Union Berlin in Bochum

Rote Invasion in Bochum, aber kein Union Sieg und damit Aufstieg verschoben

 
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KH 19 Mai 2019
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Vor 30 Jahren zum letzten Mal erstklassig (1988/89 DDR Oberliga). Ganz Köpenick und auch darüber hinaus, die es mit dem 1. FC Union Berlin halten, träumen von der ersten Liga. Noch ist der Traum nicht ausgeträumt, auch wenn es heute erstmal einen Rückschlag gab. Getreu dem Motto des Banners, der vor der Gästekurve und auf fast allen T-Shirts der gut 6.000 Mitgereisten prankte "Gib niemals auf und glaub an dich", können es die Berliner in der Relegation gegen den VfB Stuttgart noch packen.



Die Fans jedenfalls waren und sind mehr als motiviert. Schon ganz früh am Sonntagmorgen ging die Reise ins Ruhrgebiet, ob mit Auto, Bus, Motorrad oder Partyzug, los. Einige Kneipen rund um das Stadion waren bereits vier Stunden vor Anpfiff fest in Berliner Hand. Die Zugreisenden erreichten knapp 90 Minuten vor Anpfiff den Bochumer Hauptbahnhof und wurden anders als üblich nicht durch den Vorderausgang, sondern durch den Hinterausgang geleitet. Eventuell eine neue Polizeitaktik aufgrund der Ereignisse gegen den 1. FC Magdeburg vor zwei Wochen (wir berichteten). Spekulationen, dass die Fans eventuell dort gut abgeschirmt erst einmal „gefilzt“ würden, bewahrheiteten sich nicht. Kurz nach Ankunft des Sonderzugs setzte sich der Marsch bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Stadion in Bewegung.



Der VfL Bochum hatte den Berlinern mehr als das übliche Kartenkontingent bereitgestellt und die Dauerkarteninhaber, die sonst auf der Westtribüne sitzen, umquartiert. Aber auch auf den anderen Tribünen (außer der Ost) waren einige Sitzreihen fest in roter Hand. Gut 6.000 Union Berlin Fans unter den insgesamt 24.500 Zuschauern waren es bestimmt, die die eigene Mannschaft nach vorne trieben. Nur die spielte nicht mit, bzw. Bochum spielte auf und ging nicht unverdient in der 24. Spielminute in Führung. Es war eine intensive Partie bei schlechten Witterungsbedingungen. Pünktlich zum Anpfiff setzte starker Regen ein.



Der Himmel weinte, aber das Spiel der Unioner wurde nicht besser und das, obwohl die Dresdener gegen den Aufstiegskonkurrenten SC Paderborn einen 0:1-Rückstand drehten und am Ende sogar mit 3:1 gewannen und damit den Köpenickern den Weg zum direkten Aufstieg ebneten. Diese mussten nur gewinnen. Mehr nicht. Mit einem 1:0 Rückstand ging es in Bratwurst- und Bier-Pause. Zur zweiten Halbzeit waren die üblichen Anzeichen für eine kommende Pyroshow zu sehen: Eine Fahne wurde über Teile der Fans gespannt, die sich darunter maskierten oder wie heute Maleranzüge (Köln in Gladbach lässt grüßen) anzogen und ihr zum Anzünden bereites Material (Rauchtöpfe) und sich mit Fackeln im Block platzierten.



Es lief die 49. Spielminute - im Gästeblock rauchte und fackelte es -, da zeigte der insgesamt eher unterdurchschnittlich agierende Schiedsrichter Harm Osmers auf den Punkt, nachdem ein Unioner einen Bochumer im Strafraum zu Fall brachte. Das 2:0 ging im Leuchten des Gästeblocks unter. Das Spiel schien gelaufen, dann sah aber der Bochumer Spieler Ganvoula in der 72. Spielminute die gelb-rote Karte und Union Berlin war nun wieder am Zug. Innerhalb von drei Minuten fielen zwei Tore und damit der Ausgleich. Pure Ekstase im Gästeblock.





Die Berliner rannten nun auf das Bochumer Tor an und in der 96. Spielminute hätte der eingewechselte Suleiman Abdullahi mit einem finalen Schuss zum Matchwinner werden können, aber der Bochumer Torhüter Manuel Riemann hielt. Ein Tor fehlte den Eisernen in der Schlussminute, aber das Spiel im Bochumer Ruhrstadion war schon die 90 Minuten vorher von den Rot-Weißen irgendwie vergeigt worden. Respekt verdienen sowohl der VfL Bochum als auch die SG Dynamo Dresden, die ihr Spiel nicht abschenkten. Am Ende steigt nun der SC Paderborn direkt in die Bundesliga auf, während der 1. FC Union Berlin nachsitzen muss und in zwei Relegationsspielen gegen den VfB Stuttgart ihren Traum Realität werden lassen kann.

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Inhalt über Klub(s):
Spielergebnis:
2:2
Zuschauerzahl:
24.500
Gästefans
6000

Ligen

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2. Bundesliga
Stadionname:
Vonovia Ruhrstadion
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Schade auch wenn am Ende nur ein einziges Tor zum direkten Aufstieg gefehlt hat drück ich den Unionern die Daumen in der Reli gg. Stuttgart.
Wird Zeit das ihr es endlich mal schafft in die 1.Liga ... und irgendwann sehen wir uns auch mal wieder. Dann hoffentlich auf Augenhöhe :)
Sportliche Grüße von der Ostseeküste

G
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