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Stammtisch Fußball in Deutschland 07 Mai 2020 17:17 #42805

Stammtisch Fußball in Deutschland 07 Mai 2020 17:13 #42803

Die Bundesliga kehrt ohne Freitagsspiel mit dem 26. Spieltag aus der Coronapause zurück. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) gab am heutigen Donnerstag bekannt, dass am Samstag, 16. Mai, nach rund neunwöchiger Pause der Ball in der Bundesliga und auch der 2. Bundesliga wieder rollen wird. Die Samstagskonferenzen am 16. und 23. Mai werden vom Pay-TV-Sender Sky im frei empfangbaren Fernsehen bei Sky Sport News HD gezeigt, ebenso am 17. und 24. Mai Mai die Konferenzen der Zweitligaspiele.

Der Deutsche Meister soll am Samstag, 27. Juni, gekürt werden. Die Entscheidungen in der 2. Bundesliga sollen, sofern es die Coronalage zulässt, wie gewohnt einen Tag darauf fallen, also am Sonntag, 28. Juni. Die Politik hatte am Mittwoch Grünes Licht für die Wiederaufnahme des Profifußballs geben.


www.dfb.de/news/detail/bundesliga-startet-am-16-mai-215370/

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Stammtisch Fußball in Deutschland 17 Apr 2020 00:16 #42778

Stellungnahme der deutschen Fanszenen zu bevorstehenden Geisterspielen

Quarantäne für den Fußball – Geisterspiele sind keine Lösung!

Die Frage, wann und in welcher Form wieder Profifußball gespielt werden darf, wurde in den vergangenen Tagen und Wochen viel diskutiert. In der nach wie vor teils unübersichtlichen gesellschaftlichen Situation wurden von verschiedenen Akteuren eine Vielzahl ethischer, epidemiologischer und anderer Argumente ins Feld geführt. Im Folgenden möchten wir uns, als bundesweiter Zusammenschluss der Fanszenen und mit Blick auf die DFL-Vollversammlung, zu dem Thema äußern:

Die Wiederaufnahme des Fußballs, auch in Form von Geisterspielen, ist in der aktuellen Situation nicht vertretbar – schon gar nicht unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Verantwortung. Eine baldige Fortsetzung der Saison wäre blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft und insbesondere all denjenigen, die sich in der Corona-Krise wirklich gesellschaftsdienlich engagieren. Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne.

Wir vertreten die klare Position, dass es keine Lex Bundesliga geben darf. Fußball hat in Deutschland eine herausgehobene Bedeutung, systemrelevant ist er jedoch ganz sicher nicht. Beschränkungen, die für vergleichbare Bereiche der Sport- und Unterhaltungsindustrie gelten, müssen auch im Fußball Anwendung finden. In einer Zeit, in der wir alle sehr massive Einschränkungen unserer Grundrechte im Sinne des Gemeinwohls hinnehmen, ist an einen Spielbetrieb der Bundesligen nicht zu denken. Wenn seit Wochen über einen Mangel an Kapazitäten bei CoVid-19-Tests berichtet wird, ist die Idee, Fußballspieler in einer extrem hohen Taktung auf das Virus zu untersuchen, schlicht absurd. Ganz zu schweigen von der Praxis eines Fußballspiels mit Zweikämpfen, eines normalen Trainingsbetriebes in Zeiten von Versammlungsverboten und eines gemeinsamen Verfolgens potenzieller Geisterspiele durch Fans.

Die Rede von gesellschaftlicher Verantwortung und Pläne für exklusive Testkontingente (über 20.000 Stück) für den Profifußball passen nicht zusammen. Wir verstehen, dass Vereinsfunktionäre durchaus rechtliche Verpflichtungen haben, im Sinne des finanziellen Wohls ihres Vereins zu handeln. In einer Situation jedoch, in der die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft vor enormen Herausforderungen stehen, ist es für uns nicht nachvollziehbar, dass offenbar sämtliche Bedenken hintenangestellt werden, wenn es darum geht, den Spielbetrieb möglichst lange aufrechtzuerhalten, bzw. erneut zu starten.

