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Alte Herren-Spiel in Kröbeln: Wenn zum Abschied die Pyro in der Schubkarre kommt

 
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MB 17 Juni 2019
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„Kröbeln - ein Dorf in Südbrandenburg stellt sich vor“, heißt es auf der Webseite von Kröbeln. Bereits zur späten Bronzezeit gab es dort ganz in der Nähe einen Burgwall als Flieh- oder Schutzburg. Später nutzten diesen Burgwall germanische und slawische Stämme. Der Ort als solches wurde im Jahre 1289 urkundlich das erste Mal erwähnt. Am Nikolaustag 1993 wurde Kröbeln in die südbrandenburgische Stadt Bad Liebenwerda eingemeindet. Soweit dazu, um Kröbeln im Geiste überhaupt verorten zu können. Im Ort ansässig ist die Sportgemeinschaft Kröbeln, die sich vor allem mit ihren Frauenteams einen Namen machen konnte. So wurde beispielsweise im Februar 1999 das Frauenteam als „Mannschaft des Jahres 1999 im Elbe-Elster-Kreis“ ausgezeichnet.

Und bei den Männern? Bei diesen gab es in den letzten Jahren nur die „Alten Herren“. 2010/11 gab es wohl einen Versuch eine Herrenmannschaft ins Leben zu rufen, da bei fussball.de ein paar Freundschaftsspiele aufgeführt wurden. In der Saison darauf gab es nur die Alten Herren, die D-Junioren und die Frauen. In der zurückliegenden Spielzeit blieben nur die besagten Alten Herren übrig, die in der SBB Altliga West spielten. In dieser waren SV Deutsche Eiche Kraupa, SV Wacker Reichenhain, VfB Herzberg 68, MSV Fichtenberg, SV Hirschfeld, SV Lok Uebigau und VfB Hohenleipisch 1912 die Gegner. Letztgenannter war am vergangenen Freitagabend zu Gast auf dem Sportplatz Kröbeln. 

57 Zuschauer hatten sich eingefunden. Gut möglich, dass es das letzte Spiel der Alten Herren war. Aktuelle Informationen sind auf der Webseite (dort gab es die letzten Einträge 2012/13) oder gar auf Facebook nicht zu finden. Mobil gemacht hatten am Freitag rund 20 Fußballfreunde, die es noch einmal richtig krachen lassen wollten. Wenn schon, denn schon. Bekleidet mit einfarbigen blauen und weißen Kombis sowie weißen Theatermasken wurde das Pyro-Material mit einer Schubkarre zum Sportplatz gebracht.

Hinter einem Ultras Kröbeln-Banner wurde im Laufe des Spiels gezündet, was das Zeug hielt. Rote Fackeln, weiße Fackeln, weißer und blauer Rauch. Die gemalte Botschaft „Danke für die tolle Zeit“ dürfte ein klares Indiz dafür sein, dass die Alten Herren nun Geschichte sind. Immerhin, zum Abschied gab es einen 3:1-Sieg gegen den Tabellenzweiten VfB Hohenleipisch 1912. Die Treffer erzielten Uwe Grafe und Holger Preibisch (zwei Tore), den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 1:2 für die Gäste machte Maik Pflüger klar…

Fotos: Los Misenas

 

Spielergebnis:
3:1
Zuschauerzahl:
57

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G
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Wen interessiert das, ob das Cottbuser sind oder nicht?! Was soll damit gesagt werden??

J
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A
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Jop

Das sind Leute von Energie Cottbus.

J
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G
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Kritk

Leider wird in dem Artikel nicht kritisch darauf eingegangen, dass seit dem letzten Veröffentlichung eine neue Fahne gemalt werden musste, die letzte "Ultras Kröbeln" konnte wohl auf Druck des Vereins nicht mehr aufgehangen werden, da sie gleich in drei Punkten (SS-Totenkopf,Keltenkreuz und Wolfsangeln) gegen § 86a verstossen hat. Diesmal wurde mit einer anderen subtileren Aktion der Bezug zur rechten Szene geschlossen. Die im Artikel als "Theatermasken" bezeichnete Vermummung, wurde in vielen Videos zum Erkennungsmerkmal der Spreelichter, einer mittlerweile verbotenen Brandenburger Neo-Nazi Organisation. Durch die direkte örtliche Nähe ist eine Überschneidung quasi nicht auszuschließen.

D
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Wo gehen diese Leute denn sonst hin? Ich meine, da gab es ja jahrelang nur Alte Herren. ?

G
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Kann man die buchen?

©
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Irre
G
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