THEMA: Kaum Zuschauer, wenig Relevanz: Regionalliga Bayern zu viel des Guten?

Kaum Zuschauer, wenig Relevanz: Regionalliga Bayern zu viel des Guten? 28 Okt 2013 15:52 #21523

  • Der Sepp
Der Artikel ist mir zu subjektiv geschrieben. Wenn mal objektiv die Zahlen betrachtet, kommt folgendes Bild heraus:

Zuschauerschnitt (Stand: 28.10.13):
- Nordost 1470 ( www.diefussballecke.de/liga4_nordost/index.php?seite=zuschauer )
- Nord 665 ( www.diefussballecke.de/liga4_nord/index.php?seite=zuschauer )
- West 1843 ( www.reviersport.de/fussball/regionalliga...-1314-zuschauer.html )
- Bayern 782 ( www.fupa.net/liga/regionalliga-bayern-5544/zuschauer.html )
- zu Südwest hab ich nichts gefunden

Hier sind also Bayern und Nord gleich schlecht.

Anzahl Zweitvertretungen:
- Nordost 2 von 16 -> 12,5 %
- Nord 6 von 18 -> 33,3 %
- West 6 von 19 -> 31,6 %
- Südwest 5 von 18 -> 27,8 %
- Bayern 6 von 18 -> 33,3 %

Bis auf den Nordosten bilden die Zweitvertretungen fast überall ein Drittel des Feldes ab.

Insofern erscheint es mir ungerechtfertigt der Regionalliga Bayern pauschal den schwarzen Peter zuzuschieben.

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Kaum Zuschauer, wenig Relevanz: Regionalliga Bayern zu viel des Guten? 10 Okt 2013 09:19 #21429

  • NRW Schalker
@ Bajuware:

Mach mal NRW nicht so klein:

1. Liga: 4
2. Liga: 5
3. Liga: 1 (BVB II mal nicht dazu gerechnet)

Ich bin auch für die Abschaffung der Relegation, egal auf welchem Weg. Als Schalker würde ich mich mal wieder auf ein Derby mit RWE freuen. Bezweifele es aber das ich es je sehen werde. Vielleicht meine Urenkel

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Kaum Zuschauer, wenig Relevanz: Regionalliga Bayern zu viel des Guten? 09 Okt 2013 16:48 #21428

  • Domi
Ähm aalen liegt in Baden-Würtemberg und darf daher nicht zu den Vereinen aus Bayern gezählt werden ;-)

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Kaum Zuschauer, wenig Relevanz: Regionalliga Bayern zu viel des Guten? 09 Okt 2013 15:05 #21427

  • Bajuware
Der Freistaat Bayern hat folgende Rennpferde im Geläuf:
Bayern München, FC Augsburg, 1. FC Nürnberg - allesamt 1. Liga.
1860 München, Greuther Fürth, FC Ingolstadt, VfR Aalen - allesamt 2. Liga.
SpVgg Unterhaching, Jahn Regensburg, Wacker Burghausen - allesamt 3. Liga.
Also spielen 10 bayerische Klubs in den drei Profiligen. Da hat der Mann wohl recht, dass die besten Klubs halt oberhalb der Regionalliga spielen.
Nochmal zum Mitschreiben: 10 der insgesamt 56 deutschen Profiklubs kommen aus Bayern. Da kann kaum ein anderes Bundesland mithalten. Und nun soll mal einer nochmals meckern! Ja, sag mal an, Mann.

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Kaum Zuschauer, wenig Relevanz: Regionalliga Bayern zu viel des Guten? 09 Okt 2013 13:01 #21424

  • Selten so gelacht BFV
Herr Müther, Sie meinen das tatsächlich Ernst?

"Man darf nicht vergessen, dass Bayerns Spitzenklubs und Zuschauermagneten fast sämtlich in den ersten drei Ligen spielen. "


Wer soll das denn sein?

Wacker Burghausen etwa? Der Klub schafft ja kaum 3.000 Zuschauer zu Hause, von auswärts wollen wir auch nicht reden.

Oder Jahn Regensburg etwa? Mit rund 3-4.000 Zuschauern?

Oder haben Sie schonmal Aalen oder Ingolstadt auswärts gesehen.

Keine Frage auch die wenigen Fans unterstützen ihre Klubs mit viel Herz und Leidenschaft (auch die wenigen Auswärtsfans), aber als Zuschauermagneten können die wohl kaum gelten. Zuschauermagneten sind der FC Bayern und 1860 München und für genau die ist die Regionalliga Süd ganz alleine gemacht, nämlich für deren Nachwuchsentwicklung und nicht für die Traditionsvereine mit Potential.

Weg mit dieser Regionalliga. Weg mit den zweiten Mannschaften kann es da nur heißen.

