Einfach gemacht: Würzburg steigt in zweite Liga auf, Duisburg in die Dritte ab

KH 25 Mai 2016
Einfach gemacht: Würzburg steigt in zweite Liga auf, Duisburg in die Dritte ab

Projekt „3x2“ vorzeitig geglückt. Statt wie ursprünglich als Marketing-Idee angedacht nach drei Jahren schafften die Würzburger Kickers innerhalb von einer Saison den Durchmarsch aus der Regionalliga in die zweite Bundesliga. Und was kommt nun? Nach erfolgreichem Projekt „3x3“ (in drei Jahren in die dritte Liga) und „3x2“ vielleicht „3x1“? Erst einmal wird kräftig gefeiert im Frankenland und dann freut man sich ab dem 5. August auf viele Begegnungen mit Klubs wie den 1. FC Nürnberg, Greuther Fürth oder Union Berlin, die es noch nie gab oder sehr lange zurückliegen, denn die letzte und einzige Zweitligasaison spielten die Würzburger Kickers vor 39 Jahren (1977/1978).

Und Duisburg? Nach einem Jahr zweiter Liga spielen die Zebras in der kommenden Saison wieder in der Dritten. Trotz Hinspiel-Niederlage pilgerten gestern 29.500 Fans (abzüglich der 1.800 Würzburger) voller Hoffnung nach Meiderich, empfingen 90 Minuten vor Anpfiff mit ihrem Schlachtgesang „Werdet zu Legenden, kämpfen bis zum Ende“ und ein wenig Pyro den Mannschaftsbus mit den Hoffnungsträgern und rockten in der ersten halben Stunde mit eindrucksvoller Choreo ("Wenn unsere Köpfe es sich ausdenken können, wenn unsere Herzen daran glauben können, dann können wir es auch erreichen!") und einer Hexenkessel-Kulisse das Stadion. Die Würzburger Spieler schienen beeindruckt und die FWK-Fans gaben zwar alles, aber gegen diese brachiale Lautstärke war kein ankommen.

Auch sportlich zeigte der Alarm, den die Duisburger Fans machten Wirkung. Die Zebras rannten auf das Würzburger Tor an um die Hinspielniederlage schnell zu egalisieren (2:0). Die Franken hielten dem Druck kaum stand und so war es kein Wunder, das der Ball in der 33. Spielminute nach einer Chanturia-Flanke plötzlich im Tor lag. Eigentor durch Schoppenhauher. Das Stadion explodierte nun förmlich. Duisburg erhöhte den Druck, aber auch die Würzburger waren nun wach und belohnten sich mit dem 1:1 in der 37. Spielminute. Für fast alle Duisburger war das das Ende, dabei waren noch 53 Minuten zu gehen. Aber der Hexenkessel war kaltgestellt. Bis auf die aktive (Ultra)-Fanszene kam nichts mehr von den Duisburger Zuschauern, dabei wäre sie doch gerade zu dem Zeitpunkt – auch wenn noch drei Tore zu schießen sind – wichtig gewesen. Die Luft war raus.

Dagegen war bei den Würzburgern ordentlich Dampf drin: bei der Mannschaft auf dem Rasen und bei den Fans im Gästeblock. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde eine Fahnenchoreo unter Begleitung von rotem Rauch gezeigt und je näher der Abpfiff rückte, umso ausgelassener wurden die FWK-Fans, die von befreundeten Fanszenen aus Wattenscheid (Szene WAT – interessant wird die Partie in Bochum in der kommenden Saison) und Augsburg (M-Block Augsburg) unterstützt wurden. Da störten auch nicht die fliegenden Bierbecher (oder mit sonstigem Inhalt) vom Duisburger Oberrang.

Letzterer leerte sich ab der 70. Spielminute merklich. Die MSV Fans hatten keine Hoffnung mehr. In der 80. Spielminute wurde die Zaunfahne „Klassenerhalt“, die das Spiel über über der Nordkurve hing eingerollt und die ersten Duisburger Fans kletterten teils vermummt auf den Zaun. Aber es kam noch bitterer: In der 90. Spielminute kassierte der Duisburger Spieler Obinna die rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung und die Würzburger erzielten den 2:1 Siegtreffer in der Nachspielzeit. Während ein Großaufgebot der Polizei einen Platzsturm verhinderte zogen sich die Würzburger Spieler ihre Aufstiegs-Shirts „Einfach machen 2. Liga“ über und zogen feiernd zu ihren Fans. Hier sehr gut zu sehen wie eng Mannschaft, Trainerteam, Verantwortliche und Fans miteinander sind.

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Spielergebnis:
1:2
Zuschauerzahl:
29.500
Gästefans
1800

Ligen

Inhalt über Liga
  • 2. Bundesliga
  • 3. Liga
  • Relegation
Stadionname:
  • SCHAUINSLAND-REISEN-ARENA
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