Brisantes Duell in der Europa League: Lech Poznan düst nach Litauen

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Lech Poznan

Beim Blick auf die dritte Runde der Europa League Qualifikation 2013/14 fällt eine Partie ganz besonders ins Auge: Vilniaus miesto futbolo draugija Zalgiris gegen KKS Lech Poznan. Kurz gesagt: Die Jungs aus der polnischen Stadt Posen düsen gen Osten in die litauische Hauptstadt Vilnius! Eine Konstellation, die es in sich hat! Zuletzt kam es im im März 2011 im Rahmen des Testspiels Litauen gegen Polen zu schweren Auseinandersetzungen, bei denen acht Fußballfans und ein litauischer Polizist verletzt und 60 Krawallsuchende festgenommen wurden. 

Lech & ArkaBeim Blick auf die dritte Runde der Europa League Qualifikation 2013/14 fällt eine Partie ganz besonders ins Auge: Vilniaus miesto futbolo draugija Zalgiris gegen KKS Lech Poznan. Kurz gesagt: Die Jungs aus der polnischen Stadt Posen düsen gen Osten in die litauische Hauptstadt Vilnius! Eine Konstellation, die es in sich hat! Zuletzt kam es im im März 2011 im Rahmen des Testspiels Litauen gegen Polen zu schweren Auseinandersetzungen, bei denen acht Fußballfans und ein litauischer Polizist verletzt und 60 Krawallsuchende festgenommen wurden. 

LegiaNoch derber zur Sache ging es knapp vier Jahre zuvor, als das UI-Cup-Spiel zwischen Vetra Vilnius und Legia Warschau beim Stand von 2:0 kurzerhand abgebrochen werden musste. Das Spielfeld wurde von polnischen Hooligans gestürmt, es kam zu handfesten Auseinandersetzungen mit den litauischen Einsatzkräften. Rund einhundert Personen wurden festgenommen, die Vorfälle ließen die Wogen vor allem bei Legia sehr hoch schlagen. Allerdings wurden damals auch massive Vorwürfe in Richtung der Ausrichter laut. So sollen die Einlasskontrollen viel zu lasch gewesen sein. Zudem berichteten polnische Fans von üblichen Provokationen im Umfeld des Stadions.

DublinSei wie es sei, eine zu lasche Absicherung der diesjährigen Partie zwischen VMFD Zalgiris und Lech Poznan wird es gewiss nicht geben. Zudem bleibt abzuwarten, ob überhaupt polnische Fußballfans nach Litauen reisen dürfen. Die sportlichen Fakten dieses Aufeinandertreffens der Vereine, die rund 750 Kilometer Straßenweg trennt: VMFD Zalgaris, das einst zu Sowjetzeiten als FK Dinamo, dann als FK Spartakas und später als FK Zalgiris antrat, konnte bisher dreimal (1991, 1992, 1999) den litauischen Meistertitel und siebenmal den litauischen Pokal (zuletzt 2012) holen. In der ersten Runde der diesjährigen Qualifikation konnte der irische Vertreter St Patrick´s Athletic mit 2:2 und 2:1 aus dem Wettbewerb gekegelt werden. Mit 2:0 und 1:1 konnte anschließend gegen den armenischen Verein FC Pjunik Jerewan die Oberhand behalten werden. Zu den beiden Heimspielen kamen jeweils rund 4.500 Fußballfreunde ins 5.300 Zuschauer fassende Lithuanian Football Federation Stadium.

LechKKS Lech Poznan wurde indes bisher sechsmal polnischer Meister (1983, 1984, 1990, 1992, 1993 und 2010) sowie fünfmal polnischer Pokalsieger (zuletzt 2009). Im UEFA-Pokal bzw. in der Europa League konnte in den Spielzeiten 2008/09 und 2010/11 jeweils das Sechzehntelfinale erreicht werden. 2009 war gegen Udinese Calcio (2:2 und 1:2) Schluss, 2011 scheiterte Lech Poznan denkbar knapp am portugiesischen Vertreter SC Braga (1:0 und 0:2). In der diesjährigen Qualifikation wurde die sportliche Aufgabe in der zweiten Runde problemlos gelöst. Mit 3:1 und 2:1 wurde der aus Finnland stammende FC Honka recht klar geschlagen.

LechWährend es Lech Poznan im Rahmen eines Pflichtspiels noch nie mit einem litauischen Vertreter zu tun hatte, spielte VMFD Zalgaris in der UEFA-Cup-Qualifikation 2000/2001 gegen eine Mannschaft aus Polen. Und siehe da: Im Hinspiel konnte VMFD Zalgaris das Team von Ruch Chorzow mit 2:1 schlagen. Im Rückspiel setzte es jedoch eine böse 0:6-Klatsche. Kurzum: Das Duell Zalgaris Vilnius gegen Lech Poznan wird es in sich haben. Eine gewisse Portion Reisefreudigkeit haben beide Fanseiten bereits in der laufenden Europapokalsaison zu Tage gelegt. So sorgten etliche litauische Fans im Richmond Park in Dublin für prima Stimmung. Nicht ganz so prima war jedoch die Stimmung unter den polnischen Fans am 18. Juli im finnischen Espoo. Eingepfercht in einem provisorischen Käfig aus Absperrgittern und Bauzäunen wurde recht bald die Luft ganz dick. Von den polizeilichen Einsatzkräften hineingesprühtes Pfefferspray tat sein übriges...

Fotos: Marco Bertram, Michael, Ricardo Lichtenfeld (Archivbilder), 

> zur turus-Fotostrecke: Fußball in Polen

 

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