MSV Duisburg vs. Hansa Rostock: Nach der Jubelorgie das traurige Nachspiel in Schlenk

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MB 25 Oktober 2016
MSV Duisburg vs. Hansa Rostock: Nach der Jubelorgie das traurige Nachspiel in Schlenk

Jeder, der sich ernsthaft mit Fußball beschäftigt und sich ab und zu auch mal das eine oder andere Spiel im Stadion anschaut, wird dieses Phänomen schon einmal festgestellt haben: Die verschiedenen Arten eines Torjubels. Da gibt es den eher wenig emotionalen „Hey cool, ein Tor“-Jubel oder den nach einem Tor, der die eigene Mannschaft wieder einen kleinen Schritt näher in Richtung Klassenerhalt oder Aufstieg treibt und wo man förmlich hören kann, wie allen ein Stein vom Herzen fällt. Und dann gibt es da diese Torjubel, wie am Samstag in der 87. Minute in Duisburg. Wenn man auswärts beim souveränen Tabellenführer spielt, eigentlich mit einem Punkt schon zufrieden wäre und dann kurz vor Schluss irgendwie die Bude macht und der komplette Gästeblock einfach völlig ausrastet.  Aber von vorn.

Am vergangenen Samstag stand für mich und wieder einmal viele weitere Hansafans auch, das Auswärtsspiel in Duisburg an. Auf der einen Seite ein schweres Spiel. Die Zebras waren bis dahin nicht nur Zuhause ungeschlagen, sondern hatten auch nicht einmal ein einziges Gegentor kassiert. Eine nicht gerade dankbare Aufgabe, nachdem am Spieltag zuvor die kurze Serie von drei Siegen und 10:0 Toren gerissen war. Aber irgendwann reißt jede Serie und warum sollte die der Duisburger nicht genau an diesem Tag vorbei sein?

Die Fahrt nach Duisburg verlief auch wohnortbedingt sehr entspannt und wenn man sich halbwegs clever angestellt hat, konnte man sich trotz des wieder einmal enormen Polizeiaufgebots im kompletten Gebiet  um das Stadion herum frei bewegen. Bezogen auf das Stadion sind die Eintrittspreise in Duisburg sehr human. Stehplätze ab 9 Euro, Sitzplätze schon ab 10 Euro. Da können sich andere Vereine mit nicht annähernd vergleichbaren Stadien gerne mal eine Scheibe abschneiden. 

Das Spielgeschehen ist im Prinzip schnell wiedergegeben. Die erste dicke Chance hatte Hansa, doch dann wurde es immer wieder eng im eigenen Strafraum. Die neu formierte Defensive mit Tobias Jänicke als Ersatz für den verletzten Ahlschwede und einem wieder einmal starken Marcel Schuhen hatte alle Hände voll zu tun. Im Laufe der Zeit wurde aus den gefährlichen Angriffen der Duisburger aber immer mehr ein verzweifeltes Hin- und Herschieben des Balles, weil scheinbar einfach die Ideen fehlten, um einen Weg durch das Rostocker Abwehrbollwerk zu finden. In der Halbzeitpause wurden schon munter Scherze über den Spielausgang gemacht. Keiner der befragten hätte bei „Na? Wer von beiden kassiert ein dummes Tor und ärgert sich dann?“ wahrscheinlich ernsthaft daran gedacht, dass es genau so kommen würde?

Die zweite Halbzeit lief im Prinzip wie die erste. Duisburg war optisch überlegen, hatte viel Ballbesitz und hielt sich viel und oft in der gegnerischen Hälfte auf. Der entscheidende Unterschied zur ersten Hälfte war jedoch, dass sich Hansa jetzt die größeren Chancen erspielte. Während man aufgrund der versiebten Chancen schon wieder verzweifelte und irgendwas zwischen Mitleid und Verärgerung für den einst so abgeklärten Marcel Ziemer empfand, sahen die ersten draußen schon Melvin Platje für seine Einwechslung bereitstehen. Ein Stürmer und damit wohl endlich ein Ersatz für den wieder einmal glück- und torlosen Ziemer. 

