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THEMA: Krieg dem DFB (News und Aktionen)

Krieg dem DFB (News und Aktionen) 10 Sep 2017 19:00 #35119

KSC in Chemnitz


Krieg dem DFB (News und Aktionen) 11 Sep 2017 13:38 #35133

  • Eckis Avatar
  • Ecki
Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht. Das sind schon große Aktionen von der BL bis runter in die OL. Weiter so!!!!!

Krieg dem DFB (News und Aktionen) 13 Sep 2017 01:17 #35180

Unser Problem mit euch:
Veröffentlicht am 11. September 2017

Der erste Bundesligaspieltag war noch nicht angepfiffen, das erste Protestspruchband wurde noch nicht hochgehalten, da ging eine Meldung durch die Medienlandschaft, die als „große Überraschung“ von außen wahrgenommen wurde: Vorerst will der DFB alle Kollektivstrafen aussetzen. Was der DFB als großen Schritt in Richtung der aktiven Fanszenen verkaufen wollte, sollte in einem Rechtsstaat wie Deutschland eigentlich die Normalität darstellen. Die Fanszenen gingen unter anderem deshalb nicht auf dieses fadenscheinige „Friedensangebot“ ein. Stattdessen ging der deutschlandweite Protest weiter und wird auch weiterhin fortgesetzt. Willkürliche Re­pres­sa­lien, wie etwa Kollektivstrafen, sind nicht die Wurzel des Problems: Diese liegt in den grundlegenden Haltungen des DFBs, in seinen mafiösen Strukturen und den handelnden, korrupten Personen darin.

Der DFB wirbt bis heute unter anderem mit folgendem Satz auf seiner Homepage gegen Korruption: „So können sich Spieler, Trainer, Schiedsrichter, etc. bereits bei ersten Verdachtsmomenten Rat einholen und helfen, dass Manipulation, Korruption und Betrug im Fußball keine Chance haben.“ Im Gegensatz dazu stehen die Ermittlungen gegen den damaligen DFB-Vizepräsidenten Franz Beckenbauer zum „Sommermärchen 2006“, die bis heute anhalten. Im Juli 2000 sollen knapp 6,7 Millionen Euro an ominöse Quellen geflossen sein, um die WM im eigenen Land zu sichern. Der WM-Standort Deutschland setzte sich damals in Zürich mit 12:11 Stimme gegen Südafrika durch. Das Geld stammte vom Adidas-Vorstandsvorsitzenden Robert Louis-Dreyfus, der traditionell eng mit dem DFB verbunden ist und soll für den Kauf von vier asiatischen Fifa-Funktionären genutzt worden sein. Der DFB tarnte die Zahlung mit dem Vorwand „ein Kulturprojekt während der WM zu finanzieren.“ Dieses „Kulturprojekt“ fand niemals statt. Zwar sind die Korruptionsvorwürfe bis jetzt nicht zweifelsfrei bewiesen, jedoch stehen auch die WM-Vergaben nach Russland (2018) und nach Qatar (2022) unter starkem Korruptionsverdacht. Eine WM-Vergabe ohne finanzielle Mittel erscheint also kaum möglich. Geständnisse, Indizien und Belege des Stimmenkaufs – oder zumindest des Versuchs – gab es auch schon bei der Vergabe zur WM 1998 in Frankreich sowie zur WM 2010 in Südafrika. Der DFB und seine handelnden Personen spielten und spielen bei diesem Spiel fleißig mit.

