Trainingslager 2020 mit Hansa Rostock in Belek: Besser spät, als nie!

Trainingslager 2020 mit Hansa Rostock in Belek: Besser spät, als nie!

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MB 16 April 2020

Nie wieder Belek! Drei einfache Worte, die trotz der vielen lustigen Momente die Erkenntnisse aus dem Trainingslager im letzten Jahr zusammenfassten. Aber gesagt ist sowas ja schnell. Meist scheitert das ja dann letztendlich an der Umsetzung. Das größte Problem an der Umsetzung dieser drei Wörter stellte einmal mehr unser geliebter Verein dar. Von „Türkei ist einfach billiger“ bis „In Spanien will uns wegen der mitreis(s)enden Fans keiner“ war irgendwie alles dabei, wenn man versuchte, Gründe für die erneute Wahl des eher ungeliebten Ziels zu finden. Aber die Entscheidung hat der Verein eben getroffen und nach kurzer Überlegung entschied sich unsere Gruppe, die Reise wieder mit anzutreten. Ob das eine gute Idee war und was die Woche so zu bieten hatte, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Während Hansa selbst erst am Sonntag anreisen sollte, ging es für uns schon einen Tag vorher los. Vom Treffpunkt am Hauptbahnhof sollte es überpünktlich in Richtung Flughafen gehen. „Überpünktlich“ ist dabei eigentlich übertrieben, denn im Grunde genommen waren wir schlicht viel zu früh da. Während sich einige die Zeit mit Kartenspielen oder dem Erstellen hoch komplexer Instagram Storys vertrieben, betätigten sich andere da eher… nennen wir es mal „handwerklich“.

Die Tatsache, dass das Bier irgendwie das mit Abstand günstigste Getränk am Flughafen war, trug nicht wirklich zu einem bewussten Verzehr bei. Auch die Ansage einer Mitarbeiterin der Airline hinterließ nur wenig Eindruck bei den Betroffenen. Wobei man das so auch wieder nicht sagen kann, denn immerhin wurde der Spruch „Der Pilot will das nicht!“ zur standardmäßigen Antwort auf alles, was in der nächsten Woche noch kommen sollte.

In Antalya angekommen ging es mit dem VIP-Bus in Richtung Hotel. Sehr zur Freude von Uschi und ihren Eltern, die wohl lange die Hoffnung hatten, einen entspannten Start in den Urlaub zu verbringen. Da hatten sie die Rechnung nur leider ohne unsere Reisegruppe und vor allem ohne unseren Reiseleiter gemacht, der dem Busfahrer erstmal klarmachte, dass die Horde nach dem Flug reichlich unterhopft war. Tatsächlich hielt der Fahrer dann auch irgendwo mitten auf der Autobahn an, um ein paar Dosen zu holen. Der Traum von „TUI gibt einen aus“ war dann aber relativ schnell ausgeträumt, als der gute Mann für fünf Dosen knappe 20 Euro haben wollte. Da bist du noch gar nicht richtig angekommen und wirst schon das erste Mal übern Tisch gezogen. Na Halleluja.

Im Hotel wurde man dann statt auf die Zimmer erstmal zum Abendessen geschickt. Danach wurden dann nach etwas längerem Hin und Her die Zimmer bezogen, was insbesondere für die Leute in den Bungalows erstmal ein Erlebnis darstellen sollte. Aufgrund der Größe und der Tatsache, dass es stockfinster war und man die Anlage einfach nicht kannte, war das Ganze Gelände erstmal ein riesiger Irrgarten, den es am nächsten Tag zu erkunden galt. Fürs Erste ließ man den Tag aber an der Bar bzw. in der hoteleigenen Disko ausklingen, wo einige dann noch das Tanzbein schwingen konnten und so quasi unter den Einheimischen gar nicht mehr auffielen. Das einzige, woran man in dem schlechten Licht unterscheiden konnte zwischen „Der weiß, was er macht und wozu er da gerade tanzt“ und „Dreht der da ne Glühbirne rein, oder was?“ waren im Prinzip die kurzen Hosen bzw. Jogginghosen, durch die sich die zweite Gruppe eindeutig von der Erstgenannten abhob.

