Rot-Weiss Essen: Nur „(Sport)Parkleuchten“ im Höhenberg, sonst nix von RWE auf der Schäl Sick

Rot-Weiss Essen: Nur „SportParkleuchten“ im Höhenberg, sonst nix von RWE auf der Schäl Sick

Was ein geschenkter Abend für Rot-Weiss Essen gestern im Kölner Sportpark Höhenberg. Für Fans, Mannschaft und mitgereisten Medienvertretern. Mit 2.500 Anhängern im Rücken sollte nun dann doch mal langsam mal der erste Dreier seit über drei Monaten bejubelt werden. Hoffnung machten die zuletzt phasenweise guten Auftritte des Teams von Christoph Dabrowski trotz Rückschlägen in den Schlussminuten (Verl, Duisburg) und auch die wieder genesenen Spieler. Aber was die Mannschaft gestern vor allem in der zweiten Halbzeit bei Viktoria Köln ablieferte brachte statt Freude in die Gesichter, Sorgenfalten auf die Stirn der Fans.

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An den Anhängern und deren Unterstützung lag es nicht. Die RWE-Fans lieferten auch in Köln mal wieder richtig gut ab und machten aus dem Sportpark ein lautstarkes Heimspiel (4.604 Zuschauer) untermalt von einer sehenswerten Pyroshow zu Beginn der zweiten Halbzeit: Über fast die gesamte Länge des Gästebereichs wurde Fackeln angerissen und ließen den Block in hellem roten Licht erstrahlen inklusive der Bäume der hinter dem Block angrenzenden Merheimer Heide, was dann schon etwas vom aktuell wieder stattfindenden Essener Parkleuchten hatte.





Aber auch die feurige Unterstützung kam nicht beim Team an. Gespielt wurde zwar zügig mit direkten Passversuchen und man hatte in Halbzeit zwei nicht weniger als Viktoria Köln vom Spiel. Aber Viktoria spielte wenn auch nicht besser, dafür aber einfach abgezockter. Auch am Schiedsrichter lag es nicht, der wenig zu tun hatte und wenn dann seine strenge Linie fuhr. Gut die frühe gelbe Karte für Isiah Young in der fünften Spielminute für den Ball wegschlagen, obwohl er ihn nur minimal berührte war schon etwas überhart. Aber Regel ist Regel. Die Strafkarte hemmte Young dann in seinem weiteren Spiel irgendwie, aber der RWE-Trainer ließ ihn weiter gewähren. Ein Fehler wie sich später rausstellte. Nicht nur das Spiel wurde unkonzentrierter auch gab es für Young dann in der 68. Spielminute die Ampelkarte nach einem Foul.





Zu diesem Zeipunkt lag Essen verdientermaßen schon zurück. Rückkehrer Mike Wunderlich besorgte in der 50. Spielminute die 1:0 Führung für Köln. Das war abzusehen, hatte die Viktoria doch auch schon vorher sehr gute Chancen, spielte diese dann aber nicht gut aus. Und Essen? Rot-Weiss fiel überhaupt nicht auf. Zwei nennenswerte Kopfbälle gab man auf das gegnerische Tor ab, sonst verpufften die Angriffsversuche meistens an der Strafraumkante. RWE fehlt aktuell einfach ein richtiger Mittelstürmer. Simon Engelmann ist noch erkrankt.



Ron Berlinski konnte gestern diese Position nicht ausfüllen, aber auch aktuell sonst nicht. Er kann anrennen und „nerven“. Aber dieses ständige „nerven“ und unsportliche „lamentieren“ gegenüber den gegnerischen Spielern und Schiedsrichtern, nervt nicht nur die am Spiel Beteiligten und die gegnerischen Fans, nein inzwischen auch die eigenen Anhänger. Gestern gab es wieder ein bis zwei Situationen, die nichts mit Fußball zu tun haben und am Ende einfach nur peinlich sind: Überhaupt nicht vom Gegner berührt wälzte sich Berlinski am Boden, so dass das Spiel unterbrochen werden musste.

Wenige Augenblicke steht er grinsend auf und rennt weiter unkontrolliert an, meistens ist er dann aber einen Schritt zu spät und steht dabei oft sich selber und seinen Mitspielern im Weg. Als Reporter vom übertragenden Streamingdienst Magenta würde ich dem Ron beim nächsten Interview mal fragen, ob er die Fabel vom „Hirtenjungen und dem Wolf“ kennt. Denn wenn es viele Schauspieleinlagen gibt, dann wird der Schiedsrichter bei einer echten Foul-Situation sich zweimal überlegen zu pfeifen. Wie beim Heimspiel von Essen gegen Halle, wo ein Foul an Berlinski nicht geahndet wurde.



Am Ende lag es gestern natürlich nicht alleine an Ron Berlinski, sondern am ganzen Team. Einsatz war zu erkennen, aber Situationen wurden nicht gut umgesetzt. Ecken, Freistöße und Pässe: Alles verpuffte ohne Gefahr für den Gegner. Der Sieg für Viktoria Köln ging völlig in Ordnung. Viel Arbeit für das Essener Trainerteam. RWE muss sich nun zusammenraufen und dann versuchen am kommenden Sonntag gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund endlich erfolgreich zu punkten, am besten dreifach. Der letzte Heimsieg liegt nun auch schon fünf Monate zurück und die bislang trotz der negativen Resultate immer noch 100 Prozent unterstützenden Fans werden nun langsam ungehalten.

Fotos: (c) Bildagentur frontalvision.com

> turus Fotostrecke Rot-Weiss Essen

 

Stadionname:
  • Sportpark Höhenberg
Artikel wurde veröffentlicht am
14 Februar 2023
Spielergebnis:
1:0
Zuschauerzahl:
4.604
Gästefans
2500

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3. Liga

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