Wer nun aber denkt, ein Korruptionsskandal würde nur auf internationaler Ebene stattfinden, der hat weit gefehlt. Der aktuelle DFB-Präsident Reinhard Grindel belastete im laufenden Verfahren zu den Korruptionsvorwürfen unwissentlich drei Funktionäre mit folgender Aussage: „Zu beklagen ist, dass man durch die Arbeit von Freshfields (vom DFB beauftragte Privatermittler) die Zahlungsflüsse der Bewerbung kenne, aber nicht den Grund, weshalb die 6,7 Millionen verlangt wurden, wofür sie am Ende eingesetzt wurden.“ Jener Reinhard Grindel war erst durch den Korruptionsskandal an seinen Posten gekommen, versuchte trotzdem, die belasteten Personen zu schützen und wurde Ende 2016 von einer Kommission bestätigt. Dies geschah ohne Gegenstimme oder Enthaltungen. Auch das 17-köpfige DFB-Präsidium, das sich komplett der Wiederwahl stellen musste, und 36 Positionen im DFB-Verbandsgericht sowie die fünf Mitglieder der neu geschaffenen Ethikkommission wurden an diesem Abend (wieder-)gewählt. Auf allen Positionen gab es keine Gegenkandidaten. Es liegt der Verdacht nahe, dass alle Personalien von vornherein festgelegt waren. Und das alles obwohl schwere Korruptionsvorwürfe im Raum stehen und offensichtlich von allen Personen in Amt und Würden wissentlich vertuscht und verschleiert werden sollen.

Das Symptom sind Kollektivstrafen, Sportgerichtsbarkeit oder auch eine missratene Regionalliga Struktur. Doch der Kern des Übels sind die handelnden Personen ohne jegliches Rückgrat, denen das Füllen des eigenen Portemonnaies und die eigene Karriere wichtiger sind, als ihre eigentlichen Aufgaben: Die Interessenvertretung aller Fußballvereine, Vereinsmitglieder sowie der Fans zu sein.

In diesem Sinne – Fick dich DFB

Kollektiv 71 – Kickers Offenbach

kollektiv71.org/2017/09/11/unser-problem-mit-euch/

Krieg dem DFB (News und Aktionen) 13 Sep 2017 16:31 #35186

Bestechung, Veruntreuung, Macht und Geldgier – Kampf der Korruption

In anderen Ländern ist der Kampf gegen mafiöse Strukturen höchst ehrenhaft - In Deutschland aber anscheinend nicht!

Die Mafia - Sagenumwoben, gefürchtet, brutal, aber irgendwie doch sozial den einfachen Leuten gegenüber. In ihrer ursprünglichen Form war sie eine Art Paralleljustiz im italienischen Sizilien des späten 19. Jahrhunderts. Der Don eines Clans sorgte mit seinen Männern für Ordnung, bestahl die Reichen und rebellierte gegen die Regierung in Rom, welche nichts für die Landbevölkerung tat. Im Laufe der Geschichte driftete sie jedoch immer weiter in kriminelle Strukturen ab. Während Hollywood davon ein romantisches Bild im Stil von „Goodfellas“ oder „Der Pate“ zeichnet, ist die Realität oft anders. Gangster fahren nicht mehr in dicken Autos durch die Gegend und beschießen sich gegenseitig. Nein, heute wird hinter den Kulissen das große Geld gemacht. Bestechungen, Schweizer Konten und undefinierbare Geldflüsse bestimmen das Bild. Dass solche Sachen in Deutschland passieren, davon geht man eher weniger, zumindest nicht sofort, aus. Dabei passierte das im großen Stile direkt vor unserer Nase, wenn auch im Verborgenen. Und währenddessen feierte ganz Deutschland, schminkte sich, betrank sich, sang zusammen im Chor und freute sich fahnenschwenkend über das größte Sportevent der Welt. Die Rede ist vom „Sommermärchen“, der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.

