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Mal Butter bei die Fische: Was läuft rund beim Six Day Berlin – und was nicht!?

 
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MB 31 Januar 2019
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Uaaah, lecker Matjes und Bismarck! Vor drei Jahren gab es im Pressebereich der ÖVB Arena bei den Sixdays Bremen noch Fischbrötchen zu futtern. Frisch vom Nordsee-Kutter rauf auf die Schrippen! Diese belegten Brötchen waren dermaßen lecker, dass man sich glatt kugelrund futtern konnte. Im Folgejahr gab es jedoch eine neue Cateringfirma und die Fischbrötchen verschwanden vom Gedeck. Stattdessen gab es nun mitunter eine Hühnchensuppe zu essen, die rekordverdächtig genial mundete und glatt an die am Forsthaus im Briesetal vor den Toren Berlins erinnerte. So ist das nun mal, Dinge ändern sich. Zeiten ändern sich. Und auch Geschmack und Zeitgeist ändern sich – was ganz besonders beim Six Day Berlin deutlich wird. Nachdem die Madison Sports Group das Berliner Sechstagerennen übernommen hatte, änderte sich so einiges im Berliner Velodrom an der Landsberger Allee. Nachdem das Six Day Berlin 2019 erfolgreich über die Runden gegangen ist und das sportliche Geschehen prima von meinem Kollegen abgearbeitet wurde, ist es an der Zeit, noch einmal auf das gesamte Drumherum zu schauen. 

Bereits zum achten Mal in Folge war ich von  der ersten bis zur letzten Minute beim Berliner Sechstagerennen dabei. Mitunter hieß es nachts mit Arne wortwörtlich: Last men standing. Zum einen mussten die letzten Fotos bearbeitet und rausgeschickt werden, zum anderen war und ist ein Feierabendbierchen Pflicht, um wieder ein Stückweit runterzukommen und später überhaupt einschlafen zu können. Bei den Sixdays Bremen war ich indes viermal in Folge vor Ort in der ÖVB-Arena. Genug, um den einen oder anderen Vergleich zu ziehen. Da ich seit zig Jahren beruflich bei diversen Sportveranstaltungen (meist Fußball, aber eben auch Eishockey, Basketball und auch Radsport abseits der Sechstagerennen) auf Achse bin, ist der Blick ziemlich geschärft, was das Drumherum (inklusive Sicherheit, Logistik und Sicherheitsdienst), die Fans / Zuschauer und die Öffentlichkeitsarbeit betrifft. 

 

Um es vorweg zu nehmen: In Deutschland solch eine große Radsportveranstaltung erfolgreich auf die Beine zu stellen und durchzuziehen – dafür braucht es viel Herzblut, viel Knowhow und viel Durchsetzungskraft. In ganz Europa machten einige Sechstagerennen leider die Grätsche. Zürich, Köln, Dortmund. Hallenmiete, die nötigen Sponsoren, der Balanceakt zwischen Entertainment und Sport, die Zuschauerzahlen – das alles ist ganz gewiss nicht ohne. Umso mehr hatte ich kürzlich in Bremen den Hut gezogen. Die diesjährigen Sixdays waren wirklich gelungen. Die Mischung aus Radsport und Party war wieder perfekt. Auch ohne Mickie Krause, der dieses Jahr nicht in der ÖVB-Arena auftrat. Am Ende meines Fazit-Berichtes hatte ich geschrieben, dass die Sixdays Bremen die Latte recht hoch gelegt hatten und ich gespannt war, wie dieses Jahr das Six Day Berlin über die Bühne gehen wird. 

 

Die Ernüchterung des ersten Abends – am Donnerstag waren die Ränge des Berliner Velodroms recht karg gefüllt – sollte an Freitag und Samstag wieder verschwinden. Anders als im vergangenen Jahr ging es bei den Profis gleich am Donnerstagabend in die Vollen. Das kompakt gestaltete Sportprogramm wusste zu gefallen, an den kommenden beiden Abenden waren die Ränge voll und die Stimmung war um Längen besser als am Donnerstagabend. Viele werden sogleich den Finger heben und meinen, dass die Stimmung nicht mit der vor zehn Jahre vergleichbar sei. Dazu jedoch später mehr.

