Blau-weiß-roter Wahnsinn: Hansa Rostock siegt gegen Fortuna Köln mit 5:3

Autor: Marco Bertram     veröffentlicht am 26 November 2017    
 
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Anzeigetafel zeigt es an: 5:3 für den F.C. Hansa!
Foto: Arvid Langschwager

Auswärts hui, daheim häufig eher pfui. Nachdem in Unterhaching so hübsch geglänzt wurde, folgte prompt eine ernüchternde 0:3-Niederlage gegen den Karlsruher SC. Nun wurden vergangene Woche in Wiesbaden wieder drei Punkte geholt - und was würde gegen den Tabellendritten SC Fortuna Köln folgen? Hoffnung machte den Hansa-Fans die Bilanz gegen die Jungs aus Kölner Südstadt. Am 21. März 2015 durfte ein 4:0-Sieg gefeiert werden, fünf Monate später folgte ein 4:2-Erfolg. Ein 1:1 gab es indes am 15. März dieses Jahres zu sehen. Gute Erinnerungen haben die Rostocker zudem an das letzte Auswärtsspiel im Kölner Südstadion. Am 21. September 2016 konnte unter der Woche mit 2:0 gewonnen werden, beide Treffer erzielte Stephan Andrist in der zweiten Halbzeit.

 

Hansa

0:2 stand es auch am gestrigen Nachmittag - jedoch aus Sicht der Rostocker. Und das bereits nach 12 Minuten. Die Felle schienen bereits in der Anfangsphase der Partie davonzuschwimmen. Ernüchterung unter den knapp 10.000 Zuschauern. Die Fans sangen noch das „Hansa forever“, als bereits der erste Gegentreffer fiel. Der Ball wurde hinten hin und hergespielt, und als der Weg des Ball nicht ganz eindeutig erschien, eilte Hansa-Keeper Blaswich und versuchte außerhalb des Strafraumes mit dem Fuß zu klären. Dies klappte jedoch nicht, Michael Kessel blieb am Ball, legte sich die Kugel zurecht und machte aus rund 18 Metern die Kölner Führung klar. Was für ein unnötiges Gegentor. Einfach unnötig wie ein Kropf. Ohne Not wurde das Spielgerät hergegeben. 0:1 in der ersten Minute. Das „Hansa forever“ wurde wie aus Trotz einfach weitergesungen, auf der Süd senkten sich jedoch einige Schals. Wie bereits gegen den KSC musste ein arg früher Rückschlag verschmerzt werden.

Hansa

Und ja, genauso wie gegen Karlsruhe folgte nach dem 0:1 auch das 0:2. Der einzige Unterschied: Gegen Fortuna Köln ging alles noch schneller. Nach einer Ecke gelangte in der 12. Minute der Ball zu Hamdi Dahmani, der am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz den Fuß ausstreckte. Die in Gelb und Schwarz spielenden Domstädter schienen ganz klar auf der Erfolgsspur zu sein. Nach der Heimniederlage gegen den 1. FC Magdeburg schien nun das Ruder wieder herumgerissen werden. Und Hansa? Welcher Zuschauer hätte in jenem Moment gedacht, dass er noch fünf satte Tore der Jungs mit der Kogge auf der Brust bejubeln dürfte? Wer in jenem Moment aus Jux eine Live-Wette absetzte und einfach mal auf ein 5:3 oder allgemein auf einen Heimsieg mit zwei Toren Unterschied setzte, hätte ein hübsches Sümmchen kassieren können.

Hansa

Der erste blau-weiß-rote Jubel ertönte nach 20 Minuten. Aus rund 18 Metern Entfernung nahm Marcel Hilßner Maß und haute den Ball mit Schmackes in die Maschen. Unhaltbar schlug die Kugel am linken Pfosten ein. Das war wahrlich ein echter Weckruf! Was für ein Pfund! Hansa war wieder im Rennen. Ein Küsschen in Richtung Haupttribüne, und weiter ging´s im Programm! Nur sieben Minuten nach dem Anschlusstreffer erfolgte der Ausgleich zum 2:2. Der Ball wurde hoch nach vorn hereingebracht, Hüsing legte auf Benyamina ab, und dieser arbeitete sich die entscheidenden Meter nach vorn und und schob von schräg rechts am Fortuna-Torwart ein.