Der Verdacht

9.April 2017 - Der ehemalige DFB Präsident Theo Zwanziger erhebt erneut in der Öffentlichkeit Vorwürfe und Anschuldigungen, dass der Zuspruch für die WM im eigenen Land mit unlauteren Mitteln erworben wurde. [1]

Amerikanische und Schweizer Ermittlungsbehörden haben in den Jahren davor die FIFA, die Spitze des Weltfußballs, schon länger im Blick. In ihren Ermittlungen keimt der Verdacht auf, die Machenschaften der FIFA fallen unter den sogenannten RICO Act (Racketeer and Corrupt Influenced Organisation). Dieser Straftatbestand wurde in der Vergangenheit gebildet, um die Aktivitäten der „Cosa Nostra“, der italienischen Mafia in den USA, zu bekämpfen. Heute betrachten die Strafverfolgungsbehörden der USA die FIFA als korrupte Organisation im Sinne des RICO Act.[2] Undurchsichtige Deals bei der Vergabe der WM an Russland 2018 und Katar 2022 legten den Verdacht nahe, bei der vorangegangen WM-Vergabe 2006 wurde nicht ehrlich gearbeitet. Und da kommt der DFB ins Spiel. DFB-Funktionäre bekleiden auch in der FIFA hohe Ämter. Und Methoden die außerhalb des legalen und moralisch vertretbaren Rahmens liegen, die färben eben auch ab.

Prinzipiell ist in diesem gesamten Prozess und im Zuge der Ermittlungen nichts erwiesen. In Deutschland gilt die Unschuldsvermutung, doch die Logik und das gesunde Empfinden eines Menschen lassen einfach den Verdacht aufkommen, dass irgendetwas faul ist. Öffentlichen Anschuldigungen folgen Schlammschlachten in den Medien, es wird zurückgerudert, revidiert, geschwiegen oder nur ein kleiner Teil zugegeben.


Rückblick

Bereits 1993 gibt der damalige DFB Vize-Präsident Mayer-Vorfelder die deutsche Bewerbung für die WM 2006 ab. Um diese Bewerbung zu betreuen wird 1997 ein Komitee gebildet. In diesem Komitee vertreten sind Franz Beckenbauer (als WM-Botschafter für Deutschland), Wolfgang Niersbach (damals DFB-Pressesprecher), Egidius Braun (damals DFB-Präsident), Horst Schmidt (damals DFB-Generalsekretär), Gerhard Mayer-Vorfelder (damals Vize-Präsident).

Im Jahre 1998 prognostiziert die Universität Paderborn in einem Gutachten ein volkswirtschaftliches Umsatzplus in Milliardenhöhe im Falle einer WM in Deutschland. Die wirtschaftliche Legitimierung ist nun gegeben. Jetzt werden Verbündete gesucht. Daraufhin beschließen Braun und Mayer-Vorfelder zusammen mit dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder das „Bündnis für Fußball“, um alles Notwendige für die Kandidatur vorzubereiten.

Andere Bewerber für die WM 2006 sind England, Brasilien, Südafrika, Ägypten, Marokko, Nigeria und Ghana. Im Jahr 1999 kommt Bewegung in die Sache. Die FIFA fordert von allen Bewerbern eine Garantie auf Steuerbefreiung im Falle einer WM in ihrem Land. Ägypten, Nigeria und Ghana ziehen ihre Kandidatur zurück. Deutschlands damaliger Innenminister Schily stellt der FIFA eine Befreiung von der Ertragssteuer in Aussicht. Die Förderung für den Fußball betreibt man in Deutschland trotz damalig laufenden Sparpaketes, Hartz 4 und anderer Reformen weiterhin kräftig. Leipzig und Berlin bekommen Zuschüsse von jeweils 100 Millionen Mark, um die jeweiligen Stadien zu sanieren und zu modernisieren. [3] Man ist an einem Punkt angelangt, an dem man den Zuschlag erhalten muss. Auch damalige Politiker haben hoch gepokert.

Andere Bewerber treten nun Ihre Absichten ab. In Südafrika belasten mehrere Korruptionsskandale den Verband und werfen ein schlechtes Licht auf die Kandidatur. Beckenbauer, mittlerweile Präsident des Komitees für die Deutsche Bewerbung, bietet Südafrika Hilfe für eine Kandidatur für die WM 2010 an, wenn sie von Ihrer Bewerbung 2006 absehen. Doch Südafrika bleibt dabei. Die Südafrikaner einigen sich mit Brasilien. Die Brasilianer ziehen ihre Bewerbung zurück und stimmen bei der Wahl für Südafrika. Im Gegenzug sichert sich Brasilien die Stimmen der Afrikaner in der Wahl um die nächste WM 2010.