 

Heben wir erst einmal hervor: Die Nachwuchswettbewerbe nahmen im ersten Drittel des jeweiligen Abends einen angemessenen Rahmen ein. Da die Tore des Velodroms an den Abenden jeweils um 17 Uhr geöffnet wurden, fanden sämtliche (!) Nachwuchsrennen mit Publikum statt. Früher war es so, dass bereits die Jüngsten ihre Runden drehten und die Zuschauerränge noch leer waren, da sich erst später die Pforten öffneten. Sicherlich angenehm war auch, dass an den Abenden vor Mitternacht Schluss war. An Freitag und Samstag wäre es aus Sicht der Zuschauer gewiss kein Problem gewesen länger zu machen, doch Donnerstag, Montag und Dienstag war es von Vorteil, da somit auch zahlreiche Berufstätige noch bis zum Schluss bleiben konnten. Wobei am Dienstag auch zu früheren Zeiten aus rechtlichen und organisatorischen Gründen (es handelt sich schließlich um ein Sechstagerennen) vor null Uhr das Ganze beendet war. 

 

Ein letztes Steher- oder Derny-Rennen um ein Uhr nachts fand früher in der Regel vor bereits sehr geleerten Rängen statt. Das Programm war mitunter einfach zu lang, um das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute in der Halle zu halten. Viel Zeit „fraß“ unter anderen die „Parade die Asse“. Mein persönlicher Daumen ging eindeutig nach oben, nachdem diese abgeschafft wurde. Alles etwas mehr Schlag auf Schlag – für reine Show-Einlagen ist in Berlin einfach kein Platz. Für eine knackige Lichtshow zur Eröffnung sollte indes Zeit sein. In Bremen konnte sich diese in diesem Jahr wieder sehen lassen. Als ich auf der Bühne stand, um diese einmal komplett zu filmen, vibrierte der Boden bei den Klängen von Rammstein dermaßen, dass ich Mühe hatte, die Kamera still zu halten. Kurzum: Das haute richtig rein und sorgte immer wieder für Gänsehaut!

 

Und eben genau diese Gänsehaut kam früher beim Berliner Sechstagerennen auf, als Jahr für Jahr die wohlbekannten Melodie ertönte, die eben dazu gehörte wie der weltberühmte „Sportpalast-Walzer“. Man / frau hielt inne, die Kinder bekamen große Augen. Genau dieser Moment fehlt derzeit leider. Und wenn wir schon bei den Kindern sind, so machen wir sogleich den Sprung zum Familiensonntag. Nachdem an Freitag und Samstag sich das Ganze prima anfühlte, so blieb der Sonntagnachmittag irgendwie zwischen Baum und Borke. Nun ist es so, wenn man dort jeden Tag arbeitet, die Nacht von Samstag zu Sonntag eh verdammt kurz und man demzufolge ziemlich knülle ist, doch soll dies nicht der Grund sein, um zur Erkenntnis zu gelangen, dass der Funke am Familiensonntag leider nicht recht überspringen mochte. 

 

Bekanntlich wurde der Innenraum komplett neu gestaltet. Der VIP-Bereich wirkt um Längen nobler und moderner als früher, der restliche Bereich inklusive Fahrerlager wirkt aufgeräumter. Freie Sicht (auch Dank der neuen Scheiben an der Bahn) – und vom Innenraum aus können die Zuschauer einen Blick auf das Fahrerlager und die Bühne werfen. Ein absoluter Pluspunkt. Allerdings ist eben im für die Zuschauer verfügbaren Innenraum weitaus weniger Platz als früher. Was ganz klar bedeutet: Am Familiensonntag ist dort für die Kids weniger Platz zum Wuseln. Um diesen Tag für Familien attraktiver zu machen, müssen für die Kinder noch mehr Attraktionen geboten werden. In meinem privaten Umfeld blieben leider etliche Freunde mit ihren Sprösslingen am Sonntag der Veranstaltung fern. Nicht zuletzt mit der Begründung: „Dort gibt es ja nicht mal eine ansprechende Auswahl zu essen und zu trinken!“ Dies wurde sogar zu einer Art Kettenreaktion. Da ein Freund mit seinem Sohn nicht kam, konnte auch unser achtjähriger Sohn in diesem Jahr nicht kommen. Einer muss ja schließlich auf ihn aufpassen, während ich am Rechner sitze.

