
Das Fahrerfeld der 13 Teams war vor allem mit vielen jungen Fahrern besetzt. Dennoch wurde täglich ein hohes Tempo vorgelegt, so dass das Feld oft in langer Reihe auseinandergezogen war und man schnell eine Runde fressen konnte, wenn man hinten herumfuhr und vorn die Post abging. Der Sechstage erfahrene Leif Lampater fuhr mit seinem jungen hoch motivierten Partner Tosch van der Sande ein beherztes Rennen und war vor allem in den ersten Tagen immer vorn mit dabei. In der zweiten Nacht gewannen sie sogar die zweite Jagd. Dem bayrisch-schweizerischen Team der „alten Sechstagehasen“ Christian Grasmann und Franco Marvulli, die ebenfalls wie Leif Lampater und Tosh van der Sande das erste Mal zusammen fuhren, gelang in der dritten Nacht der entscheidende Vorstoß an die Spitze. In der zweiten Jagd des Tages griffen die beiden an und siegten rundengleich mit Silvan Dillier und Claudio Imhoff, hatten aber die meisten Punkte auf ihrem Konto.
Die Veranstalter wollten dem belgischen Publikum natürlich einen Heimsieg bescheren, und so setzten sie dem Lokalmatadoren Kenny de Ketele keinen geringeren als Sechstage-Erfolgsgaranten Robert Bartko, der in Gent schon zweimal gewinnen konnte, an die Seite. Die Rechnung ging auf. In der vierten Nacht fuhren die beiden an die Spitze und gaben die Führung bis zum Ende nicht mehr ab. Auch die beiden Holländer Peter Schep und Wim Stroetinga, die den beiden Teams mit Irschenberger Beteiligung die ganze Zeit im Nacken saßen, konnten am Ende noch vorbei ziehen und wurden Zweite. Für Christian Grasmann, der sich an der Seite von Franco Marvulli in seinem ersten Sixdays Rennen der Saison ganz schön schinden musste, war es am Ende ein versöhnlicher fünfter Platz. „Das Rennen mit Franco hatte enorm viel Spaß gemacht“, erklärte Christian Grasmann.
Nach sechs Tagen mit ausverkauften Rängen und begeistertem Publikum fuhren Leif Lampater und Tosh van der Sande auf Rang vier hinter dem französisch–dänischen Duo Morgan Kneisky und Marc Hester, das Dritter wurde. Der Berliner Robert Bengsch, der mit dem Thüringer Marcel Barth unterwegs war, wurde 11. und landete vor der bayrisch-dänischen Kombination Benjamin Edmüller und Jesper Morkov.
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Bereits Mittwochnacht (30.11.2011) geht es weiter in Zürich. Dort möchte vor allem der Schweizer Alexander Aeschbach wieder vorn mit dabei sein. Er konnte im vergangenen Jahr an der Seite von Franco Marvulli auf Platz zwei fahren. In Gent musste er sich allerdings mit Platz 10 begnügen, da es gerade in den ersten Tagen Abstimmungsprobleme mit seinem niederländischen Partner Leon van Bon gab.
Die ausstehenden Termine: Zürich 30.11.2011 bis 03.12.2011, Rotterdam 05.01.2012 bis 10.01.2012, Bremen 12.01.2012 bis 17.01.2012, Berlin 26.01.2012 bis 31.01.2012 und Kopenhagen 02.02.2012 bis 07.02.2012.
> Weitere Infos zum Zesdaagse in Gent unter: www.z6sdaagse.be