KFC Uerdingen: Die Sportplatz / Acker Tour neigt sich dem Ende

Autor: K. Hoeft     veröffentlicht am 01 Mai 2017    
 
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Foto: K. Hoeft

Dahin gehen wo es weh tut: Sie kennen fast jede Ecke der Region zwischen Hönnepel-Niedermörmter und Kapellen-Erft. Seit zwei Jahren reisen die Fans des KFC Uerdingen von "Acker" zu "Sportplatz" in der Region Niederrhein. Was am Anfang vielleicht noch lustigen Touren waren, ist inzwischen im zweiten Jahr Oberliga Niederrhein ein ohne viel Emotionen zu absolvierendes Pflichtprogramm sowie beispielsweise gestern bei den Sportfreunden Baumberg.

Gespielt wurde nicht im heimischen Stadion des Aufsteigers, sondern aufgrund von Sicherheitsbestimmungen auf der örtlichen Bezirksportanlage gelegen an der Stadtgrenze zu Langenfeld am Rande eines Erdbeerfeldes (Grazer Straße in Monheim am Rhein). Die Sicherheitskräfte rechneten anscheinend mit Horden von Gewalttätern aus Krefeld, so dass der kleine Verein extra 40 Ordner anheuern musste und auch sonst einiges an Infrastruktur bereitstellen musste. Da wurde für den Sportplatz ein seperater Eingang für die Gästefans geschaffen und eine provisorische Trennung mittels eines Bauzauns ermöglicht.



Und wofür? Insgesamt kamen rund zahlende 450 Zuschauer, die die Zusatzkosten für den Sicherheitsaufwand mit ihrem Eintrittspreis bezahlten - gut die Hälfte unterstützten dabei den Gastverein. Der Heimverein hat sicherlich mit rund 600 auswärtigen Fans gerechnet, denn soviel Platz hat er für diese bereitgestellt. Zuletzt machten die Krefelder Fans unter anderem beim Spitzenspiel unter der Woche in Essen Schonnebeck den Gästeblock (700 Plätze) rappelvoll. Diesmal genoßen anscheinend einige lieber die letzte Aprilsonne, anstatt sich bei einem Sportplatzkick den ersten Sonnenbrand des Jahres zu holen.



Zu den "Ackern" der Region zählt die Bezirksportanlage Baumberg aber eher nicht: Gespielt wurde auf einem gepflegten Kunstrasenplatz der von einer breiten Aschebahn umrundet wird und dessen rote Asche sowohl Heim-, als auch Gästefans bei einem Windstoß ab und zu einnebelte. Während auf der Gästeseite ordentlich geflaggt wurde, gaben sich die "Baumberger Jungs" auf der Heimseite nicht direkt zu erkennen. Das Spiel lief trotzdem perfekt für die Heimmannschaft. Nach zehn Minuten klingelte es bereits im Tor der Gäste (Muhammet Ucar) - wenn auch stark abseitsverdächtig. Aufschwung für die Baumberger, die das Spiel bestimmten. Erst in der zweiten Hälfte kam der KFC Uerdingen und drehte das Spiel innerhalb von neun Minuten durch Denis Pozder.



Zwischendurch musste sich der Baumberger Torwart Daniel Schwabke ein paar Schmähgesänge der Krefelder Fans gefallen lassen (er spielte zuletzt in Krefeld) und machte in der Folge die eine oder andere Geste zur Schattenseite des Sportplatzes. Seine Kollegen antworteten auf dem Platz. In der 82. Spielminute fiel der Ausgleich (Robin Hömig) gleichzeitig der Endstand. Die Sportfreunde konnten damit zweimal in dieser Saison gegen den KFC Uerdingen punkten (Hinspiel 0:0).



Noch sind sechs Spieltage für den KFC Uerdingen und den ärgsten Konkurrenten um den Aufstieg in die Regionalliga West die SpVg Schonnebeck zu gehen. Der Vorsprung des KFC ist nach dem gestrigen Spiel wieder auf neun Punkte geschrumpft, sollte aber dennoch reichen, so dass in der kommenden Saison die Reise der Krefelder statt auf die Sportplätze der Region in die Stadien nach Aachen, Dortmund, Essen, Oberhausen, Wattenscheid oder Wuppertal gehen kann.

> zu den KFC Uerdingen Fotos

Inhalt über Klub(s):
Spielergebnis:
2:2
Zuschauerzahl:
450
Gästefans
225
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