Bis zum Pausentee sollten keine weiteren Treffer fallen. Eine knappe Viertelstunde nach Wiederanpfiff musste Markus Pazurek nach einem Foul mit Gelb-Rot vom Platz. Und der nächste Rückschlag für die Kölner folgte auf dem Fuße. Direkter Freistoß. Der Ball setzte auf, Oliver Hüsing lief quer und irritierte den Kölner Keeper, ohne weitere Berührung fand das Spielgerät den Weg in die Maschen. 3:2 für Hansa - das Spiel war gedreht! Und weiter ging´s! Nur drei Minuten nach dem 3:2 folgte der nächste Rostocker Treffer. Ein plötzlicher Pass in die Spitze, Hilßner spielte rechts rüber zu Selçuk Alibaz, und der brachte halb im Rutschen den Ball am zweiten Pfosten unter. Was für ein Jubel! Umarmungen, geballte Fäuste!

Hansa

Doch noch waren die drei Punkte nicht sicher im Sack. Die Kölner kamen noch einmal zurück ins Spiel. In der 73. Minute machte Hamdi Dahmani nach Zuspiel von Dominik Ernst trocken den 3:4-Anschlusstreffer klar. Links unten schlug der Ball ein, noch blieb den Gästen etwas über eine Viertelstunde Zeit. Umso größer war auf Heimseite die Erleichterung, als nur vier Minuten später Marcel Hilßner seine dritte Bude des Tages machte. Der soeben eingewechselte Lucas Scherff eroberte den Ball und gab diesen weiter zu Hilßner, der mal eben aus rund 20 Metern den Ball zum 5:3 ins Kölner Gehäuse schlenzte. Der Kölner Torwart Tim Boss winkte nur ab, wieder war nichts zu halten. Ein richtig schön - ja nennen wir das Kind beim Namen - verkackter Nachmittag für den SC Fortuna Köln. Da führst du 2:0 in Rostock und musst am Ende mit einer 3:5-Klatsche wieder abdüsen. Aus Rostocker Sicht war dieses Spiel natürlich bombig. Endlich auch einmal zu Hause ein Feuerwerk auf dem Rasen. Der vierte Sieg im fünften Spiel - Dank dieser Serie ist der F.C. Hansa nun oben dran. Der Rückstand auf den Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden beträgt derzeit fünf Punkte.

Hansa

Wie es weiter geht? Und wieder muss Hansa an einem Freitagabend auswärts ran. Der Gästebereich im Stadion des Halleschen FC wird trotzdem wieder aus allen Nähten platzen. In der Woche darauf steigt im Ostseestadion ein weiteres Ost-Duell, zu Gast ist dann der Chemnitzer FC, der zuletzt viermal in Folge (die Landespokal-Niederlage in Auerbach inklusive) verloren hatte. Das letzte Spiel des Jahres findet ebenfalls im Rostocker Ostseestadion statt. Am Samstag, den 16. Dezember, geben die Sportfreunde aus Lotte ihre Visitenkarte ab. Mit dieser Partie startet dann die Rückrunde, das Auftaktspiel in Lotte wurde am 22. Juli mit 2:0 gewonnen…

Halle

Fotos: Matthias, Arvid Langschwager, Marco Bertram

> zu turus-Fotostrecke: F.C. Hansa Rostock

Inhalt über Klub(s):
Spielergebnis:
5:3
Zuschauerzahl:
9.900
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Nächste Saison dann wieder Rostock gegen Köln. Dann aber die Kölner vom Geißbockheim!

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