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| Tatort Berlin: Mai-Krawalle, Polizeigewalt und Basketball - Fotos |
| Magazin - Gesellschaft |
| Geschrieben von: Ralf Schmahld |
| Samstag, 02. Mai 2009 um 07:44 |
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15:00 Uhr. Vor der O2-World Arena. Journalisten akkreditieren sich in einem Zelt für die Halbfinalspiele der Basketball Euroleague. Die Begegnungen ZSKA Moskau – FC Barcelona und Panathinaikos Athen – Olympiakos Piräus stehen auf dem Programm. Erste vereinzelte Fans sind auszumachen. 15:30 Uhr. 17:15 Uhr. S-Bahnhof Warschauer Straße. An einer legendären Currywurst-Bude nehmen spanische Fans einen Imbiss und ein paar Bier zu sich. Russische Fans fahren johlend mit einem Cabriolet vorbei und winken. 17:30 Uhr. An der O2-World ist mittlerweile reichlich Polizei vor Ort. Das Terrain ist aufgeteilt, damit die Panathinaikos- und Olympiakos-Anhänger nicht aneinander geraten können. Ein Ticket wird angeboten. Statt 390 soll es nur 350 Euro kosten. Es findet sich kein Interessent. Reisebusse fahren auf den Vorplatz. 17:45 Uhr. An der Panathinakos-Ecke laufen zwei Fans des Erzfeindes vorbei. Wüste Beschimpfungen auf Griechisch sind zu vernehmen. 18:30 Uhr. Oberbaumbrücke. Besprechung der dortigen polizeilichen Einsatzkräfte. Die Ruhe vor dem Sturm. Man bereitet sich vor. U-Bahnhof Kottbusser Tor. Die revolutionäre Mai-Demo hat sich auf dem Platz versammelt. Der erste Blick besagt: Es sind mehr als die Jahre zuvor. Viel mehr! 19:00 Uhr. An der Ecke Mariannenstraße / Reichenberger Straße wartet der Demonstrationszug auf den Beginn. Anspannung macht sich breit. 19:15 Uhr. Der Marsch beginnt. Vorne weg der schwarze Block. Es dauert nur wenige Minuten und es kommt das erste Mal zu Ausschreitungen. Früher als in den Jahren zuvor beginnt die Krawalle. Steine, Flaschen und Knallkörper fliegen in Richtung Polizei, die sich hinter ihren Fahrzeugen zurückzieht. Man spürt sofort: Das Aggressionspotential ist dieses Jahr besonders hoch. Ein bengalisches Feuer wird gezündet. Zahlreiche Männer und Frauen sind schwarz bekleidet und tragen schwarze Sonnenbrillen. 19:30 Uhr. An der Ecke Muskauer Straße / Manteuffelstraße kommt der Demonstrationszug zum Stehen. Wieder fliegen Steine und Flaschen. Behelmte Polizisten starten vereinzelte Gegenangriffe. Der Marsch geht weiter. Es wird rechts in die Eisenbahnstraße in Richtung Lausitzer Platz eingebogen. 19:50 Uhr. Der Demonstrationszug hält an der Skalitzer Straße. Es ist offen, was passieren wird. 20:00 Uhr. Ein großer Truck mit Bühne fährt voran. Es wird mit der Polizei verhandelt. Die Route soll gekürzt werden. Kommentare und Fotos 20:10 Uhr.
weiterer Artikel zum Thema 21:40 Uhr. Der U-Bahnhof Kottbusser Tor ist geschlossen. Zahlreiche Leute sind auf einer Zugangstreppe eingesperrt. Die Polizei räumt die Treppe und verscheucht die Leute. Angst macht sich breit. Der Abend verspricht ungemütlich zu bleiben. Einige Schaulustige suchen das Weite und ziehen sich in die Nebenstraßen zurück. Der Asphalt ist übersät mit Scherben und Pflastersteinen. 21:55 Uhr. U-Bahnhof Moritzplatz. Eine junge Frau zeigt ihren verbundenen Unterarm und erklärt anderen Passanten: „Ich sagte der Polizei: Ich will doch nur nach Hause. Dann schlugen sie einfach zu.“ 22:00 Uhr. S-Bahnhof Jannowitzbrücke. Der Bahnsteig ist menschenleer. Drei Polizisten klopfen bei der Bahnhofsaufsicht und meinen: „Mach mal uff, wir wollen nen Kaffee!“ 22:30 Uhr. weiterer Artikel zum Thema |
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