne und hielt mich in Atem. Als er sich auch noch davonschleichen wollte, musste er wieder auf die Schulter. 

Beim Rundgang entlang der Haupttribüne staunte ich nicht schlecht, wer schon alles vor dem Pausenpfiff das Stadion verließ. Erst trudelten die letzten BFC-Fans mit 15 Minuten Verspätung ein, dann marschierten wiederum fünf Minuten vor dem Pausentee die ersten davon. Ohren gespitzt und gelauscht, woran es lag. Dem einen war die Sonne zu prall. Dem anderen war schlichtweg die Schlange am Bierstand zu lang. Eine Frau beschwerte sich über die zu krosse Bratwurst. Wie jetzt? Und das alles ist ein Grund zu gehen? Irre! Sachen gibt´s…

Unmittelbar nach der Pause war wieder BFC-Keeper Sommer bei einem Leipziger Freistoß zur Stelle. Der 1. FC Lok erhöhte den Druck, und nach einem Schuss von Kevin Schulze war wieder Kevin Sommer auf dem Posten und hielt den Kasten sauber. In der 67. Minute musste Andreas Pollasch nach einem Rempler mit Gelb-Rot vom Platz, die verbleibende Zeit musste der BFC demzufolge in Unterzahl über die Bühne bringen. Das taten die Weinroten auch prima, in der 81. Minute ergab sich sogar noch eine gute Möglichkeit zur Führung.

Am Ende sollten keine Treffer fallen, es blieb beim 0:0, und der 1. FC Lok Leipzig bleibt in der laufenden Saison weiterhin ungeschlagen (5 Siege, 4 Remis). Der Trost für den BFC Dynamo: Er bleibt seit dem Jahr 2000 daheim gegen den 1. FC Lok Leipzig (damals noch VfB Leipzig) ungeschlagen. Die kommenden Aufgaben haben es in sich: Die Loksche empfängt den FSV Wacker 90 Nordhausen, der BFC Dynamo muss zum FC Energie Cottbus, der zuletzt gegen Meuselwitz und beim BAK später Treffer feiern durfte, reisen. 

Fotos: Marco Bertram

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Spielergebnis:
0:0
Zuschauerzahl:
1.744

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Das Kind auf den Sitzen... Turbo Baby.

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Von wegen gute Stimmung...

Gute Kulisse? Die 2000er Marke würde mal wieder deutlich verfehlt. Dazu eine unterirdische Stimmung im Heimbereich. Also alles wie gehabt beim BFC...

S
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Wir sind die Krieger, wir sind die Fans, Lokomotive Hooligans! Scheiß BFC! :-D

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Wo ist der Inhalt zw. Polonia und alter Zeit (MD)
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