Den Ausrichter der WM wählt das FIFA-Exekutivkomitee. Dieses setzt sich aus Vertretern der Kontinentalverbände und dem FIFA-Präsidenten zusammen. Die UEFA stellt 8 Mitglieder, der afrikanische Verband CAF und der Asiatische Verband AFC jeweils 4, der südamerikanische Verband CONMEBOL und der Nord- und Zentralamerika/Karibik-Verband CONCACAF jeweils 3 und zu guter Letzt der Ozeanische Fußballverband 1 Mitglied. Insgesamt gibt es also 24 Stimmen.


06. Juli 2000

Im Juni 2000 kommt es zur Abstimmung. Deutschland gewinnt knapp gegen Südafrika. England und Marokko scheiden in Vorabstimmungen aus. Ausschlaggebender Punkt ist eine Enthaltung vom Vertreter aus Ozeanien, Charles Dempsey, der somit das Stimmenverhältnis 12:11 für Deutschland entscheidet. Die Stimmenverteilung in dieser Wahl ist mutmaßlich schon vorher festgelegt wurden. Für Deutschland stimmten angeblich alle 8 UEFA-Vertreter sowie die 4 Asiatischen Vertreter, also Summa summarum 12 Stimmen. Für Südafrika wird gemutmaßt, stimmten die 4 afrikanischen, die 3 Nord- und Zentralamerikanischen/Karibik-Vertreter, die 3 südamerikanischen Vertreter und der FIFA-Präsident Sepp Blatter, also in der Summe 11 Stimmen. Dazu sollte die Stimme von Ozeanien in Form vom Neuseeländer Dempsey kommen. Dieser wiedersetzte sich den Weisungen seines Verbandes. Hätte er für Südafrika gestimmt, stünde es 12:12 und der damalige FIFA-Präsident Blatter hätte per Stichwahl entschieden. Und dieser hätte für Südafrika gestimmt. Dempsey verließ den Abstimmungsort und meinte im Nachgang, es gäbe Getuschel bei Kollegen, er hätte Geld aus Südafrika angenommen. Dem wollte er mit einer Enthaltung begegnen. [4]

Doch so ehrbar der Neuseeländer war, desto korrumpierter waren die anderen Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees. In der gesamten Bestandszeit des Komitees kam es immer wieder zu nachweislichen Korruptionsvorfällen im Zusammenhang mit den wechselnden Mitgliedern. [5] Und auch bei der WM Vergabe 2006 sollen Schmiergelder geflossen sein. Und zwar von niemand geringerem, als dem Organisationskomitee der deutschen Bewerbung. Konkret geht es um die Bestechung der asiatischen Delegation. Drei Namen stehen dabei besonders im Mittelpunkt - Franz Beckenbauer, Mohamed Bin Hamman und Robert Louis Dreyfuss. Beckenbauer war Präsident des Organisationskomitees der WM 2006, Bin Hamman Mitglied des ASF (Asiatischer Verband) und beim FIFA Exekutivkomitee und stimmte somit direkt über die WM in Deutschland ab. Dreyfuss war Chef beim Firmenriesen Adidas, damals Ausrüster der DFB-Elf. Eine Reihe komplizierter Geldflüsse über Schweizer Konten spülten im Jahr 2002 sechs Millionen Schweizer Franken auf das Konto einer Firma in Katar. Besitzer dieser Firma war Bin Hamman. Ursprünglich kam das Geld von Konten, welche unter Beckenbauers Namen und dem seines Managers liefen. Dreyfuss überwies dann im August desselben Jahres 10 Millionen CHF auf ein Konto. Von diesem Konto flossen im September 6 Millionen Franken zurück zu Beckenbauer. Die restlichen 4 Millionen Franken gingen auf das Konto der Firma aus dem Katar.