Ganz offensichtlich hat der Profifußball viel tieferliegende Probleme. Ein System, in das in den letzten Jahren Geldsummen jenseits der Vorstellungskraft vieler Menschen geflossen sind, steht innerhalb eines Monats vor dem Kollaps. Der Erhalt der Strukturen ist vollkommen vom Fluss der Fernsehgelder abhängig, die Vereine existieren nur noch in totaler Abhängigkeit von den Rechteinhabern.

Die Frage, weshalb es trotz aller Millionen keinerlei Nachhaltigkeit im Profifußball zu geben scheint, wie die Strukturen und Vereine in Zukunft robuster und krisensicherer gemacht werden können, wurde zumindest öffentlich noch von keinem Funktionär gestellt. Das einzig kommunizierte Ziel ist ein möglichst schnelles ,,Weiter so!‘‘, das jedoch lediglich einer überschaubaren Zahl an Beteiligten weiterhin überragende Einkünfte garantiert. Das Gerede von zigtausenden Jobs halten wir schlicht in den meisten Fällen für einen Vorwand, weiterhin exorbitante Millioneneinkünfte für wenige extreme Profiteure zu sichern. Dies zeigt sich auch in der absoluten Untätigkeit des DFB, im Hinblick auf den Fußball unterhalb der 2. Bundesliga. Dass Geisterspiele hier viel stärkere Folgen hätten, als in den Ligen der DFL, wird ausgeblendet. Hauptsache das „Premiumprodukt“ kann weiterexistieren. Hier wird der DFB seiner Rolle nicht nur nicht gerecht, er zeigt auch wiederholt, wessen Interessen er vertritt.

Seit Jahren fordern Fans Reformen für eine gerechtere Verteilung der TV-Einnahmen und kritisieren die mangelnde Solidarität zwischen großen und kleinen Vereinen. Wir weisen auf Finanzexzesse, mangelnde Rücklagenbildung und die teils erpresserische Rolle von Spielerberatern hin. Die Gefahr der Abhängigkeit von einzelnen großen Geldgebern haben wir anhand von Beispielen wie 1860 München, Carl Zeiss Jena und anderen immer wieder aufgezeigt.

Spätestens jetzt ist es aller höchste Zeit, dass sich Fußballfunktionäre ernsthaft mit diesen Punkten auseinandersetzen. Die jetzige Herausforderung ist auch eine Chance: Die Verbände sollten diese Krise als solche begreifen und die Strukturen des modernen Fußballs grundlegend verändern. Es ist höchste Zeit!

In diesem Zusammenhang fordern wir:
Der aktuelle Plan der DFL, den Spielbetrieb im Mai in Form von Geisterspielen wieder aufzunehmen, darf nicht umgesetzt werden. Wir maßen uns nicht an, zu entscheiden, ab wann der Ball wieder rollen darf. In einer Situation, in der sich der Fußball auf diese Weise so dermaßen vom Rest der Gesellschaft entkoppeln würde, darf es jedoch nicht passieren.
Eine sachliche Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage muss forciert und eine Abkehr vom blinden Retten der TV-Gelder vollzogen werden. Auch ein möglicher Abbruch der Saison darf kein Tabu sein, wenn die gesellschaftlichen Umstände es nicht anders zulassen. In diesem Fall sollten nicht nur Horrorszenarien in Form von drohenden Insolvenzen skizziert werden, sondern Lösungsmöglichkeiten in Form von Förderdarlehen, erweiterten Insolvenzfristen und anderen Kriseninstrumenten, denen sich auch die restliche Wirtschaft stellt, diskutiert werden.
Eine kommende Lösung muss maximal solidarisch sein. Es darf unter den Vereinen keine Krisengewinner- und verlier geben. Die Schere zwischen ,,groß‘‘ und ,,klein‘‘ darf nicht noch weiter auseinandergehen. Ausdrücklich schließen wir damit auch die Vereine der dritten Liga und der Regionalligen mit ein, für die Geisterspiele ohnehin keine Option sind.
Die Diskussion über grundlegende Reformen, um den Profifußball nachhaltiger und wirtschaftlich krisensicherer zu gestalten, muss jetzt beginnen. Sie darf nicht nur von Fans und Journalisten geführt werden, sondern ist die zentrale Aufgabe der Verantwortlichen der Clubs und Verbände. Strukturen und Vereine müssen auf einen finanziell und ideell sicheren Boden zurückgeholt werden. Dabei muss die 50+1-Regel weiterhin unberührt bleiben.
Die Phase einer von der restlichen Gesellschaft komplett entkoppelten Fußballwelt muss ein Ende haben!