Aber bevor es soweit kam, konnte Hansa nochmal das machen, was sie neben dem Verteidigen inzwischen am besten können: Kontern! Jänicke mit vollem Einsatz und dem Ball auf den wieder einmal starken Kerem Bülbül. Als er am Ball war, ging das Schimpfen im Gästeblock plötzlich los, was man auch in den Wiederholungen und Zusammenfassungen sehr gut hören kann. Grund: Kerem Bülbül ist ein exzellenter Techniker, der aber dazu neigt, lieber das 1gegen1 zu suchen, anstatt einfach mal mit Tempo an den gegnerischen Verteidigern vorbeizugehen. Das führt dann eben manchmal dazu, dass schon wieder Verteidiger nachrücken und die Kontersituation im Prinzip vorbei ist, da aus der Überzahlt mittlerweile eine deutliche Unterzahl geworden ist. Genau so war es auch in dem Moment, nur mit einem entscheidenden Unterschied: Die zwei Spieler, die er sich vornahm, ließ er mit einer Mischung aus Technik und Schwung einfach stehen und schaffte es dann sogar noch, die Flanke auf Dennis Erdmann zu bringen. Der köpfte den Ball in die Mitte, wo der oben angesprochene Ziemer eigentlich keine Chance hatte. Den Ball im Rücken, den Gegenspieler direkt an sich dran und trotzdem lag der Ball plötzlich im Netz. Und dann war er da, der Moment, in dem ein ganzer Block förmlich explodiert, jeder seine pure Freude rausschreit und sich wildfremde Menschen plötzlich in den Armen liegen. 

Die wütenden Proteste der Duisburger wegen eines angeblichen Stürmerfouls bekam dadurch kaum einer mit und wenn man ehrlich ist, nehmen sich in der Situation beide Spieler nichts. Genauso gut, wie man auf Freistoß entscheiden konnte, konnte man auch Elfmeter geben. Oder eben das Tor für Hansa. Nachdem dann auch die nicht enden wollende Nachspielzeit inklusive einiger Hochkaräter überstanden war, fiel dann auch die Anspannung ab und spätestens jetzt sah man im gesamten Gästebereich nur noch glückliche und zufriedene Gesichter. Mittendrin im jubelnden Pulk: Ein Tobias Jänicke, der mit auf dem Zaun saß und gemeinsam mit den Fans feierte.

Dass sich das aber sehr schnell ändern sollte, ahnte beim Weg aus dem Stadion noch niemand. Schon während des Spiels gab es mehrfach den Hinweis, dass der Zug für die Rostocker um 17:03 am Bahnhof Schlenk abfahren sollte. Hier tauchte dann wieder das unter Hansafans allseits bekannte Problem auf, das scheinbar bei der Duisburger Polizei noch nicht bekannt war. Hansafans kommen nicht nur aus Rostock, sondern aus ganz Deutschland. Dass da nicht jeder Zeit und Lust hat, auf den einen Zug zu warten, den die Rostocker Zugfahrer nehmen, dürfte klar sein, zumal das auch geographisch oft keinen Sinn ergibt. So ergab es sich, dass die ersten Fans in den früheren Zug einstiegen, um mit  diesem zum Hauptbahnhof oder noch weiter zu kommen. Was jetzt allerdings passierte, lässt sich auch drei Tage später noch weder begreifen, noch erklären. 