 

Ja, es schmerzt mich, weil genau diesbezüglich in Bremen das Ganze recht rund verlief. Es ist immer eine Wonne, staunende und strahlende Kinderaugen zu sehen. Ein Familientag muss einfach richtig „rein knallen“. Er muss sich einprägen. Er muss die Basis dafür bilden, dass später die, die jetzt noch Minis sind, auch als Jugendliche bzw. junge Erwachsene den Weg zur Arena bzw. zum Velodrom finden. Zuletzt war zudem der „Tag der Schulen“ bei den Sixdays Bremen ein voller Erfolg. Dieser Vormittag wurde von den örtlichen Schulen inzwischen richtig gut angenommen und zahlreiche Schulklassen strömten mit ihren Lehrern in die ÖVB-Arena. Der VIP-Bereich stand den Schülern offen. Gereicht wurden Mineralwasser und getrocknete Apfelscheiben. Zu sehen gab es drei Talkrunden sowie Wettbewerbe der U23 und der Sprinter und zwei Derny-Läufe. Kaum ein Schüler starrte gelangweilt auf sein Handy. Die Veranstaltung zog die Schüler voll in ihren Bann, zumal es auch die Lichtshow im vollen Umfang zu sehen gab.  

Ganz klar, so etwas müsste in Berlin auch eingeführt werden. Da sicherlich nicht Platz für sämtliche Schulen der Millionenstadt vorhanden ist, müssten sich Schulklassen vorher bewerben und vielleicht an einem witzigen Wettbewerb teilnehmen. Ist der Funke am „Tag der Schulen“ erst einmal übergesprungen, wird manch ein Schüler am Abend mit seinen Eltern wiederkommen. Wenn nicht im gleichen Jahr, dann eben ein, zwei Jahre später, wenn abends die Koje nicht mehr allzu zeitig wartet. 

 

Liebe geht durch den Mund, so sagt man. „Wo gibt es eigentlich die Bowle?“, „Gibt es echt nur Wurst, Brezeln und indische Speisen?“, „Die Preise sind aber echt gesalzen! Ein Bier für nen Fünfer – okay, zahlt man woanders mitunter auch. Aber die Preise für das Essen? Die gehen gar nicht!“ Dies sind ein paar O-Töne von Bekannten, die im Velodrom vorbeigeschaut hatten. „Wo kann man mit seinen Kumpels eigentlich mal beim Bierchen kurz gemütlich sitzen?“, fragte mich einer. Von einer Party ganz zu schweigen. Nun denn, Bremen ist nicht Berlin. Dass bei den Sixdays Bremen in den anliegenden Hallen der Bär steppt, dürfte bekannt sein. Dies machte und macht die Sixdays halt aus. Beim Berliner Sechstagerennen stand schon immer etwas mehr der eigentliche Sport im Vordergrund. Aber etwas mehr Party dürfte es schon sein, oder? Ein Bär darf doch nicht nur an der Weser steppen, sondern auch an der Spree. Hey, wir sind Hauptstadt. Party-Hauptstadt. So wird Berlin zumindest häufig beworben.

