Zu soft oder zu hart? Auflagen für die Münchener Löwen

Beim Heimspiel des TSV 1860 München gegen Rot Weiss Ahlen am 8. Februar dieses Jahres platzte manch einem Löwen-Fan der Kragen. Zum einen ließ die sportliche Leistung die Hitze aufwallen, zum anderen ließ die Schiedsrichterleistung die Zornesadern anschwellen. Bereits während des Spiels wurde die Atmosphäre auf dem Rasen und den Rängen hitzig. Feuerzeuge flogen und auf dem Spielfeld wurde immer wieder mit dem Schiedsrichter Wingenbach diskutiert. Ahlen verteidigte die 1:0-Führung mit Mann und Maus und ging als Sieger vom Platz. Zwei aufgebrachte Fans stürmten das Spielfeld, einer von ihnen attackierte den Referee. Die Sache hatte nun ein Nachspiel: Das DFB-Sportgericht verhängte gravierende Strafen.
 

Beim Heimspiel des TSV 1860 München gegen Rot Weiss Ahlen am 8. Februar dieses Jahres platzte manch einem Löwen-Fan der Kragen. Zum einen ließ die sportliche Leistung die Hitze aufwallen, zum anderen ließ die Schiedsrichterleistung die Zornesadern anschwellen. Bereits während des Spiels wurde die Atmosphäre auf dem Rasen und den Rängen hitzig. Feuerzeuge flogen und auf dem Spielfeld wurde immer wieder mit dem Schiedsrichter Wingenbach diskutiert. Ahlen verteidigte die 1:0-Führung mit Mann und Maus und ging als Sieger vom Platz. Zwei aufgebrachte Fans stürmten das Spielfeld, einer von ihnen attackierte den Referee. Die Sache hatte nun ein Nachspiel: Das DFB-Sportgericht verhängte gravierende Strafen.
 
Die Heimspiele gegen den FC St. Pauli am 07. März 2010 und gegen den FSV Frankfurt am 21. März 2010 müssen unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Eine bloße Verhängung einer Geldstrafe reiche nicht mehr aus, so das DFB-Sportgericht bei der Urteilsbegründung.
Für die Begegnung gegen den FC St. Pauli dürfen maximal 25.000 Karten an die Fans des TSV 1860 München verkauft werden, der Kartenvorverkauf wurde bereits am Freitag, den 19. Februar beendet. Die Anhänger des FC St. Pauli dürfen das gewohnte Kontingent – 10% der gesamten Stadionkapazität – erwerben. So können 6.900 Hamburger Fans für ordentlich Stimmung in der Allianz-Arena sorgen. Doch Vorsicht, die Fans des FC St. Pauli dürfen die Tickets nur gegen Vorlage des Personalausweises und namentlicher Registrierung erwerben!
Für das Heimspiel gegen den FSV Frankfurt dürfen maximal 13.000 Karten an die Fans des TSV 1860 abgegeben werden. Die Frankfurter dürfen wie die Hamburger das gesamte Kontingent ausschöpfen. Da gegen Rot Weiss Ahlen auch nur 14.800 Zuschauer in der Allianz-Arena das Spiel verfolgten, dürfte dies keine so arge Strafe sein.
Da dies auch das DFB-Sportgericht erkannte, gab es eine weitere Auflage. Gegen den FSV Frankfurt werden die Heimstehplatzbereiche in der Nord- und Südkurve geschlossen. Nach Absprache sollen die Karteninhaber auf den Mittel- bzw. Oberrang der Nordtribüne platziert werden.
Wirklich drastisch hört sich diese Strafe nicht an. Vor einem Jahr kamen am 01. März 2009 beim Heimspiel der Löwen gegen den FC St. Pauli ganz 28.500 Zuschauer in die Allianz-Arena. Kalkuliert man mit ein, dass in dieser Saison der Hamburger Kultclub sportlich ein Spitzenclub der 2. Bundesliga ist, darf sicherlich mit etwas mehr Interesse gerechnet werden.
Und siehe da, immerhin dürfen insgesamt knapp 32.000 Karten (inklusive des Gästebereichs) an den Mann und die Frau gebracht werden.
Hätte es einen Übergriff auf den Schiedsrichter bei einem Heimspiel von Dynamo Dresden, Hansa Rostock oder des FC Energie Cottbus gegeben, wäre die Strafe wohl drakonischer ausgefallen. Eine komplett Platzsperre oder totaler Zuschauerausschluss wäre mit Sicherheit die Folge gewesen.

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