Am Tag darauf ließ man es zunächst ruhig angehen. Die Tatsache, dass die Mannschaft erst am Nachmittag ankommen sollte, verschaffte uns einen freien Vormittag, den wir intensiv zur Erkundung des Hotelgeländes nutzten. Was uns dabei entgegenkam war ein Bombenwetter, das wir so aus dem letzten Jahr eigentlich nur vom letzten Tag kannten. Nach einem guten Frühstück und der Beflaggung der Balkone galt es vor allem, durch den Wirrwarr an Bungalows den kürzesten Weg in Richtung Haupthaus zu finden. Da unsere Gruppe fast ausschließlich aus Berlinern bzw. dort wohnenden bestand, lag es nah, den Gebäuden Namen von Berliner Stadtteilen zu geben. Da wäre zum einen das Haupthaus, welches durch ein erstmal nicht allzu schönes hohes Gebäude auffiel und für die nächsten Tage Marzahn getauft wurde. Links vom Hotel, standen sauber aufgereiht die Bungalows. Während sich einige mit kleinen Zimmern in Lichtenberg zufrieden gaben, hauten andere mit ihren fetten Buden draußen in Spandau ganz schön auf die Kacke. Begrenzt wurde das Gelände von einer weiteren Reihe Bungalows. Aber die waren so weit draußen, dass das schon tiefstes Brandenburg war. Um mal eine Vorstellung zu bekommen, wie weit das war: Wenn man morgens von dort aus zum Frühstück im Haupthaus gehen will, sollte man sich von dort aus auf jeden Fall was zu Essen für unterwegs mitnehmen.

Zurück zum Hotel: Dieses hatte zur Überraschung aller Anwesenden sogar einen Zoo zu bieten. Inwiefern die Art und Weise der Haltung dort im Sinne der Tiere war, ist jedoch äußerst fraglich. Das Highlight des Rundgangs wartete dann am Kinderpool bzw. an den Rutschen. Ein gewagtes Antesten mit dem Fuß ergab zur Freude der Mitgereisten, dass die Pools nicht nur in Betrieb, sondern auch beheizt waren. Das Programm für die Zeit zwischen Mittagessen und Ankunft der Mannschaft stand also fest. Nachdem sich dann ordentlich ausgetobt wurde, ging es am späten Nachmittag gemeinsam mit weiteren Fans, die sich ebenfalls in diesem Hotel eingebucht hatten, in Richtung des Mannschaftshotels. Dort angekommen war man sich nicht ganz sicher, ob man jetzt wirklich seine Mannschaft ins Trainingslager begleitet hat oder nicht doch aus Versehen zum Auswärtsspiel nach Magdeburg gefahren ist. Wobei man sagen muss, dass die örtliche Polis nicht durch Masse, sondern durch Klasse glänzte. 

Irgendwann erreichten dann auch die Busse mit der Mannschaft und den mitgereisten Sponsoren das Hotel. Dann war es das aber erstmal mit der Euphorie. Kein Zugang zum Hotelgelände für uns. Das war die Ansage vor Ort und auch der Wille des Hotels, der schon durch den Verein im Vorfeld der Reise, wenn auch nur unterschwellig, klar wurde. Es folgte ein geordneter Rückzug, um zu einem späteren Zeitpunkt einen erneuten Versuch zu starten. Aufgrund des Verhandlungsgeschicks derjenigen, die das vor Ort in die Hand nahmen und der Tatsache, dass nicht das Hotel uns, sondern vor allem wir Fans dem Hotel einen riesigen Vertrauensvorschuss entgegenbrachten, führte dann doch zur Klärung der Situation.

Man konnte sich also den Rest des ersten Trainings ansehen und überlegte schon, ob das wirklich eine gute Idee war. Thema war anscheinend Spielverlagerung, zumindest konnte man das nur hoffen, wenn man zugeschaut hat. Aber sowohl die langen Bälle auf den eigenen Mitspieler, als auch die Torabschlüsse fanden nicht mal ansatzweise ihr Ziel. Wir haben es einfach mal auf die oft zitierten „Reisestrapazen“ geschoben und sind ohne zu murren zurück ins Hotel und auf kürzestem Weg in Richtung Buffet verschwunden.

Nachdem das bis dahin alles Urlaub war, sollte es dann am nächsten Morgen richtig losgehen. Früh aufstehen, sich darüber aufregen, dass die sogenannten Profis nicht ordentlich trainieren, Mittagessen, Mittagsschläfchen, Nachmittagstraining und so weiter und so weiter. Am Morgen des zweiten Tages kam aber endlich das gewohnte Wetter zum Vorschein und so wurde das Training am Morgen abgesagt. Schade, dass man im Urlaub nicht um 7:30 aufstehen kann, sondern einfach bis 12 Uhr im Bett liegen muss. So Schade. Nachmittags standen Spiele auf kleinem Feld auf dem Programm. In meiner Notiz, die ich mir zu dem Tag gemacht hab, steht hinter dem Training nur ein Wort: Katastrophe! Ich lass das einfach mal unkommentiert im Raum stehen.