Schlenk

Aus dem Nichts ging plötzlich das Geschubse und Geschrei los und im weiteren Verlauf hatte man das Gefühl, dass im Zug einfach auf alles eingeschlagen wurde, was sich bewegt hat. Dass da noch normale Reisende ohne jeglichen Fußballbezug, teilweise mit Kleinkindern dabei waren, interessierte die Beamten scheinbar wenig. Gerade Kinder und einige weibliche Insassen gerieten regelrecht in Panik und versuchten, irgendwie den Zug zu verlassen. Das gestaltete sich aber reichlich schwierig, da mittlerweile an jeder Tür Beamte der BFE standen. Die Art und Weise, wie sie da auftraten, ist mittlerweile schon durch einige Bilder an die Öffentlichkeit gekommen. Scherzhaft könnte man sagen, dass einige die Türen mit erhobenen Fäusten gegen „Ausdringlinge“ verteidigt haben. Mit ihren Gesten und dem aggressiven Auftreten wurde weiter kein Unterschied zwischen Jung und Alt, Fußballfan oder nicht gemacht. Auf dem Weg aus dem Gefahrenbereich wurden die Leute auch wieder munter durch die Gegend geschubst. Das ging so weit, dass ein Familienvater, der sich über das Vorgehen der Beamten gegenüber seinen Kinder beschweren wollte, noch oben am Bahnsteig in die Mangel genommen wurde. Das ganze natürlich wieder vor den Augen seiner Kinder. Nach kurzem Geschrei war die Aktion aber zum Glück beendet. 

In der Unterführung unter dem Bahnhof wurde derweil ein festgenommener Hansafan „bearbeitet“. Sein Begleiter, der ebenfalls in der Unterführung stand, wollte nach der Entlassung seines Kumpels mit ihm gemeinsam wieder nach oben zum Zug. Als er durch die Polizeikette gehen wollte, wurde er plötzlich zurückgedrängt und während er mit dieser typischen „Was hab ich denn gemacht“-Geste entsetzt vor den Beamten stand, brüllte einer von ihnen plötzlich „PACK DAS FEUERZEUG WEG“. Aufgrund der eben angesprochenen Geste und der Tatsache, dass er dabei die (leeren!) Handflächen nach oben zeigte, war klar zu sehen, dass er absolut nichts in der Hand hatte. Aber immer wieder rief der Polizist, er solle das Feuerzeug wegpacken und er mag das nicht, wenn sich jemand damit im Rücken seiner Kollegen aufhalte. Wie schon erwähnt, hatte er weder ein Feuerzeug dabei, noch hielt er sich zu irgendeinem Zeitpunkt im Rücken von irgendwelchen Beamten auf. Auffällig war vor allem da unten auch, dass Versuche, diese Situationen zu filmen, sofort gestört wurden. Da wurde hier mal ein Fahrzeug umgeparkt und dort mal ein paar Beamte an eine andere Stelle gezogen. 

Schlenk

Im weiteren Verlauf wurde dann der Verkehr am Bahnhof Schlenk auch komplett eingestellt, was von den noch anwesenden Beamten in keiner Silbe erwähnt wurde. So mussten die noch anwesenden dann zusehen, wie sie zum Hauptbahnhof gelangen. Dort warteten dann mehrere Stunden nach Spielschluss immer noch die Zugfahrer aus Rostock. Was genau da dann noch vorgefallen ist, wird sich für Unbeteiligte wohl auch in den nächsten Tagen noch nicht ganz ergeben. Fakt ist aber, dass es dieses Mal auch Unbeteiligte getroffen hat, die am eigenen Leib erfahren mussten, wie das eben manchmal läuft. 

Ich möchte hier auch in keiner Weise behaupten, dass sich unter Hansafans nur Heilige und Unschuldslämmer befinden. Sicher gibt es immer wieder Situationen, in denen einige ihren Beitrag zur Eskalation leisten. Aber selbst wenn dies am Samstag der Fall war, fällt es mir immer noch schwer, das als Rechtfertigung für das wilde Um sich schlagen in einem Zug gelten zu lassen. 

Vergleiche zum Fall Hannes spar ich mir an der Stelle einfach mal, denn der Fall ist tragisch genug und sollte allen eine Lehre sein. Sowohl Fußballfans als auch vielleicht den Beamten, die am Samstag in Duisburg im Einsatz waren.