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Kaum Zuschauer, wenig Relevanz: Regionalliga Bayern zu viel des Guten? 09 Okt 2013 12:22 #21422

Sehr geehrter Herr Müther,

besten Dank für Ihre ausführliche Nachricht.
Dass in sportlicher Hinsicht in Bayern auch an der Basis hervorragender Fußball gezeigt wird, hatte ich bereits vor längerer Zeit in einem anderen Artikel positiv hervorgehoben. Ich war bei der Recherche zudem überrascht, wie dicht und groß das bayrische Ligensystem ist.
Für zahlreiche kleinere bayerische Vereine mag die neu geschaffene Regionalliga eine Art Champions League sein. doch auf der Strecke bleiben in der Tat ambitionierte Vereine wie Schweinfurt 05, etc.
Von Beginn an konnte es in ganz Deutschland niemand verstehen, weshalb Bayern eine eigene Regionalliga bekommt. Eine Regionalliga Süd und darunter eine Oberliga Bayern, dies wäre die vernünftigere Lösung gewesen. Für die größeren Vereine und ihre Fans die Möglichkeit, auch mal nach Stuttgart oder Ulm zu fahren, für kleinere Vereine die Möglichkeit, sich bayernweit in der Oberliga zu messen. Die Bayerische Amateurmeisterschaft könnte es ja so oder so geben.
Sei, wie es sei. Es wird Zeit, dass wir von turus.net in Kürze mal verstärkt bei Ihnen in Bayern vorbeischauen. Sicherlich war das "tote Hose" etwas überspitzt ausgedrückt. Wir von turus.net wissen in jedem Fall zu schätzen, was auch kleinere Vereine zu bieten haben.

Mit besten Grüßen

Marco Bertram
turus.net

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Kaum Zuschauer, wenig Relevanz: Regionalliga Bayern zu viel des Guten? 09 Okt 2013 12:07 #21421

  • Thomas Müther, BFV
Liebe Fußballfreunde,

ich möchte gerne ein paar Anmerkungen zur Regionalliga-Diskussion machen:

Bayern ist bei der Regionalliga-Reform nicht bevorzugt, sondern basierend auf Mannschafts- und Vereinszahlen genauso behandelt worden wie die vergleichbaren Landesteile im Norden, Osten und Westen. Baden-Württemberg und Hessen sind hingegen benachteiligt worden. Sie hätten für ihren Bereich auch eine eigene Liga verdient gehabt, das war damals auch Teil des bayerischen Vorschlags zur Ligareform.

Zu den Zuschauerzahlen: Natürlich wünschen wir uns noch mehr Zuschauer in der Regionalliga Bayern. Aber die Zuschauerzahlen können nicht das alleinige Kriterium sein, ob eine Ligastruktur richtig ist. Man darf nicht vergessen, dass Bayerns Spitzenklubs und Zuschauermagneten fast sämtlich in den ersten drei Ligen spielen. Insofern hinkt ein Zuschauervergleich mit den anderen Regionalligen. In der Regionalliga Bayern herrscht deswegen noch lange keine „tote Hose“. Wer Lust hat, kann sich bei „BFV.TV – Das Bayerische Fußballmagazin“ einmal die Spielzusammenfassungen ansehen ( www.bfv.tv ).

In der Regionalliga muss man grundsätzlich drei verschiedene Gruppen von Klubs zusammenführen, die ziemlich unterschiedlich sind und so das Ganze nicht gerade einfach machen. Das sind die Zweiten Mannschaften der Profiklubs, diese Teams gilt es zu integrieren, weil wir auch ein Interesse an der Elite-Nachwuchsförderung haben müssen. Dann gibt es in der Tat Vereine mit größeren Ambitionen, die sich auf der Durchreise in Richtung 3. Liga sehen. Besonders aus Sicht dieser Vereine ist die Aufstiegsregelung mit Relegationsmodus verständlicherweise nicht optimal, völlig klar. Für die größte Gruppe an Vereinen in der Regionalliga ist die Liga aber ihre ganz eigene „Champions League“. Diese Vereine können und wollen gar nicht noch weiter oben spielen. Jeder Verein muss doch für sich selbst entscheiden, welche Liga für ihn sportlich und wirtschaftlich machbar ist. Ziel der Regionalliga ist es, unterhalb der drei nationalen Profi-Ligen sportlich attraktiven und wirtschaftlich machbaren Amateurspitzenfußball zu organisieren. Für die allermeisten bayerischen Regionalligisten kommt ein Aufstieg in die 3. Liga aufgrund ihrer wirtschaftlichen und infrastrukturellen Gegebenheiten nicht in Betracht. Das ist aber kein Rückschlag für die Bedeutung der Regionalliga Bayern, sondern ein Sieg der Vernunft und eine realistische Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen. Damit die Liga gerade für diese Vereine aber attraktiv bleibt, gibt es die Bayerische Amateurmeisterschaft. Der Bayerische Amateurmeister, also die beste bayerische Amateurmannschaft der Regionalliga Bayern, bekommt einen lukrativen DFB-Pokal-Startplatz.

Die Regionalliga Bayern ist auch eine Liga, bei der sich Spieler und Trainer ins Schaufenster stellen und für Profivereine empfehlen können. Mehrere Spieler und Trainer haben diese Plattform bereits in der 1. Regionalliga-Saison genutzt. Das spricht durchaus für die sportliche Qualität der Regionalliga Bayern.

Thomas Müther, BFV

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