115 Jahre Rot-Weiss Essen: RWE-Fans feiern mit fetten Pyroshows. Rückblick

115 Jahre Rot-Weiss Essen: RWE-Fans feiern mit fetten Pyroshows. Rückblick

 
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KH 03 Februar 2022

Es war das Jahr des 85. Vereinsgeburtstag „seit wir Zwei uns gefunden“, fast direkt am Anfang der eigenen Faszination Fußballfan mit allem was dazu gehört. Am 10. Oktober 1992 das erste Mal an der Hafenstraße in Essen, obwohl wahrscheinlich auch das erste Mal in Essen. Anders ist es nicht zu erklären, dass man zuerst statt in Bergeborbeck am altehrwürdigen Georg Melches Stadion, erst in Rüttenscheid am Grugastadion landete in der Hoffnung dort die Pokalpartie von Rot-Weiss Essen gegen den Eisenhüttenstädter FC Stahl (3:2) zu sehen. Es war damals (vor Smartphone, Internet, Google Maps) die Macht der Gewohnheit irgendwo in einer „fremden“ Stadt den Schildern zum Stadion zu folgen oder nach Flutlichtmasten Ausschau zu halten. Gefunden hat man das GMS dann am Ende glücklicherweise dann ja doch und der Weg führte in den letzten 30 Jahren immer wieder (und immer öfters) zur Hafenstraße 97A.

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Was Rot-Weiss Essen, das „Stadion an der Hafenstraße“ und seinen Anhang so besonders macht, beschrieb der Sportreporter Rolf Töpperwien schon 1995 zum DFB Pokalspiel gegen Bayer 04 Leverkusen (5:8 nach Elfmeterschießen) in seinem legendären und oft zitierten Kommentar ziemlich genau: „Hafenstraße, Georg-Melches-Stadion, 25.000 Zuschauer, knallvolle Hütte und eine Begrüßung wie ich sie in 23 Berufsjahren außer in Mexiko City, Aztekenstadion, noch nie erlebt habe.“ Egal in welcher Liga der Klub spielt und in welchen sportlichen Phasen dieser sich gerade befindet, die Fans halten ihm mit großer (auch kritischer) Leidenschaft die Treue.


Wie intensiv diese Treue ist, zeigte einmal mehr der 1. Februar 2022 - der 115. Vereinsgeburtstag. Während die Chronisten und Archivare in den Medien noch einmal die Geschichte von Rot-Weiss Essen hochleben ließen, ließ es die RWE-Fanszene gleich doppelt und spektakulär krachen. Beginnend Punkt Mitternacht auf einer der bekanntesten Einkaufsstraßen Deutschlands, der Kettwiger Straße, wurde auf fast der kompletten Länge (450 Meter) ein bombastisches weit über die City von Essen sichtbares und hörbares Feuerwerk gezündet. Man kennt diese Chaos-Choreo-Intros von vielen Spielen wo Konfettisalven in einem Fahnenmeer niedergehen. Ähnlich gestaltete es sich der Essener Innenstadt nur anstatt Konfetti gab es Feuerwerksbatterien und Fackeln en Masse. Eine starke Aktion mit starken Bildern, bei denen es an diesem Tag nicht bleiben sollte.



18:45 Uhr: Das Stadion an der Hafenstraße schlummerte im Dunkeln vor sich hin. Nur ein Kran in der Ferne leuchtete wie üblich im glänzenden RWE-Rot und in ein paar Büros im Warmgebäude des Stadions brannte noch Licht. Plötzlich fuhren Autos auf die Parkplätze und einige hundert Fans sammelten sich vor dem Stadion vor der „Westtribüne“, deren Zugang kurze Zeit später aufgeschlossen wurde. Die Fans positionierten sich auf der dunklen Tribüne und das „Material“ wurde fix verteilt. Es war stockduster und nur ab und zu leuchtete eine Taschenlampe auf der „West“ auf. In den Büros in der Haupttribüne waren vereinzelte Personen hinter den Fenstern zu sehen. Kurze Zeit später waren aber auch die Büros dunkel in gespannter Erwartung was nun kommen mag.



Ein paar Anweisungen und ein Ruf durch das Megafon waren zu hören und schon erklang das immer wieder faszinierende ploppende Geräusch zahlreicher Bengalfackeln, die die Tribüne in einem einheitlichen Rot erstrahlen ließ. Vor der „West“ war über die gesamte Länge ein Banner mit dem Konterfei von Georg Melches und dem RWE-Wappen gespannt: „115 Jahre Rot-Weiss Essen“. Aber damit nicht genug. An den beiden offenen Ecken des Stadions links und rechts der Tribüne schafften gezündete Feuerwerksbatterien einen Rahmen für ein starkes Gesamtbild.





Zwei spektakuläre optische Aktionen zum 115. Vereinsjubiläum von Rot-Weiss Essen in der City und im Hafengebiet an denen sicherlich auch ein Herr Töpperwien und sicherlich auch Frau Siw Malmkvist ihre Freude gehabt hätten: "Seit wir Zwei uns gefunden, Kenn ich nur frohe Stunden […]." 

Video folgt ...

> zur Fotostrecke von Rot-Weiss Essen

Fotos: K. Hoeft, Breilmannwiese (City)

 

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