„Volle Lotte“: Rot-Weiss Essen legt in der Regionalliga West vor

„Volle Lotte“: Rot-Weiss Essen legt in der Regionalliga West vor

 
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KH 23 April 2022

Kaum Schlaf finden die Fans dieser Tage von Rot-Weiss Essen und sicherlich auch von Preußen Münster. Zu spannend ist die Endphase der Regionalliga West und der Kampf um den Aufstieg in die dritte Liga. War es vor ein paar Wochen noch ein Fünfkampf im Ringen um den Platz an der Sonne mit einer neben RWE und dem SCP weiteren illustren Schar an Traditionsvereinen wie dem Wuppertaler SV, Fortuna Köln und Rot Weiß Oberhausen, fällt die Entscheidung nun zwischen Ruhrgebiet und Münsterland, denn auch RWO hat noch minimale Möglichkeiten.

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An Spannung ist diese Liga aktuell nicht zu überbieten. Ließ zuerst Münster letzte Woche Punkte in Lippstadt liegen, konnte Essen diesen Ausrutscher nicht nutzen und patzte gegen die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. Unter der Woche gewann dann RWE sein Nachholspiel gegen Lippstadt mit 4:0 und auch Münster konnte seines knapp mit 1:0 gegen Fortuna Köln mit komplett genesenen Kader gewinnen, nachdem die vorherige Ansetzung aufgrund eines gefrorenen Rasens bei 15 Grad und Sonne verschoben wurde. Vor ein paar Tagen bekamen dann die Preußen dann auch endgültig vom Verbandsgericht die Punkte aus dem abgebrochenen Spiel (Böllerwurf) gegen Rot-Weiss Essen zugesprochen bzw. geschenkt, was erwartet wurde und die meisten Sportinformationsdienste schon längst in ihren Statistiken verrechnet hatten.



Vor dem gestrigen Anpfiff des 35. Spieltages (vier Spieltage vor Ende) rangierte Preußen Münster mit 77 Punkten auf Platz eins, vor Rot-Weiss Essen mit 75 Punkten auf dem zweiten Platz. Die Plätze drei und vier teilten sich der Wuppertaler SV und Rot Weiß Oberhausen mit 69 Punkte mit ebenfalls noch (rechnerisch) Möglichkeiten auf den Aufstieg. Rang fünf hatte Fortuna Köln inne. RWE musste vorlegen und dazu ins Tecklenburger Land ins Stadion am Lotter Kreuz reisen. Für die Sportfreunde Lotte ging es um nicht weniger als den Abstieg in die Oberliga Westfalen. Nur ein Heimsieg und das Hoffen auf Ausrutscher der Konkurrenz hätten dem Klub geholfen.

Große Hoffnungen hatten die Lotte-Fans anscheinend nicht auf einen Erfolg ihres Klubs. Neben der aktiven Fanszene, die alles versuchte sich gegen die rot-weisse Übernahme zu stemmen, verloren sich nur wenige Zuschauer, die es mit den Sportfreunden hielten, in das zusammengewürfelt wirkende nette Stadion. Dies wurde deutlich als die Gästefans im pickepacke vollen Stehblock skandierten „Steht auf wenn ihr Essener seid“ und neben der Hintertor-Sitzplatztribüne auch fast die ganze Haupttribüne aufstand und das Team um Christian Neidhart feierte.



Die an diesem Freitagabend mitgereisten gut 2.000 Essener Fans (2.196 Zuschauer insgesamt) hatten einen entspannten Fußballabend. Denn RWE legte bereits nach einer Minute furios vor und machte klar, das an diesem Tag für „Tante Lotte“ nichts zu holen ist. Die Sportfreunde noch gar nicht richtig wach und schon im Rückstand. Sandro Plechaty flankte mustergültig auf Marius Kleinsorge der nur einschieben brauchte. Essen agierte druckvoll und Lotte konnte sich nicht befreien. In der 18. Spielminute "fummelte" sich Isaiah Young durch den Lotter Strafraum und vollendete zum 2:0 für RWE. Die Sportfreunde Lotte sichtbar angeknockt konnten gar nichts mehr entgegen setzen. Folgerichtig führte RWE dann zur Halbzeit mit 3:0 nach einem schönen Kopfball von Daniel Heber.





Essen wusste: Das Torverhältnis kann am Ende entscheidend sein und drückte zu Beginn der zweiten Hälfte auf das vierte Tor nach einer kurzen Spielunterbrechung. Denn die Essener Fans hatten einiges an Konfetti, Luftballons und Wasserbällen mit ins Stadion gebracht und zeigten zu Beginn der zweiten Hälfte eine sehenswerte Choreografie: „Ich steh immer hinter Dir, hab mich oft für dich geschlagen“. Nach dem die Ballons der Choreo vom Spielfeld geräumt wurden ging die wilde Fahrt weiter, bei der nun aber auch die Sportfreunde besser mitmischten.



Zwar kam RWE noch zu Chancen, aber nicht mehr so zwingenden. Spätestens als RWE Trainer Neidhart Zlatko Janjić für Simon Engelmann brachte, wussten die mitgereisten Fans das weitere Tore nicht zu erwarten sind. Zu unglücklich agierte Janjić in den bisherigen Spielen. Mit Nico Haiduk und Nils Kaiser brachte Essen dann noch zwei Spieler aus dem eigenen erfolgreichen Nachwuchs, deren flinke Spielweise Hoffnungen auf Großes macht.





Am Ende blieb es beim hochverdienten 3:0 für Rot-Weiss Essen, wobei mehr Tore noch besser zur allgemeinen Entspannung beigetragen hätten. Aber sieben Tore in drei Tagen zu schießen und sich zumindest im Torverhältnis mit drei Treffern zu Münster etwas abzusetzen ist eine starke Leistung. Die Werbetafel über dem Gästeblock für den nahegelegenen Flughafen gab zudem die sportliche Richtung vor: „Mit uns aufsteigen“.

> Sportfreunde Lotte Fotos

> Rot-Weiss Essen Fotos

 

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0:3
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2.196
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