Der Abend im Hotel verlief dann gemessen an der Anzahl Hansafans, die sich inzwischen dort befand recht ruhig. Da es wohl trotzdem die eine oder andere Beschwerde von anderen Gästen gab (wobei ich immer noch der Meinung bin, dass es die nicht gab, sondern sich das Management des Hotels einfach pissig angestellt hat), gab es am Abend die erste Ansage zum Thema Verhalten, insbesondere an der Bar. Wenn man von den Unfällen wie der vermutlichen Alkoholvergiftung von einem aus unserer Gruppe oder dem Gerücht, dass ein Hansafan in der Lobby unter dem dort aufgestellten Weihnachtsbaum geschlafen haben soll einmal absieht, gab es eigentlich keinerlei Beanstandungen. Dachten wir zumindest.

Am nächsten Tag herrschte schon beim Frühstück vor dem Frühtraining eine eher angespannte Stimmung. Gerüchte über einen Rausschmiss machten die Runde. Vor und während des Frühtrainings wurde dann allen klar, dass die Situation ziemlich ernst war, auch wenn die Frage „Wie groß ist eigentlich dein Bett?“ an die Leute aus dem Mannschaftshotel immer noch mit einem Augenzwinkern gestellt wurde. Das Training wurde so fast zur Nebensache, denn danach sollte das Gespräch mit dem Hotel anstehen. Aufgrund der Umstände wurde dann das gemeinsame Bild der Fans aus dem Hotel vorverlegt.

Am Nachmittag stand dann das erste Testspiel auf dem Plan. Vor der Abfahrt der Taxikolonne stand noch die „Auswertung“ des Gesprächs mit dem Hotel an, aus dem vor allem ein Zettel mit einer schriftlich verfassten „allerletzten Chance“ hervorging. Grob zusammengefasst hieß es ungefähr:

– Russen und Polen sind schon schlimm, aber ihr toppt das alles nochmal.

– Wenn die Polizei nochmal kommen muss, fahren die nicht ohne euch wieder zurück.

– Eigentlich wollten wir euch in ein anderes Hotel abschieben, aber da wollte euch auch keiner (warum nur?).

Dazu folgte noch der Hinweis, dass ab Donnerstag der Zutritt zum Gelände des Mannschaftshotels gestrichen wird, weil sich Galatasaray dort angekündigt hatte und die komischerweise keinen Bock auf uns hatten. Auf jeden Fall haben die Leute, die dort vor Ort die Verantwortung übernommen haben, ein dickes Fell bewiesen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür. Zum Testspiel selbst weiß ich gar nicht mehr so viel, nur dass es ganz schön neblig war, geregnet hat ohne Ende und der eine Ordner geschaut hat, wie der eine Emoji bei Whatsapp.

Der Abend war dann, wohl aufgrund der Zitterpartie um den Verbleib im Hotel, recht ruhig, viele lagen relativ zeitig im Nest und die Disko war ohne uns irgendwie auch fast menschenleer. Wenn man dachte, dass es nach den bisherigen Auftritten der Polizei und dem Beinahe-Rausschmiss am Tag zuvor nicht mehr schlimmer kommen konnte, so wurde man am Tag darauf eines Besseren belehrt… und zwar mit Anlauf.


Mit guter Laune und kurzen Hosen (nach zwei Tagen Dauerregen schien endlich wieder die Sonne und es war auch gleich gut warm) machten wir uns auf den Weg in Richtung des letztjährigen Mannschaftshotels, wo das Testspiel gegen Bern auf dem Programm stand. Was dort abging, übertraf dann irgendwie alles, was vorher im Hotel die Runde gemacht hat. Es gab quasi eine Dreifachkontrolle, bei der erst die Taschen kontrolliert und sämtliche Getränke abgenommen wurden (auch verschlossene Wasserflaschen). Danach folgte eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen. Und das ist nicht übertrieben. Ich denke, Bilder sagen an dieser Stelle mehr als Worte: „Bilder sagen mehr als Worte“ dachte sich wohl auch die Polizei und der Sicherheitsdienst und zogen eifrig Leute raus, die es sich erlaubten, die Zustände am Einlass zu fotografieren. Mit Hilfe des Dolmetschers und entschlossener Reaktionen konnte man dann erreichen, dass dieser Sachverhalt mit dem Löschen der Bilder erledigt war. Nur nochmal nebenbei: Wir reden hier von einem Testspiel im Trainingslager. Mit Sponsoren vielleicht 250 Leute von Hansa, keinerlei Fans von Bern.


