Regionalliga Nordost: RB Leipzig bleibt ungeschlagen, Bambule in Magdeburg

MB Updated
FSV Zwickau

Zum ersten Mal seit Menschengedenken wurde für die Fans des FSV Zwickau ein Sonderzug eingesetzt. Das Ziel: Magdeburg. Red Kaos Ultrà Zwickau hatte im Vorfeld mächtig mobil gemacht. Immerhin 450 Fußballfreunde hatten sich am Samstag im Gästeblock des Stadions des 1. FC Magdeburg eingefunden. Unter ihnen waren 65 befreundete Fans von Dynamo Dresden und zehn vom ungarischen Verein Videoton FC. Somit waren ähnlich viele Fans vor Ort wie beim Auswärtsspiel bei RB Leipzig, als rund 500 Zwickauer für Stimmung in der Red Bull Arena gesorgt hatten.

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FCM vs. FSVZum ersten Mal seit Menschengedenken wurde für die Fans des FSV Zwickau ein Sonderzug eingesetzt. Das Ziel: Magdeburg. Red Kaos Ultrà Zwickau hatte im Vorfeld mächtig mobil gemacht. Immerhin 450 Fußballfreunde hatten sich am Samstag im Gästeblock des Stadions des 1. FC Magdeburg eingefunden. Unter ihnen waren 65 befreundete Fans von Dynamo Dresden und zehn vom ungarischen Verein Videoton FC. Somit waren ähnlich viele Fans vor Ort wie beim Auswärtsspiel bei RB Leipzig, als rund 500 Zwickauer für Stimmung in der Red Bull Arena gesorgt hatten.

FCMWährend es für die Magdeburger rein sportlich betrachtet um rein gar nichts mehr ging, hätte der FSV Zwickau im Fall einer zeitgleichen Niederlage des FC Carl Zeiss Jena immerhin Vizemeister der Regionalliga Nordost werden können – und das als Aufsteiger! RB Leipzig war indes längst durch, für die Leipziger ging es beim Auswärtsspiel beim Berliner AK allein darum, sich in Hinblick auf das kommende Spiel gegen Sportfreunde Lotte nicht zu verletzen und die weiße Weste zu wahren.

FCM - FSVMit lautem Knall enterte in Magdeburg die von den Dresdnern unterstützte Zwickauer Reisegesellschaft den Gästebereich. Als mehrere Leuchtkugeln in Richtung Magdeburger Anhängerschaft gefeuert wurden, hatten Ordner und Polizei zu tun. Auf der Gegengerade hatten sich – wie bereits beim Spiel gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig – zahlreiche durchaus schlagkräftige Magdeburger eingefunden. An der dortigen Nahtstelle kam es zu hitzigen Diskussionen, Rangeleien und Verbalgefechten mit den fix aufgestellten Polizisten. Die Atmosphäre war durchaus heiß, einige Magdeburger Anhänger rannten sogar quer über den Rasen, um den Ort des Geschehens zu erreichen. Nachdem Polizei und Ordner soweit alles im Griff hatten, konnte das Spiel mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen werden.

ZwickauWährend die erste Halbzeit phasenweise durchaus passabel war, flachte das Geschehen auf dem Rasen im Verlauf des Spiels immer weiter ab. Tore bekamen die insgesamt 4.278 Zuschauer nicht zu sehen, dafür jedoch hübsche Schalparaden in den jeweiligen Fanblöcken. Während es auf Magdeburger Seite im Bock U ein blau-weißes Schal-Meer gab, setzten die Gästefans eine Aktion mit Wendeschals um. Erst rot-weiß: „Nur der FSV“, im Anschluss dann ein in schwarz und gelb gehüllter Bock. Unter dem Red Kaos Banner zudem eine klare Ansage: Eine Faust, die das FCM-Logo zerschlägt. Präsentiert wurden außerdem ein paar Spruchbänder – „Seid froh, dass überhaupt mal was los ist!“, „Forza Videoton, auf geht´s Stabia, Hajra Dynamo!“, „(Block U) Only sing when are winning“ – sowie Pogo-Einlagen und ein am Boden abgebrannter Bengalo.

Berliner AKDa Hertha BSC II gegen die TSG Neustrelitz mit 3:1 gewinnen konnte, rutschte der 1. FC Magdeburg nach dem 0:0 noch auf den sechsten Platz ab. Der FSV Zwickau schloss die Saison mit einem hervorragenden Rang drei ab. Platz zwei sicherte sich der FC Carl Zeiss Jena, der am letzten Spieltag problemlos mit 4:1 beim FC Energie Cottbus II vor 289 Zuschauern im Stadion der Freundschaft gewinnen konnte. Die gesamte Saison ohne Niederlage konnte Spitzenreiter RB Leipzig über die Bühne bringen. Auch im Berliner Poststadion gingen die Roten Bullen nicht als Verlierer vom Platz. Vor 509 Zuschauern hatte Henrik Ernst die Gäste in der 39. Minute in Front gebracht, noch vor der Pause gelang dem Berliner AK 07 der Ausgleich. Torschütze war Nicolas Hebisch, der Anfang des Jahres vom SV Babelsberg 03 zum BAK gewechselt war. Am Ende blieb es beim 1:1. Auf Rang vier beenden die Berliner die Saison 2012/13.

Red Bull ArenaNoch längst nicht zu Ende ist die Saison für den ambitionierten Klub aus der Messestadt. Bereits am kommenden Mittwoch tritt RB Leipzig in der heimischen Arena gegen Sportfreunde Lotte an. Erwartet werden nicht nur insgesamt über 20.000 Zuschauer, vielmehr könnte es im Gästebereich einen überaus bunten Anblick geben. Etliche Fans anderer Vereine – vornehmlich Drittligisten – haben ihr Kommen angekündigt. Für Furore sorgt eine Facebook-Gruppe mit dem Aufruf „Getrennt in den Farben, vereint in der Sache. 29.05.2013 Zentralstadion. Alle in Block D. Sche** RB!!“ Bereits knapp 1.400 Zusagen gab es allein über diese Gemeinschaftsseite. Angekündigt haben sich neben den Fans von Lok Leipzig, Rot-Weiß Erfurt und des Halleschen FC unter anderen Anhänger des FC Hansa Rostock und von Arminia Bielefeld. Sogar aus Leverkusen haben ein paar Fans ihr Interesse an dieser Aktion bekundet. Geplant ist ein „Blocksturm“ fünf Minuten nach Anpfiff, anschließend sollen mitgebrachte A4-Zettel mit aufgedruckten Vereinslogos hochgehalten werden...

Fotos: Ricardo Lichtenfeld, Marco Bertram

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