Starke Leistung von Liane Lippert auf der dritten Etappe der Tour de Suisse Women

Starke Leistung von Liane Lippert auf der dritten Etappe der Tour de Suisse Women

 
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BM 21 Juni 2022

Nach dem Ende der Schweizer Rundfahrt für die Männer sind die Frauen noch zwei Tage in Aktion und stehen dabei noch vor großen Herausforderungen. Die dritte Etappe stand zu Beginn wieder unter dem Einfluß von Corona, das böse Virus wütete wie bei den Männern und sorgte für das Ausscheiden von zwei kompletten Teams. Es betraf das Team Andy Schleck – CP NVST - Immo Losch und das deutsche Team Ceratizit-WNT Pro Cycling, wo vereinzelte Fälle von Corona zu registrieren waren und daraufhin die gesamten Teams zur Aufgabe gezwungen wurden.

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Der Montag ging zunächst über 124,2 km von Vaduz nach Chur und galt in der Programmvorschau als mäßig bergige Etappe. Zwei fordernde Anstiege in Gais und über den St. Luzisteig mit einem weiteren fiesen Anstieg zum Ziel in Chur machten das Rennen schwer und spannend. „Ich fokussiere mich auf die heutige Etappe, die ich gern gewinnen möchte. Gestern beim Zeitfahren lief es nicht, meine Position auf dem Rad war nicht optimal, so dass ich keinen Druck aufs Pedal bekam und dann locker weiter gefahren bin“, so die Aussage von Liane Lippert vom Team DSM, die heute tatsächlich eine ganz starke Leistung bot, auch wenn der mögliche Sieg nicht realisiert werden konnte. Aber dazu später mehr.

 

Zunächst diktierten die Schweizerin Aline Seitz von Roland Cogeas Edelweiss Squad und die Niederländerin Nicole Steigenga vom Team Coop – Hitec Products als Ausreißer einige Zeit das Rennen, aber mehr als gut eine Minute ließ das Feld sie nicht weg. Danach dann eine Dreiergruppe in Front mit der starken Schweizerin Sina Frei von Swiss Cycling, der Norwegerin Stine Borgli von FDJ Nouvelle-Aquitaine Futuroscope und der Niederländerin Amber Kraak vom Team Jumbo-Visma, die sich bis 10 km vor dem Ziel an der Spitze behaupten konnten. Dann machte das Team DSM Tempo im Feld unter Führung der Niederländerin Floortje Mackaij und schließlich mussten zum Schlussanstieg nach Chur einige Fahrerinnen abreißen lassen, aber für die Entscheidung kamen noch 23 in Frage. 

 

Dann 3,3 km vor dem Ziel ein Sturz der Australierin Rachel Neylan vom Cofidis Women Team und auch Liane Lippert stürzte 2,9 km vor dem Ziel und schien keine Siegchance mehr zu haben. Aber sie kämpfte sich bravourös wieder an das Feld heran und als noch 300 Meter zu fahren waren, lag sie sogar in Führung. Was für eine Performance der sympathischen, 24-jährigen, gebürtigen Friedrichshafenerin, die dann allerdings noch die italienische Weltmeisterin Elisa Balsamo von Trek-Segafredo und die Französin Evita Muzic von FDJ Nouvelle-Aquitaine Futuroscope vorbeiziehen lassen musste.

 

Mit Reifenstärke hatte Elisa Balsamo die Nase am Ende knapp vorn vor der Französin. Für Liane Lippert reichte es dennoch zu einem hervorragenden dritten Platz und sie hätte beinahe ihre Aussage vor dem Rennen bestätigt. So kurz vor dem Ziel zu stürzen und dann in die Entscheidung noch einzugreifen, das war ein absolutes Highlight dieses Tages. Chapeau, Liane! Auch Clara Koppenburg, Teamgefährtin von Rachel Neylan, bot mit Platz 9 eine starke Leistung, während die Mitfavoritin  Jolanda Neff als Siebte bestplatzierte Schweizerin war. In der Gesamtwertung vor dem Schlusstag führt weiterhin die US-Amerikanerin Kristen Faulkner vom Team BikeExchange-Jayco, während sich Jolanda Neff auf Platz 5, Clara Koppenburg auf Platz 9 und Liane Lippert auf Platz 15 verbessern konnten. Ob ein Rückstand von 3:03 Minuten von Liane Lippert wettgemacht werden kann ist nahezu unmöglich, aber auf der letzten, der Königsetappe, die ihren Fähigkeiten entgegen kommen sollte, ist zumindest noch ein Tagessieg in Reichweite.

 

Hoffen wir auf ein spannendes Finale über 98,5 km von Chur nach Lantsch/Lenz, die als sogenannte Hochgebirgsetappe den Fahrerinnen noch einmal alles abverlangen wird. Der Wolfgangpass mit seinen 1.626 m nach 56,2 Kilometern und der Schlussanstieg ins Ziel in einer Höhe von 1.493 m könnte das Gesamtergebnis noch einmal kräftig durcheinander wirbeln. Die Mountainbike-Spezialistin Jolanda Neff mit einem Rückstand von nur 1:28 Minuten scheint dabei noch gute Siegchancen zu haben, die sie bestimmt versucht zu nutzen.

Bericht: Bernd Mülle

Fotos: Arne Mill / frontalvision.com

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