Union Berlin – Braunschweig: Heiß aufs Spiel? Knackig wurde es erst am Ende!

MB

Freitag, der 13. April. 13 Minuten vor Anpfiff hieß es im Gästeblock der Alten Försterei: „Heiß auf das Spiel!“ Hinter einem halb transparenten, blau-gelben Banner brachten die Fans von Eintracht Braunschweig reichlich Pyrotechnik zum Brennen. Etwas zu früh für manch einen Fotografen und auch einen Tick zu früh für die Polizei, die noch nicht sämtliche Kameras positioniert hatte. Bengalos bereits vor Spielbeginn? Das war nicht wirklich zu erwarten. Das Ausrollen des Spruchbandes ließ dann allerdings einiges vermuten. Und richtig: Die Fans machten sich warm für das mit Spannung erwartete Spiel.

Freitag, der 13. April. 13 Minuten vor Anpfiff hieß es im Gästeblock der Alten Försterei: „Heiß auf das Spiel!“ Hinter einem halb transparenten, blau-gelben Banner brachten die Fans von Eintracht Braunschweig reichlich Pyrotechnik zum Brennen. Etwas zu früh für manch einen Fotografen und auch einen Tick zu früh für die Polizei, die noch nicht sämtliche Kameras positioniert hatte. Bengalos bereits vor Spielbeginn? Das war nicht wirklich zu erwarten. Das Ausrollen des Spruchbandes ließ dann allerdings einiges vermuten. Und richtig: Die Fans machten sich warm für das mit Spannung erwartete Spiel.

BS

Polizeiliche Einsatzkräfte in Uniform und in zivil waren reichlich vor Ort. Im Vorfeld gab es die üblichen Munkeleien. Reisen befreundete Fans bzw. Ultras des 1. FC Magdeburg an? Oder mischen sich sogar Hooligans aus Berlin-Hohenschönhausen unter die Blau-Gelben? Unter den Freunden der dritten Halbzeit gibt es seit geraumer Zeit Kontakte zwischen der Braunschweiger Eintracht und dem BFC.

Nachdem im Gästeblock der Rauch der Bengalos verzogen war, zeigten auf der Waldseite die Ultras des Wuhlesyndikats ihr Können. „Das Wappen auf der Brust, weil das Herz weiß was du tun musst.“ Ein riesiges zweigeteiltes Spruchband am Dach und am Zaun. Dazu acht schwarz-weiße hochgezogene Spieler. Den Ball haltend. Lächelnd. Zum Himmel schauend. Einander den Arm über die Schulter gelegt. Eine Choreographie, die durchaus beeindruckend anzuschauen war.

Union

Und das Geschehen auf dem Rasen? Nur langsam kamen die Spieler in Betriebstemperatur. Um es gleich vorweg zu sagen: Hochklassiges gab es von der ersten bis zur letzten Minute nicht zu sehen. Ja, man kann durchaus der Meinung sein, dass die erste halbe Stunde zu den langweiligsten dieser Saison gehörte. Eine anfangs wirklich lahme Begegnung, und auch die Stimmung auf den Rängen war während der ersten Halbzeit weitaus schlechter als zuvor erwartet.

Union

Erst nach und nach legten zumindest die Eisernen ein Schippchen drauf. In der 29. Minute die erste richtig gute Möglichkeit der Hausherren. Gute Hereingabe von Kohlmann, doch Simon Terodde verpasste knapp. Fans und Mitspieler ärgerten sich noch über die vergebene Möglichkeit, da klingelte es bereits im Braunschweiger Gehäuse. Dieses Mal legte Chinedu Ede vor und Terodde brachte den Ball im Kasten unter. 1:0 für die Köpenicker.

Nicht wirklich dramatisches geschah nach dem Führungstreffer bis zum Pausentee, und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es wenig erfreuliches zu bewundern. Den Zuschauern blieb viel Zeit das Geschehen auf den Rängen zu beobachten. Gewiss, zu sehen gibt es immer etwas. Die neue Frisur eines alten Bekannten, ein schimpfender Sitz- oder Stehnachbar, was oder wen auch immer.

BS

Wer jedoch dachte, das Spiel würde über 90 Minuten dahinplätschern, der sah sich getäuscht. Da ging noch was. Die Eintracht wollte nun doch mal zeigen, was in ihr steckt. Nach dem satten Warnschuss von Dennis Kruppke in der 54. Minute legten die Braunschweiger einen Zahn zu. Während der letzten halben Stunde entwickelte sich dann doch noch eine richtig spannende Partie mit guten Möglichkeiten. Die Gäste ließen jedoch allerbeste Torchancen ungenutzt. Das 1:1 hätte fallen müssen, doch die Braunschweiger agierten schlichtweg zu unpräzise. Manch ein Eintracht-Fan raufte sich zurecht die Haare.

FCU

Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Union bereits in der 64. Minute die Möglichkeit hatte, mit einem zweiten Tor alles klar zu machen. In den letzten Minuten wurde es sogar richtig hitzig. Das Berliner Publikum zeigte sich recht unzufrieden mit dem Schiedsrichtergespann. Am Ende waren jedoch die Unioner die glücklicheren Fans des Abends. Knapp aber über die gesamte Spielzeit gesehen nicht unverdient brachten die Hausherren die drei Punkte in trockene Tücher. Hätten die Gäste so aufgedreht wie in der Schlussphase, wäre der Ausbau der Serie möglich gewesen. So gab es jedoch nach zehn ungeschlagenen Partien die erste Niederlage. Der Aufsteiger von der Hamburger Straße wird´s verschmerzen können, denn der Klassenerhalt konnte längst gesichert werden.

BS

Auf ein Wiedersehen in der Saison 2012/13, wenn es wieder heißt: Willkommen in der vielleicht knackigsten Ultrà-Liga aller Zeiten...

> zur turus-Fotostrecke: Eintracht Braunschweig

> zur turus-Fotostrecke: 1. FC Union Berlin

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