Unter den insgesamt 18 Teams, die in der Regionalliga West antreten, sind gleich zehn Reserveteams der Profimannschaften, die alle um den Aufstieg in die dritte Liga spielen und so den Traditionsklubs wie den Wuppertaler SV oder Preussen Münster aufgrund des möglichen Einsatzes von Profis jegliche reele sportliche Chance nehmen. Dies Art der Unattraktivität und Wettbewerbsverzerrung ist nun wohl auch endlich bei den hohen Herren des Deutschen Fußballbundes durchgeklungen. Jedenfalls steht das Thema auf dem heute stattfindenen DFB-Bundestag auf der Tagesordnung, direkt nach der Wiederwahl von DFB-Präsident Zwanziger.
Unter den insgesamt 18 Teams, die in der Regionalliga West antreten, sind gleich zehn Reserveteams der Profimannschaften, die alle um den Aufstieg in die dritte Liga spielen und so den Traditionsklubs wie den Wuppertaler SV oder Preussen Münster aufgrund des möglichen Einsatzes von Profis jegliche reele sportliche Chance nehmen. Dies Art der Unattraktivität und Wettbewerbsverzerrung ist nun wohl auch endlich bei den hohen Herren des Deutschen Fußballbundes durchgeklungen. Jedenfalls steht das Thema auf dem heute stattfindenen DFB-Bundestag auf der Tagesordnung, direkt nach der Wiederwahl von DFB-Präsident Zwanziger.
Diskutiert werden sollen drei Anträge zur künftigen Gestaltung der Spielklasse unterhalb der 3. Liga ab der Saison 2012/2013. So spricht sich der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband für eine Beibehaltung der bisherigen Grundstruktur aus. Allerdings sollen zwei Staffeln nur aus ersten Mannschaften der Vereine zusammengesetzt und eine eigene Staffel mit den zweiten Mannschaften der Lizenzklubs gebildet werden. Diesen Ansatz unterstützen insgesamt 28 (nicht zweite) Mannschaften der Regionalliga, außer Red Bull Leipzig, die schon für die Profi-Spielklasse und somit auch für ihre zweite Mannschaft planen.
Der Bayerische Fußball-Verband plädiert dagegen für einen Wegfall der jetzigen dreigeteilten Regionalliga. Dieser Antrag sieht im Kern unterhalb der 3. Liga die Einführung einer achtgeteilten Oberliga unter Führung der Regional- und Landesverbände als neue vierte Spielklassenebene vor. Der dritte und für die Vereine wohl unattraktivste Plan kommt vom Ligaverband und sieht eine Beibehaltung der Regionalliga in ihrer bisherigen Anordnung vor, wobei die wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Kriterien für die Zulassung sowohl der ersten Mannschaften als auch zweiten Mannschaften der Lizenzvereine neu definiert und überprüft werden sollen.
Und für welche Richtung wird sich der DFB entscheiden? Wie in der Politik, so anscheinend auch im Sport: Die Interessensgruppe mit der größten Lobby entscheidet die Geschehnisse zu ihren Gunsten. So diskutierte der DFB (Medienberichten zufolge) mit Bundesligavertretern (u.a. Ligapräsident Reinhard Rauball) bereits im Vorfeld des Bundestages über einen Kompromiss, der vor allem den Profiteams entgegen kommen könnte: 8 Ligen. Die Amateure blieben in der Diskussion nach eigenen Angaben bisher aussen vor.
Bild: Fans von Nordost-Berlin auf der Fandemo 2010 – zur Fotostrecke