Beckenbauer hatte seine Gelder wieder. Heute schweigt er zu den Vorfällen. Sein Manager ist inzwischen, ebenso wie Dreyfuss, verstorben. Bin Hamman wurde mittlerweile auf Lebenszeit von der FIFA für jede Funktion im Fußball gesperrt. [6] Die weiteren Geldflüsse der erhaltenen 10 Millionen Franken sind nicht zu verfolgen. Man kann jedoch vermuten, dass die 4 weiteren asiatischen Delegierten damit bestochen und ihre Stimmen gekauft wurden.

Dreyfuss stellte diese ungeheure Summe natürlich nicht umsonst zur Verfügung. Der DFB war ihm nun etwas schuldig. Es muss wohl ein Schuldschein existieren, auf dem handschriftlich vermerkt ist „vereinbartes Honorar für RLD“. 2005 wurde Dreyfuss das Geld zurückerstattet. 6,7 Millionen Euro flossen deklariert als Kulturbeitrag auf das Konto von Dreyfuss. [7] 6,7 Millionen Euro, die eigentlich gemeinnützig gebunden sein müssen, denn der DFB ist ein gemeinnütziger Verein. Der größte der Welt wohlbemerkt. Käme raus, dass die 6,7 Millionen Euro als Bestechungsgeld geflossen sind, dann können die hiesigen Steuerbehörden dem DFB die Gemeinnützigkeit über einen längeren Zeitraum rückwirkend aberkennen. Dies würde Nachzahlungen in beachtlicher Höhe nach sich ziehen, die dem deutschen Fußball einen schmerzhaften und ernsthaften Schaden zufügen würden.


Aufklärung? Fehlanzeige!

In der Aufklärung der Korruptionsaffäre beauftragte der DFB eine Anwaltskanzlei namens „Freshfields“. Ein Gutachten besagt, dass es keine Korruption gegeben habe, es sei jedoch nicht auszuschließen, dass Bestechungsgelder geflossen seien. Dieses nichts aussagende Gutachten kostete den DFB mehrere Millionen Euro. Man versuchte folglich nur, den eigenen Namen wiederherzustellen und ins rechte Licht zu rücken.
Dabei liegen die Fehler im Organisationskomitee für die WM 2006. Beckenbauer als Präsident leitete die Geldflüsse ein. Von Niersbach stammt anscheinend die handschriftliche Notiz auf dem Schuldschein für Dreyfuss. Später behauptet er, von allem nichts gewusst zu haben. Im Nachgang revidierte er das auf den Zeitraum vor 2005. Zwanziger unterschrieb als DFB Präsident 2006 die Steuererklärung des Verbandes für den Zeitraum, als Dreyfuss ausgezahlt wurde. Irgendwo hat jeder eine Aktie an der Schmiergeldaffäre, zugeben will es aber keiner und zeigt mit dem Finger auf andere.

Selbst 17 Jahre nach der gekauften Wahl sind die alten Praktiken immer noch in der DFB-Spitze zu spüren. Im Mai dieses Jahres stimmte der jetzige Präsident des DFB Reinhard Grindel für eine Neubesetzung des Ethikrates bei der FIFA. [8] Die früheren beiden Chef Ethiker des nun abgesetzten Ethikrates waren federführend in der Aufklärung des „Sommermärchenskandals“. Das ist auf jeden Fall ein Fingerzeig in die Richtung, in die man an der Spitze des DFB gehen möchte. Vertuschung statt lückenlose Aufklärung scheint die Devise zu sein.

www.ultras-dynamo.de/2017/09/12/bestechu...ampf-der-korruption/

Krieg dem DFB (News und Aktionen) 26 Sep 2017 22:06 #35296

"Wir werden bestraft, weil einer eine Ananas geklaut hat"
Der harte Kern der deutschen Fußballfans liegt gerade im Clinch mit dem DFB. Aber warum eigentlich? Wir haben die Vorsänger von Dynamo Dresden und Hertha BSC getroffen.

