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Loksche vs. Zwigge: Versöhnlicher Saisonabschluss in Leipzig Probstheida
Bevor der Gastgeber aus Leipzig die bereits feststehenden zehn Abgänge verabschieden konnte, musste knapp eine halbe Stunde vor Spielbeginn die erste Schrecksekunde verdaut und aufgearbeitet werden. Relativ unbekümmert und unauffällig gelangen Zwickauer in den Innenbereich des Stadions und erbeuteten eine Fahne der Gegengerade. Wie viele Leute im Endeffekt beteiligt waren und wie viele Fahnen nun wirklich in Mitleidenschaft gezogen wurden konnte niemand so richtig nachweisen.
Fakt ist nur, dass eine der Fahnen definitiv wieder an die Besitzer übergeben wurde. Wie auch immer. Als Reaktion auf den Fahnenklau befanden sich zwischenzeitlich auch knapp 50-60 Leipziger auf dem Weg in Richtung des Gästeblockes. Die Polizei war allerdings ziemlich schnell vor Ort und klärte die Szenerie. Fahnendiebstähle zwischen Lok Leipzig und dem FSV Zwickau haben in Probstheida eine Vorgeschichte - Vor vielen vielen Jahren verloren die Schwäne aus Zwickau mehrere Fahnen beim Auswärtsspiel in Leipzig, diese wurden beim Hinspiel der laufenden Saison im Leipziger Block präsentiert.
Weitere optische Aktionen blieben im pickepackevollen Gästeblock allerdings aus. Stimmungstechnisch konnte man immer wieder mal ein paar Akzente setzen, blieb jetzt aber auch nicht großartig in Erinnerung. Auf der Heimseite gab eine Choreographie mit Konfettikanonen, Regenschirmen, Luftballons, Rauchbomben, Fahnen und weiteren optischen Elementen. Nett anzuschauen.
Auf dem grünen Geläuf hatte der Gastgeber aus Leipzig die Oberhand, dominierte die Partie von der ersten Minute an und hätte schlussendlich noch viel höher gewinnen müssen. Farid Abderrahmane verwandelte in der ersten Halbzeit einen Foulelfmeter, Luca Sirch setzte im zweiten Durchgang einen Freistoss ins Zwickauer Tor.
Aufgrund des verdienten Dreiers schieben sich die Leipziger an den Schwänen vorbei und belegen schlussendlich einen halbwegs versöhnlichen zehnten Tabellenplatz. Das sah zwischenzeitlich mal deutlich schlimmer aus. Für die Zwickauer endet hiermit auch eine Saison voller Höhen und Tiefen, man dürfte aufgrund der finanziellen Notlage zu Beginn der Saison allerdings doch eher positiv gestimmt sein. Mit dem Abstieg hatte der Verein eigentlich nie etwas zu tun.
Bericht & Fotos: Max W.