Fanszenen Deutschlands im April 2020

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Stammtisch Fußball in Deutschland 08 Apr 2020 17:28 #42765

1989/90 marschierte die SG Dynamo Schwerin als Zweitligist ins FDGB-Pokalfinale, auf dem Weg dorthin wurden auf der Paulshöhe der 1. FC Magdeburg und der 1. FC Lok Leipzig aus dem Weg geräumt. Im Finale musste man sich der SG Dynamo Dresden denkbar knapp mit 1:2 geschlagen geben. Trotzdem durfte im Europapokal der Pokalsieger gespielt werden (Dresden wurde Meister), und in diesem traf der nun PSV Schwerin heißende Verein auf den FK Austria Wien. - 30 Jahre später soll es nun ein virtuelles Wiedersehen mit der Austria geben. Neben einer echten Eintrittskarte aus Papier gibt es auch schmucke T-Shirts. Mehr zu den denkwürdigen Partien vor 30 Jahren und der jetzigen Aktion:

www.turus.net/sport/fussball/10583-in-ve...austria-wien-an.html

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Stammtisch Fußball in Deutschland 31 Mär 2020 16:05 #42753

Der Beschluss auf der Mitgliederversammlung war nur noch Formsache: Die 36 Profiklubs haben wie erwartet die vom DFL-Präsidium empfohlene Ausweitung der Liga-Pause bis mindestens 30. April abgesegnet. Nach kicker-Informationen ist der Plan, am ersten Mai-Wochenende mit Geisterspielen wieder einzusteigen.


www.kicker.de/773106/artikel/bundesliga_...NtzhlFGuShd2MjvHZPrs

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Stammtisch Fußball in Deutschland 30 Mär 2020 14:34 #42750

Einkaufen mit Herz: Ultras des VFC Plauen helfen (29.03.2020) | Sport im Osten | MDR

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Stammtisch Fußball in Deutschland 16 Mär 2020 18:13 #42731

Freitag, der 13! Dolle Wurst. Ein Tag, der sich komplett surreal angefühlt hatte. Und das auch noch zum 10. Geburtstag des größeren Sohnes. Vor zehn Jahren sorgte er dafür, dass es nicht mit dem Sonderzug nach Cottbus ging. Und was war eigentlich am 13. März 2000? 1990? 1980? Nun denn, Zeit ist genügend da. Raus geht es nur noch punktuell. Fußball gibt es keinen. Die Kinder sind ab heute / morgen zu Hause. Zeit genug, um mal etwas weiter auszuholen. Folgender Bericht ist etappenweise in drei Tagen entstanden. Und klar, es wird auch in kommender Zeit immer wieder was bei uns zu lesen geben!
Bleibt gesund! Bleibt hoffnungsvoll! Gebt Euren Freunden und Familien Kraft! Der Osten bleibt stabil! Wir alle bleiben stabil! Sport frei!

www.turus.net/sport/fussball/10564-13-ma...surrealen-traum.html

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