TV Askania Bernburg vs. 1. FC Magdeburg: Mühsamer Arbeitssieg vor dem Duell gegen Lok Leipzig

CB 18 November 2013
bernburg

BernburgLänderspielpause heißt Landespokalspieltag. Zumindest war das an diesem Wochenende so. Nachdem von meiner Seite aus in der letzten Runde des Sachsen-Anhalt-Pokals über das Spiel Einheit Wernigerode gegen den Halleschen FC berichtet wurde, zog es mich dieses Mal in den Salzlandkreis, genauer gesagt nach Bernburg an der Saale. Die Kleinstadt beheimatet knapp 34.500 Einwohner und ist gleichzeitig auch die Kreisstadt. Zudem liegt Bernburg in etwa auf  halber Strecke zwischen Magdeburg und Halle. Dem ortsansässigen Fußballverein TV Askania Bernburg wurde im Viertelfinale der 1. FC Magdeburg zugelost. Für die kleine Stadt ist diese Ansetzung natürlich ein Highlight. Großartige Erfolge sprangen in der Geschichte bisher nicht heraus. 

Vielleicht war genau heute der richtige Tag, um mal ein Ausrufezeichen in der heimischen „Sparkassen-Arena“ zu setzen. Der Name wirkt dabei imposanter als die Sportstätte wirklich ist – die Sportanlage an der Bernburger Krumbholzallee besitzt nur auf der einen Seite einen Ausbau und ist komplett unüberdacht. Die Mannschaft spielt momentan in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt

BernburgZum heutigen Spiel gegen den favorisierten Gegner aus der Landeshauptstadt fanden sich immerhin knapp 1.800 Zuschauer im Stadion ein. Das dürften wohl den durchschnittlichen Zuschauerschnitt bei Spielen in der Verbandsliga um einiges übertroffen haben. Natürlich liegt das auch daran, dass heute zahlreiche Anhänger der Magdeburger den Weg nach Bernburg angetreten haben, um ihre Mannschaft in die nächste Pokalrunde einziehen zu sehen. Auch einige bekannte Banner der Blue Generation bzw. des Block U fanden ihren Weg hinter den Wellenbrecher.

Doch erstmal muss es auch dazu kommen. Die Bernburger begannen forsch und versteckten sich nicht vor dem Regionalligisten. Immer wieder versuchten sie Akzente zu setzen. Allerdings dauerte es nur eine Viertelstunde, bis Magdeburgs Lars Fuchs den ersten Treffer des Tages erzielen konnte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schafften die Hausherren dann jedoch beinahe, den Magdeburger Schlussmann zu überwinden. Nach einem schönen Solo, bei dem ein Bernburger Spieler gleich zwei Verteidiger vernaschte und dann direkt abzog, landete der Ball zum Glück für die blau-weiße Hintermannschaft nur am Lattenkreuz. Dies sollte dann aber auch die einzige echte Torchance für den Gastgeber bleiben. In einer ereignisarmen zweiten Hälfte schaffte es die Offensivabteilung des FCM nicht so richtig, den Ball über die Linie zu bringen.

BernburgKurz vor dem Ende der Partie fiel allerdings sehr zur Freude des Auswärtsanhangs das erlösende 2:0. Der zuvor eingewechselte Tino Schmunck sicherte in der 86. Minute das Weiterkommen. Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass der 1. FC Magdeburg seiner Favoritenrolle heute zwar gerecht wurde, doch teilweise leichtfertig mit seinen Möglichkeiten umging. Häufig fehlte der entscheidende letzte Pass. Die Magdeburger hatten das Spiel allerdings trotzdem größtenteils unter Kontrolle und ließen nach hinten nichts anbrennen. Allerdings fehlte der entscheidende Zug zum Tor, so dass es die Magdeburger verpassten, das Spiel zu einer eindeutigeren Angelegenheit zu machen. So jedoch mussten Mannschaft und Fans bis zu Schmuncks Treffer mit dem Damoklesschwert in Form eines überraschenden Ausgleichs der Underdogs leben.

Von der Unterstützung her war das Spiel am heutigen Tag leider sehr mager. Ab und an hörte man bekannte Gesänge, aber so richtig mitreißen konnte der singende Gästeanhang die restlichen Fans nicht wirklich. Das mag auch vor allem daran gelegen haben, dass aufgrund der fehlenden Überdachung schlicht und einfach die Akustik fehlte, um überhaupt in Sachen Support Akzente setzen zu können. Vor allem aber waren auch zu wenig Supportwillige angereist, die tatsächlich ihre Mannschaft aus voller Kehle unterstützten. Der eine oder andere wird daheim seine Kehle geschont haben, steht doch am Dienstag das Auswärtsspiel in Zwickau auf dem Programm und ist am kommenden Samstag der 1. FC Lokomotive Leipzig zu Gast in Magdeburg!

Und im Landespokal? Die Auslosung am Sonntag hat ergeben, dass die Magdeburger im Halbfinale die Reise in den östlichen Teil Sachsen-Anhalts antreten müssen. Dort wartet dann der Gastgeber Union Sandersdorf darauf, vielleicht den ganz großen Coup zu landen und in das Pokalhalbfinale einzuziehen. Wie es am Ende ausgehen wird? Man darf gespannt sein. Interessant sicherlich die Tatsache, dass der Erzrivale Hallescher FC am 15. Dezember indes zum Magdeburger SV 90 Preussen reisen muss...

Fotos: Christopher B.

> zur turus-Fotostrecke: 1. FC Magdeburg

 

Inhalt über Klub(s):
Spielergebnis:
0:2
Zuschauerzahl:
1.797

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Landespokal
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