BVB U23 gegen RWE: Zuschauerrekord für Dortmund, Niederlage für Essen

BVB U23 gegen RWE: Zuschauerrekord für Dortmund, Niederlage für Essen

 
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KH 13 August 2022

Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“ Gruß geht raus ans Phrasenschwein und an Andi Brehme, den dieser Spruch zugeschrieben wird und der gerne rausgekramt wird, wenn es einfach nicht laufen will. So wie derzeit bei Rot-Weiss Essen. Vier Spiele gespielt, ein Punkt auf der Habenseite. Ganz klar: Viel zu wenig für Liga 3. Dabei war heute beim Auftritt bei der U23 von Borussia Dortmund viel mehr drin als 0 Punkte. Aber steht man unten drin hat man halt die „Scheiße am Fuß“, dann gelingt irgendwie nix und man verliert trotz Großchancen am Ende durch einen frühen Fehler, diesmal durch den sonst starken Torwart.

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Bei der Fußballsimulation FIFA, würde ich einfach mal vom Schwierigkeitsgrad Ultimativ eine Stufe runterschalten ein paar Messis und Mbappés kaufen und mich vom Abstiegsplatz schießen. Auch wenn die Werbung von der kommenden Version des Spiels heute an vielen Ecken des „Westfalenstadions“ entgegenleuchtete, Fußball in der Realität ist natürlich eine ganz andere Nummer. Viel komplexer mit viel mehr Emotionen und viel mehr Leidenschaft vor allem von den Rängen. Beeindruckend waren auch heute wieder einmal die Fans von Rot-Weiss Essen.





Trotz des desaströsen sportlichen Auftakts reisten gut 5-6.000 von ihnen ins 40 Kilometer entfernte Dortmund und bescherten dem BVB einen neuen Zuschauerrekord für ihre U23. Der alte Rekord lag bei 9.999 Zuschauern gegen Jahn Regensburg vor acht Jahren im benachbarten Stadion Rote Erde. Heute kamen insgesamt 11.079 gutgelaunte Fans ins große Stadion der Profis („Signal Iduna Park“), wo eigentlich 81.365 Zuschauer Platz finden. Von der sonst pickepacke vollen Südtribüne unterstützten die „Ultras von die Amateure“ ihr Nachwuchsteam im kleineren Rahmen, aber nicht weniger laut, während im Gästeblock die RWE-Fans bis unters Dach ordentlich Krach machten und das in der prallen Sonne bei 35 Grad.



„1, 2, 3 Oberkörper frei“, war bei den Meisten im Gästeblock angesagt, also diejenigen die zum Anpfiff im Stadion waren. Der Andrang am Gästeblockeingang war groß, so dass später noch ein zusätzlicher Block geöffnet wurde. Auch auf der Gegengerade mischten sich viele RWE Fans unter die Heimzuschauer. Zwar gibt es die Fanfreundschaft zwischen BVB und RWE nicht mehr in der intensiven Form wie noch vor Jahrzehnten, trotzdem ist es kein Problem sich mit Fanutensilien des jeweils anderen Teams in den Blöcken aufzuhalten.



Von der Fanseite her war es angerichtet, gespannt waren vor allem die Essener Fans, ob es nun die nächste Klatsche geben würde. Aber Trainer Christoph Dabrowski änderte wieder seine Taktik und setzte erst einmal auf die Defensive, um ein frühes Gegentor zu verhindern, was auch gut gelang. Liefen die Stürmer in den zurückliegenden Spielen den gegnerischen Torwart an, zog sich Simon Engelmann als einzige Spitze fast bis zur Mittellinie zurück. Absicherung war das neue Credo. Bloß nicht wieder ein frühes Gegentor fangen. Am Anfang funktionierte es und sogar Engelmann konnte eine Chance kreieren. Dann aber der Rückschlag. Diesmal stand der Essener Keeper Jakob Golz im Mittelpunkt. Er vertändelte einen Rückpass an Bradley Fink, der sich den Ball eroberte und diesen in der 22. Spielminute ins Tor schob. Die Führung für den BVB.



Schock für Rot-Weiss Essen. Viel vorgenommen und dann doch wieder im Rückstand. RWE versuchte zu antworten, aber richtig gelang das erst zur zweiten Halbzeit. Essen schnürte dann den BVB förmlich ein und kam zu zahlreichen guten Möglichkeiten. Der Ball wollte aber nicht über die Linie. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis der Treffer fallen würden, aber in der besten Druckphase (15 Minuten vor Abpfiff) wechselte Trainer Christoph Dabrowski plötzlich Simon Engelmann für Ron Berlinski aus, dazu noch Isaiah Young für Loubongo und Plechaty für Sponsel. Unverständnis nicht nur bei den Spielern (insbesondere Engelmann und Young), sondern vor allem bei den Fans. Ein Engelmann ist in so einer Druckphase Gold wert, eventuell sogar als Doppelspitze mit Berlinski. Das hat beispielsweise in Duisburg beim 2:2 gut funktioniert.



So nahm der Trainer mit seinen Auswechselungen eine Möglichkeit mehr im Sturm durch einen echten Goalgetter. Dazu kam noch Pech, denn wenig später humpelte Lawrence Ennali, der wieder einige gute Szenen hatte, von Krämpfen geplagt über das Spielfeld. Und zu guter Letzt schafften es die Spieler nicht den Ball im Tor zu versenken, obwohl der BVB fast dazu einlud und auch Felix Bastians als Abwehrspieler vorne mit mischte. Die zwei größten Chancen hatte Sandro Plechaty in der 83. Spielminute und in der Nachspielzeit. Er vergab beide Möglichkeiten kläglich.





Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“ Stark gekämpft und besser gespielt als noch zuletzt, aber am Ende wieder verloren. Rot-Weiss Essen grüßt nun vom Tabellenende der 3. Liga. Noch stehen die Fans hinter dem Team. Wie schon bei den letzten Spielen wurde das Team abgefeiert. Aber die Stimmung kann schnell kippen. Weiter geht es für Rot-Weiss Essen am kommenden Samstag gegen den Absteiger aus der 2. Bundesliga und jetzigen Tabellenzweiten FC Ingolstadt. Noch sind 34 Spieltage zu gehen: Niemals aufgeben, #immeRWEiter

Fotos: alle Bilder Sport Photo Agency frontalvision.com

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