www.zeit.de/sport/2017-09/ultras-dfb-krieg-interview

Krieg dem DFB (News und Aktionen) 17 Okt 2017 20:57 #35424

Vor 5 Jahren: Erinnert Ihr Euch an die „Task Force Sicherheit“? Klingt nach einem Afghanistan-Einsatz. Wohl wahr. Ins Leben gerufen wurde jene bereits im November 2011 an einem Runden Tisch, an dem DFB, DFL und BMI saßen. Mitte Juli 2012 fand in Berlin die Sicherheitskonferenz statt. Aus Ihr wiederum resultierte das umstrittene Papier "Sicheres Stadionerlebnis". Im Herbst / Winter 2012 kam es dann zu umfangreichen Protesten in den Fankurven. Und 5 Jahre später? Hm ja. Ist man ein Schritt weiter? Und wenn ja, womit eigentlich? Mit dem finalen Schlag von DFB / DFL gegen Ultras / aktive Fankultur? Hier hoch einmal der Bericht vom 18.10.2012:

www.turus.net/sport/6977-sicheres-stadio...s-und-fankultur.html








Krieg dem DFB (News und Aktionen) 04 Nov 2017 22:30 #35535

Große Ehre für Prof. Dr. Gunter A. Pilz. Der renommierte Fanforscher, der den DFB seit mehr als 20 Jahren in zahlreichen Expertengruppen und Arbeitsgemeinschaften, die sich sowohl mit der Präventivarbeit mit Fans als auch mit der Sicherheit rund um Fußballstadien beschäftigen, unterstützt, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz (Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland) ausgezeichnet. Die Auszeichnung bekam der 72 Jahre alte Soziologe am Freitag bei einer Feierstunde im Rathaus Wathlingen aus den Händen von Klaus Wiswe, Landrat im niedersächischen Kreis Celle, verliehen.

"Sie haben große Teile Ihres Lebens in den Dienst der Gesellschaft gestellt", sagte Wiswe bei seiner Laudatio über den oft befragten Konflikt- und Gewaltforscher. "Als Landrat spreche ich Ihnen für Ihr langjähriges, ehrenamtliches Wirken zum Wohl der Allgemeinheit meinen besonderen Dank aus."

Bereits im April dieses Jahres war Pilz mit der Silbernen Ehrennadel des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) durch Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius geehrt worden. 2012 erhielt Pilz, der unter anderem auch als Berater für das Bundesministerium des Innern und den Europarat tätig war, den Ethikpreis des Deutschen Olympischen Sportbundes.
Vordenker mit einem Herz für Jazzmusik

Pilz gilt als Vordenker in den Bereichen Anti-Diskriminierung sowie Fairplay im Sport und erforscht komplexe Themen wie Aggressionen, Gewalt oder Fankultur. Seit 2012 als Leiter der Kompetenzgruppe "Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit" (KoFaS) an der Leibniz-Universität Hannover, wo er zudem zwischen 1978 und 2010 Akademischer Oberrat am Institut für Sportwissenschaften war. Die Erkenntnisse aus seiner Forschung bringt Pilz auch seit vielen Jahren in den verschiedensten Kommissionen des DFB ein.

Aktuell ist der Fan- und Konfliktforscher, der sich in seiner niedersächsischen Heimat auch für Jazzmusik und die musikalische Nachwuchsarbeit engagiert, Mitglied in den Kommissionen "Prävention, Sicherheit und Fußballkultur" und "Gesellschaftliche Verantwortung" sowie Beauftragter für gesellschaftliche Verantwortung und der Leiter der AG "Fairplay und Gewaltprävention".

www.dfb.de/news/detail/fanforscher-pilz-...8c0d48a98d77fbfe662a