Viel Überraschendes beim Spiel VfL Bochum gegen den SC Freiburg

KH Updated 06 Februar 2016
Viel Überraschendes beim Spiel VfL Bochum gegen den SC Freiburg

Es gibt Fußballtage, die überraschen einen immer wieder aufs Neue: Gestern Abend im Ruhrstadion war wieder so ein Spieltag. Trotz der erfolgreichen Vorbereitungsphase hätte kaum jemand vor dem Spiel daran gedacht, dass der VfL Bochum den um zehn Punkte enteilten - Tabellenzweiten der zweiten Bundesliga - den SC Freiburg schlagen könnte. Dazu eine weitere Überraschung des Abends: Die zahlreich mitgereisten Freiburger Fans, die Choreo und Pyroaktionen zeigten, die normalerweise für drei Spiele reichen würden.

Trotz fanunfreundlicher Anstoßzeit (Freitag Abend 18:30 Uhr), nahmen viele der insgesamt 1.300 Gästefans die 500 Kilometer weite Anreise in Kauf, um ihr Team im Ruhrgebiet zu unterstützen. Darunter einige Anhänger im Sinne der "Fasnet" (Fastnacht, Karneval) verkleidet als Mexikaner mit Sombreros und Schnäuzer. Getreu dem Motto "Ándale Friburgo" (Auf! Auf! Los! Los! Freiburg) wollten die Fans vor dem Anpfiff mit einer ordentlichen Pyroshow der Mannschaft Beine machen.

Am Anfang des Spiels schien es zu helfen: Der SC Freiburg bestürmte das Bochumer Tor und hätte früh in Führung gehen können, wenn nicht sogar müssen. Aber in der 13. Spielminute war es nicht ein Freiburger der den Ball im Tor versenkte, sondern ein Bochumer: Der erste Angriff, das erste Tor: Marco Terrazzino per Kopf. Die VfL Bochum Fans und rund 35 befreundete Anhänger von Leicester City feierten. Die Bochumer Spieler waren nun präsenter, Freiburg wirkte geschockt. Bis zur Pause präsentierten beide Teams kaum gefährliche Chancen.

Vor Beginn der zweiten Hälfte, zeigten die Freiburger Fans eine stimmige Choreografie aus weißen und roten (im unteren und oberen Bereich des Gästeblocks) Banner-Schals, die durch eine Blockfahne (obwohl eigentlich keine zugelassen war) am unteren Zaun ergänzt wurde. Klar was nun folgte: Wie schon vor Beginn des Spiels wurde unter der Blockfahne reichlich Pyrotechnik gezündet, die jetzt vor allem die Bochumer Feuerwehr scheinbar sehr erzürnte. Während diese bei der ersten Pyroshow noch gezielt versuchte auf dem Boden liegende Fackeln zu löschen, sprühte sie den Löschschaum bei der zweite Pyroeinlage ungezielt großräumig in den Gästeblock. Das fanden die getroffenen Freiburger Fans nicht ganz so prickelnd. Einige entledigten sich in der Folge ihrer Plastik-Fahnenstangen, die sie in Richtung der Einsatzkräfte schleuderten.

Auch die erneute Feuereinlage der Freiburger Fans machte den Spielern nicht gerade Beine, auch wenn sie es versuchten. Als aber der Bochumer Tim Hoogland mit einer artistischen Einlage das 2:0 in der 67. Spielminute erzielte, war das Spiel für die Breisgauer gelaufen. Übrigens einen Treffer erzielten die Freiburger - jedenfalls ein Freiburger doch: Beim Aufwärmen vor dem Spiel, traf er beim Warmschiessen mich den Autor des Artikels mit einen strammen Schuß direkt auf die Brust. Wie sagt man so schön: "Ich habs nicht kommen sehen" / "Irgendwann erwischt es jeden" oder "Schön wenn der Schmerz nachlässt".

An ihrer Schusstechnik weiter feilen können die Freiburger Spieler bis zum übernächsten Sonntag, dann kommt Fortuna Düsseldorf. Der VfL Bochum gastiert am Montag, den 15. Februar in Nürnberg, vorher aber am 10. Februar kommt der FC Bayern München in das dann ausverkaufte Ruhrstadion zum DFB-Pokal Viertelfinale (wir berichten). Trotz einer Fanfreundschaft zwischen den Klubs, wurde entsprechend gestern schon einmal der Schlachtruf "Zieht den Bayern die Lederhosen aus" angestimmt, wohl wissend, das dies nicht passieren wird. Aber Überraschungen kann es ja immer wieder geben ... .

> zur Bochum Fotostrecke zum Spiel

> zur Freiburg Fotostrecke zum Spiel

 

Stadionname:
  • Vonovia Ruhrstadion
Inhalt über Klub(s):
Artikel wurde veröffentlicht am
06 Februar 2016
Spielergebnis:
2:0
Zuschauerzahl:
18.245
Gästefans
1300

Ligen

Inhalt über Liga
2. Bundesliga

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