Reichlich angefressen wurde der Bereich vor der kleinen Tribüne beflaggt und so langsam erklärte sich auch, warum man keine Getränke mit reinnehmen durfte. Sowohl das Bier, als auch die 0,5 Liter Wasser wurden dort für 5 Euro verkauft. Egal wie übertrieben und willkürlich auch das Verhalten des Sicherheitsdienstes war: Man spielte mit. Einfach um sich und den Verein nicht wieder in Schwierigkeiten zu bringen, sich schlicht nicht provozieren zu lassen. Man war wirklich gewillt, sich dem Verein zuliebe an die dort scheinbar geltenden Spielregeln zu halten. Aber wenn diese Spielregeln dann in willkürlichen Machtgehabe umschwenkt, dann ist irgendwann auch Feierabend! Die unsäglichen Einlasskontrollen waren das Eine. Okay. Das plötzliche Verbot Fahnen aufzuhängen. Okay. Das Verbot im Gang zu stehen. Okay. Das Verbot überhaupt irgendwo zu stehen. Okay. Aber wenn dann irgendwann scheinbar die bloße Anwesenheit verboten ist, dann ist einfach Schluss. Mit der Aufforderung „AUFSTEHN! AUFSTEHN!“ zeigte man den Pappnasen vor Ort noch in der ersten Halbzeit ziemlich eindrucksvoll, was man von ihnen und ihrem bescheuerten Gehabe hielt.


Das Ganze wiederholte sich dann in der zweiten Halbzeit. Mit den Worten „So! Wir haben jetzt 85 Minuten lang gemacht, was die wollen. Das machen wir jetzt nicht mehr! Wir zeigen denen jetzt nochmal die letzten Minuten, wer wir sind!“ wurden nicht nur die Fans, sondern auch die anwesenden Sponsoren aufgeweckt. Nachdem dann kurz ernsthafter Support stattfand, wurde die Mannschaft mit Klassikern wie „Und ihr wollt Schweizer Meister sein?“ und „Die Nummer 1 der Schweiz sind wir!“ wieder in ihr Hotel verabschiedet.

Am nächsten Tag, der für unsere Gruppe auch der letzte sein sollte, stand das gemeinsame Foto mit der Mannschaft an. Zum generellen Eindruck, den die Mannschaft gegenüber den Fans vor Ort gemacht hat, wurde glaube ich genug gesagt und sich genug aufgeregt, von daher spare ich mir mal weitere Ausführungen dazu.


Als im Vorfeld der Termin für das Bild feststand (Ja, bei Hansa braucht man dafür nämlich einen Termin), machten erste Angebote die Runde. Ich sag an der Stelle nur „Zehn Euro für den, der das Zebra fürs Mannschaftsbild aus dem Zoo mitbringt!“. So viel sei verraten: Die Zehn Euro haben leider nicht den Besitzer gewechselt.

Im Anschluss an das große Foto nutzten dann auch einige Gruppen die Gelegenheit mit ihren Banden bzw. mit einzelnen Spielern Fotos zu machen. So auch wir. Ich weiß, dass ich hier eh schon wieder viel zu viel geschrieben habe, aber an dieser Stelle muss ich noch kurz was loswerden. Ich bin noch nicht lange in Berlin und will auch gar nicht behaupten, dass ich die Leute dort kenne und so weiter. Viele habe ich erst ein bisschen besser kennengelernt, als wir im letzten Jahr zusammen im Trainingslager waren. Was mich aber bei den Fahrten und erst Recht beim Trainingslager echt beeindruckt hat, war die Tatsache, dass unser Olli für jeden Spaß zu haben war. Beim Quiz und beim Bingo hat er Dynamo quasi im Alleingang nackig gemacht. Er war trotz des Altersunterschieds bei jedem Quatsch dabei, auch wenn man ihn manchmal ein bisschen schubsen musste. Und auch, wenn wir ihn allzu gerne aufgezogen haben mit seinen kleinen Geschichten, für die er gesorgt hat. Wie er seine komplette Parfümsammlung und 20 Feuerzeuge am Flughafen in Schönefeld abgeben musste, weil er sie im Handgepäck hatte und dabei meinte „Als ich vor 20 Jahren das letzte Mal geflogen bin, war das noch erlaubt!“. Oder wie er in der Nacht vor der falschen Tür stand und sich wunderte, warum dieses verflixte Ding nicht aufgehen wollte. Auf all das mussten wir in diesem Jahr verzichten, weil Olli gesundheitlich nicht in der Lage war.

