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Zwei Siege für das deutsche Team WNT-Rotor Pro Cycling sorgen für perfekten Saisonstart

 
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BM 02 April 2019
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Das mit deutscher Lizenz ausgestattete UCI-Frauenteam WNT-Rotor Pro Cycling hat im Februar und März in Spanien und Belgien bereits frühzeitig für Furore gesorgt! Zum 14-köpfigen Aufgebot des internatonal breit aufgestellten Teams mit Fahrerinnen aus sieben Nationen zählen mit Lisa Brennauer, Kathrin Hammes, Clara Koppenburg und Lea Lin Teutenberg auch vier aus Deutschland, von denen Clara Koppenburg bei der Setmana Ciclista Valenciana in Spanien schon Ende Februar Schlagzeilen machte. Sie gewann nicht nur die 3. Etappe der viertägigen Rundfahrt, sondern sie dominierte am Ende auch als Gesamtsiegerin die Rundfahrt und landete noch auf Platz 2 der Bergwertung. 

Zu diesem Zeitpunkt waren ihre Teamkameradinnen Kirsten Wild aus den Niederlanden sowie Lisa Brennauer noch auf der Bahn bei den Weltmeisterschaften in Pruszkow im Einsatz. Dort zeigte Kirsten Wild mit zwei Gold- und jeweils einer Silber- und Bronzemedaille ihr großes Können, als sie im Omnium und im Madison mit ihrer Landsmännin Amy Pieters siegte und auf Platz 2 im Scratch und Platz 3 im Punkterennen landete. Auch Lisa Brennauer überzeugte dort in der Einzelverfolgung mit dem Silberrang hinter der Australierin Ashlee Ankudinoff, bevor beide dann Mitte März die Ronde van Drenthe in den Niederlanden fuhren und danach auf Belgiens Straßen mit gewohnt starken Leistungen aufwarteten. 

Zunächst setzte Kirsten Wild ihre beeindruckende Erfolgsserie beim WorldTour-Rennen Driedaagse Brugge-De Panne fort, wo sie im Massenspurt nach 134,4 Kilometern ihre erst 20-jährige, aufstrebende Landsmännin Lorena Wiebes von Parkhotel Valkenburg und die Belgierin Lotte Kopecky von den Lotto Soudal Ladies auf die Plätze verwies. Im hektischen Finale mit kleineren Stürzen setzte sie, am Ende auf sich allein gestellt, alles auf eine Karte und behauptete sich souverän im Sprint. Vorab hatten ihre Teamkameradinnen Lisa Brennauer (34. mit 4 Sekunden Rückstand), die Niederländerin Claudia Koster (39., 8 Sekunden zurück) und die erst 19-jährige Lea Lin Teutenberg als 78. mit nur 20 Sekunden Rückstand gute Vorarbeit geleistet.

Das folgende WorldTour-Rennen Gent-Wevelgem über 136,8 Kilometer wurde erneut eine Beute der überragenden Kirsten Wild, die einmal mehr unterstrich, dass sie mit ihren 36 Jahren längst noch nicht zum alten Eisen gehört und die Radsportszene sowohl auf der Bahn als auch auf der Straße derzeit beherrscht. Eine Athletin mit unbändigem Siegeshunger, aber auch mit einem Team, das ihr die Erfolge glänzend vorbereitet. Erneut hatten Lorena Wiebes und die Italienerin Letizia Paternoster von Trek-Segafredo Women das Nachsehen, nachdem die starke Lisa Brennauer und weitere Teamkameradinnen wie die Italienerin Lara Vieceli oder die Österreicherin Sarah Rijkes den Sieg der niederländischen Topathletin glänzend vorbereitet hatten. 

Es war zunächst ein ruhiger Rennverlauf mit Tempoverschärfung an den Anstiegen Baseberg, Kemmelberg und Monteberg, ohne dass sich das Feld der 143 Starterinnen nennenswert reduzierte. Richtig Zug im Feld entwickelte sich etwa 60 Kilometer vor dem Ziel, als zunächst die Italienerin Anna Trevisi von Ale Cipollini und danach ihre deutsche Teamkameradin Romy Kasper das Weite suchten. Letztere fuhr etwa 30 Sekunden Vorsprung heraus, aber auch sie wurde wieder gestellt, um danach noch zu stürzen und weit abgeschlagen das Ziel zu erreichen. Der Kemmelberg und der Monteberg sorgten nach der zweiten Überquerung für eine Selektierung des Feldes, aus dem auf den letzten Kilometern noch einige Attacken lanciert wurden, die aber nicht zum Erfolg führten. Im folgenden Massenspurt von nicht weniger als 87 Fahrerinnen behielt Kirsten Wild die Übersicht und fuhr ihren zweiten Saisonsieg, den bereits vierten ihres Teams, ein. 

Von dieser Mannschaft, die von Sportdirektor Dirk Baldinger geleitet wird und ihren Sitz in Kempten/Bayern hat, wird man in der laufenden Saison noch einiges erwarten dürfen. Neben den bereits genannten Fahrerinnen sollten auch die Niederländerin Aafke Soet, die Spanierin Ane Santesteban, die Italienerin Erica Magnaldi und die Kanadierin Gabrielle Pilote-Fortin für den einen oder anderen Erfolg gut sein. Vervollständigt wird das Team von der Französin Laura Asencio und der Österreicherin Anna Badegruber. Bei den nächsten Rennen wird man sehen, wohin der Weg dieses am Anfang der Saison mit nicht weniger als zehn Neuzugängen enorm verstärkten Teams hinführt.  

Bericht: Bernd Mülle            

Fotos: Arne Mill

Inhalt der Neuigkeit:
Rennbericht
Radrennen-Art:
Straßenrennen
Name des Radrennens
Gent - Wevelgem
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