Fotos: turus-Archiv, privat

> zur turus-Fotostrecke: F.C. Hansa Rostock

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AHU! Sportschau. AHU?

| MeyView.com | 23. Oktober 2016 |

-> http://meyview.com/ahu-sportschau-ahu/

& ;-) -Gruß

O
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@witing Obwohl ich diese dämlichen Ultra-Rituale mit Fahne klauen und präsentieren nicht gutheiße, kann das nun mal nicht einen überzogenen Polizeieinsatz rechtfertigen. Das ist ein fanDing und kein PolizeiDing. Und wenn man die Bilder / Videos so sieht, hatte hier die Polizei NRW mal so richtig Bock auf Schlägerei, anstatt auf Deeskalation

C
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Das Gerede von damals ,das was an dem Tag passiert ist wurde sehr gut wiedergegeben . Diese ewig gestrigen , was interessiert den Vater/ die Mutter was irgendwo mal geschehen ist. SIE wurden vor ihren Kindern von den Beamten angegangen ! Deeskalation ,da kann ich nur lachen. Genau aus dem Grund fahren wir schon seit Jahren nicht mehr mit der Bahn. Hier ging es nicht darum wer wen Jagd sondern um die Tatsache das die eingesetzten Beamten wieder mal über die Strenge geschlagen haben und sich in der Öffentlichkeit als Opfer präsentieren.

K
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An diesen "Witing":

Reflektieren mit der Vergangenheit? Hier geht es allein um die Ereignisse an diesem Tag X. Nicht mehr, nicht weniger. Was soll da Herangezogen werden? Wenn es einen Angriff der Duisburger gegeben hätte, dann hätte man / frau Ereignisse von Spielen zuvor ranziehen können, um das Ganze zu verstehen.
Hierbei geht es um einen Polizeieinsatz. Wenn die einfach mal grober reinprügeln, weil Fans des gleichen Vereins zwei, drei Jahre zuvor mal über die Strenge schlugen. Na dann prima. Dann einfach volle Kanne rauf, weil man meint, die haben es ja eh nicht anders verdient.
Was für ein Schwachsinn. Wo würde das anfangen, wo aufhören. Stell dir das in anderen Gesellschaftsbereichen vor. Dann haben wir gleich amerikanische Verhältnisse. Weil Dieb / Demonstrant / oder Kontrollierter in ein bestimmtes Raster fällt, wird gleich mal derber reingeschlagen. So meinst du das doch, oder???

Gruß Colly

C
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Ich zweifle nicht an der Richtigkeit der geschilderten Vorgänge in Duisburg. Aber hier fehlt mir eine Reflektion mit der Vergangenheit. Das das Verhalten der Ordnungskräfte nur eine Reaktion auf die jahrelang gesammelten Erfahrungen mit Fußball-Fans (und hier im speziellen die von Hansa) ist, kann wohl niemand leugnen. Da gibt es unzählige Berichte von verwüsteten Bahnhöfen und Zügen, eingeschlagenen Fenstern von Geschäften und Autos und blutigen Nasen. Und das ganz ohne Polizei. Also, wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen. Solange sich das Grundverhalten der "Fans" nicht ändert und diese wirklich nur wegen des Fußballs anreisen, lesen wir weiter entsprechende Berichte.

W
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Manchmal kommt es einen vor, als ob Fußballfans als Experiementierfeld für Größeres dienen. der Auftritt der Polizei bei unserem Kick (Düsseldorf) in Duisburg war mehr als grenzwertig und die eingesetzte Polizei kann von Glück sagen, dass es keine Toten gegeben hat. Wie da am Einlass gedrückt wurde ... und das in Duisburg mit der traurigen jüngeren Stadtgeschichte und dann die falschen Pressemeldungen der Polizei zum Geschehen. Das sich die Polizei-Schreiberlinge nicht schämen.
Gut das es so Magazine wie das hier gibt, die alles ans Licht bringen.

F
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