Die Macher in Bremen holten in meinen Augen zuletzt das Optimum raus. Und mit etwas Wehmut schauen sie nach Berlin. Mensch ja, ein richtiges Velodrom! Was für eine Halle! Was für Möglichkeiten! Gänsehaut, wenn 10.000 Zuschauer frenetisch jubeln, wenn Maximilian Levy und Roger Kluge voll in die Pedalen gehen! Die räumlichen Möglichkeiten sind in der Bremer ÖVB-Arena nun mal begrenzt. Dort darf man sich in die kürzere Bahn verlieben, die immer so schön brettert, wenn die Fahrer um die Kurven heizen. Alles ist näher, enger und familiärer. 

 

In Berlin darf indes eine Nummer größer gedacht werden. 250 Meter statt 166,6 Meter. Eine Halle, die nicht extra umgebaut werden muss. Alles ist maßgeschneidert. Nun gut, nörgeln kann jeder. Ich möchte Vorschläge bringen, weil ich mich über die Jahre in den Bahnradsport verliebt habe. Im Sprint einen Länderkampf zwischen Deutschland und Russland? Das hatte was! Kurzfristig musste ein französischer Sprinter für den verletzten Robert Förstemann einspringen. Aber okay, der Franzose wurde dann ja auch „eingedeutscht“. Länderteams bei den Profis? In meinen Augen auch eine prima Sache. Das polnische Team zeigte eine Sahneleistung und wäre fast aufs Podium gefahren. Da wäre es doch genial, wenn auch ein paar polnische Radsportfans dabei wären und für Stimmung sorgen würden. Über Verbände und Vereine könnte man Kontakte knüpfen und Fanclubs gezielt einladen nach Berlin.

Ebenso könnte man im Gastronomie-Bereich mehr das Ganze zum sportlichen Geschehen anpassen. Ein Sprint-Länderkampf zwischen Deutschland und Russland? Neben dem Currywurst-Stand könnte ein Stand mit Piroggen und Kartoschkas stehen. Neugierig machen und Europas Vielfalt präsentieren. Info-Stände und Catering-Stände aus den jeweiligen Ländern. Her mit den Getränken und Speisen aus Holland, Großbritannien, Belgien, Dänemark und Polen! 

 

Der Spagat müsste hinbekommen werden. Die langjährige Tradition des Berliner Sechstagerennens (der Hauch der 30er, 50er und 70er...), die moderne Marke der Six Day Serie und die große europäische Palette. Kurzum: Vom Sportlichen her sehe ich persönlich das Ganze schon ziemlich nahe am Optimum (außer, dass ich mir auch am Familiensonntag ein Steher-Rennen für die staunenden Kids gewünscht hätte), beim Drumherum ist noch ein wenig Luft nach oben. Allein auf das sportliche Geschehen auf der Bahn zu setzen, könnte in einer Stadt wie Berlin, die in allen Bereichen unglaublich viel zu bieten hat, auf Dauer eventuell nicht genügen. Zumal nicht garantiert werden kann, dass jedes Jahr Lokalmatadoren wie Roger Kluge und Theo Reinhardt (in Eisenhüttenstadt und Berlin geboren) bei den Jagden die Halle zum Kochen bringen und auf Rang eins fahren.

 

Um es allerdings noch einmal auf den Punkt zu bringen: Das sportliche Geschehen ist nun mal die Basis des Ganzen. Das zeitlich gestraffte Programm sagte sehr zu, und auch die Nachwuchsrennen bis runter zur U15 konnten sich wahrlich sehen lassen! Diesbezüglich ist für Nachwuchs gesorgt – und das ist das Wichtigste! Das polnische Bigos zum Futtern ist indes über Nacht zubereitet...

Bericht: Marco Bertram

Fotos: Arne Mill & Marco Bertram (Berlin und Bremen) 

> zur turus-Fotostrecke: Six Day Berlin 2019

Inhalt der Neuigkeit:
Rennbericht
Radrennen-Art:
Six Days
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Ich will die alte Atmosphäre zurück!!

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Noch charmant ausgedrückt! In Berlin gibt es noch viel zu tun, um langfristig die Radsportfans binden zu können.

Matthias

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Sehr gut!
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