Um ihn trotzdem irgendwie bei uns zu haben, wurde auf den letzten Drücker eine Bande organisiert, sodass Olli zumindest optisch immer dabei sein konnte. Mit dieser Bande und seinem Lieblingsspieler Paul Wiese entstand dann noch ein kleines Bild, welches wir ihm per WhatsApp zukommen ließen. Wir alle können nur erahnen, wie sehr er sich in dem Moment gefreut haben muss.

Der letzte Nachmittag wurde dann noch halbwegs entspannt bei wieder einmal feinstem Wetter in der Sonne verbracht, bevor später dann ein Testspiel auf unserem Hotelgelände stattfinden sollte, zu dem wir uns einfach mal selbst eingeladen hatten. Die Mannschaft, mit der wir uns, großzügig wie wir sind, das Hotel geteilt haben, spielte gegen eine andere türkische Mannschaft, deren Namen bis heute noch nie ein Mensch schreiben, geschweige denn fehlerfrei aussprechen konnte. Wie das Spiel ausging und wer da wann was gemacht hat, weiß ich gar nicht mehr genau. Das einzige, was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass Hansa und seine Fans sich nun auch beim Vorletzten der ersten türkischen Liga einen Namen gemacht haben.

Mit einem letzten gemeinsamen Bild und dem einen oder anderen Getränk ließ man den Abend dann in Ruhe ausklingen, ehe es ans Packen und am nächsten Morgen in Richtung Heimat ging.

An der Stelle wird es wohl Zeit für ein Fazit, das leider (oder wie andere sagen würden: erwartungsgemäß) eher nüchtern ausfällt. Klar, hatten wir viele spaßige Momente und haben wieder viel gelacht, aber die Zustände vor Ort werden Jahr für Jahr schlimmer. Man war sich mit anderen Fans vor Ort einig, dass ein weiteres Mal Türkei ausfällt. Unterstützung hin oder her, aber auf türkischen Knast hat dann doch keiner so wirklich Bock.

Aber wenn ihr hier tatsächlich knapp 3.000 Wörter gelesen habt, dann sollt ihr natürlich nicht mit diesem Mimimi verabschiedet werden. Deshalb möchte ich hier das sehr schöne Fazit eines Mitreisenden zum Abschluss des Berichts verwenden: „Was hab ich hier ne Woche lang gemacht? Pommes und Burger gefressen, mehr Alkohol als Wasser getrunken und in der ganzen Woche vielleicht acht Stunden geschlafen. Soll mir nochmal einer was von Urlaub erzählen! Nen Boot Camp ist das hier!“

In diesem Sinne:

Hansa bleibt groß!
 Und ihr bitte gesund!

Noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache:

Viele von euch verfolgen in den sozialen Medien die Geschichten rund um Hansa und seine Fans und wissen wahrscheinlich schon, dass Olli inzwischen nicht mehr unter uns ist. An dieser Stelle habe ich eine kleine Bitte: Die Beerdigung und alles, was damit verbunden ist, stellt eine enorme Belastung für die Familie von Olli dar. Durch Versteigerungen und Spenden ist schon ein ordentlicher Betrag zur Unterstützung der Familie zusammengekommen, der aber noch lange nicht reicht, um die Kosten zu decken. Solltet ihr also trotz der aktuellen Umstände den einen oder anderen Euro übrighaben oder vielleicht etwas, das wir mit Hilfe von großen bzw. bekannten Seiten in den sozialen Netzwerken versteigern können, dann würdet ihr der Familie von Olli einen großen Gefallen tun. Falls also jemand was übrig hat, schreibt mich einfach hier oder auf den bekannten Wegen an. Ich gebe euch dann die Daten.

Bericht: Mia B.

Fotos: Mia B., privat, Hansa-Fans

> zur turus-Fotostrecke: F.C. Hansa Rostock

 

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