Deutsche Meisterschaft Bahnradsport 2015: Erste deutsche Rekorde beim Nachwuchs

BM 11 Juni 2015
 
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Deutsche Meisterschaft Bahnradsport 2015: Erste deutsche Rekorde beim Nachwuchs

AppeltPünktlich um 9.30 Uhr wurden die 129. Deutschen Meisterschaften im Bahnradsport im Berliner Velodrom mit der Qualifikation in der Einerverfolgung der Junioren U 19 eröffnet. Insgesamt 35 Fahrer stellten sich dem Starter und am Ende nach 3000m siegte mit Leo Appelt vom RC Blau-Gelb Langenhagen der Favorit mit neuem deutschen Rekord von 3:16,848 Minuten klar vor Richard Banusch vom RSC Cottbus und Bastian Flicke vom PSV Forst/L., die beide rund neun Sekunden langsamer waren. Gute Platzierungen gab es auch für die Berliner Moritz Malcharek vom RSV Werner Otto auf Platz fünf und Enrico Schmidt vom SC Berlin, der Sechster wurde.

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GehrmannDie Jugend U 17 hatte in der Einerverfolgung 2000m zurückzulegen und hier gab es eine knappe Entscheidung zugunsten von Max Gehrmann von Turbine Erfurt, der 2:20,193 Minuten benötigte und Rico Brückner von der RSG Muldental Grimma distanzierte, der mit 2:20,350 Minuten ebenfalls überzeugen konnte. Bester Berliner in der Qualifikation war Elias Richter vom Marzahner RC 94, der gute 2:22,460 Minuten fuhr und als Siebter nur knapp eine Sekunde langsamer als der Drittplatzierte Michel Aschenbrenner vom SV Sömmerda war. Auch die Platzierung von Calvin Dik vom Spandauer RV als 10. mit einer Zeit von 2:22,788 Minuten konnte sich durchaus sehen lassen im Feld von insgesamt 51 Startern.  

OstlerÜber die gleiche Distanz fuhren auch die Juniorinnen U 19 mit 20 Starterinnen, von denen sich Lena Ostler von der Equipe Velo Oberland, Katja Breitenfellner vom RSV Öschelbronn, Laura Süßemilch vom RSC Biberach und Michaela Ebert vom 1. Vogtländischen RV Plauen mit Zeiten von jeweils 2:33 Minuten für die Finals um die Plätze 1-4 qualifizieren konnten. Für die beste Berliner Teilnehmerin Laura Ida Waskowski vom SC Berlin reichte es in 2:42,273 Minuten nur zum 12. Platz.

BauernfeindIm Rennen der weiblichen Jugend U 17, die ebenfalls 2000m zu absolvieren hatten, siegte mit Ricarda Bauernfeind von der RSG Ansbach in 2:34,670 Minuten die vermeintliche Favoritin, die Katharina Hechler von Edelweiß Oberhausen mit 2:35,792 Minuten und Jasmin Cunert vom RK Endspurt Cottbus, die 2:38,702 Minuten benötigte, auf die Plätze verwies. Eine tolle Leistung unter 24 Teilnehmerinnen bot die beste Berlinerin Eleonora Schütz von der NRVg. Luisenstadt, die in 2:40,125 Minuten einen tollen sechsten Platz belegte, während Luise Ollick vom SC Berlin sich mit dem 17. Platz in einer Zeit von 2:47,520 Minuten zufriedengeben musste.

RohdeIn der 4000m Einerverfolgung stellten sich bei der Elite 22 Fahrer zur Qualifikation, die das große Talent Leon R. Rohde vom LKT Team Brandenburg in 4:21,976 Minuten vor den beiden rad-net ROSE Fahrern Domenic Weinstein und Kersten Thiele gewinnen konnte. Sechstageprofi Leif Lampater vom RSV Irschenberg erreichte einen guten vierten Platz und hat damit noch Chancen im Kampf um die Bronzemedaille, den als Fünfter das große Talent Nils Schomber vom rad-net ROSE Team ebenso verpasste wie Straßenprofi Roger Kluge von IAM Cycling. Einen guten achten Platz in 4:28,440 Minuten erreichte Sebastian Wotschke vom BSV AdW Berlin, der Mitglied des Berliner KED-Stevens Radteams ist. Auch Erik Schubert vom Berliner TSC, ebenfalls für das KED-Stevens Team fahrend, enttäuschte als 14. nicht, zumal er die Zukunft noch vor sich hat. 

MeißnerAm Nachmittag des ersten Tages standen dann die ersten Entscheidungen in den Zeitfahrdisziplinen an und den Kampf um die Medaillen eröffneten die Junioren, bei denen  Karlo Brüser vom SC Berlin nicht wie vorgesehen am Start stand. So waren die Gastgeber nur durch seinen Vereinskameraden Enrico Schmidt vertreten, der sich über die 1000m mit einer guten Zeit von 1:07,825 Minuten den 8.Platz unter 18 Teilnehmern sichern konnte. Sieger wurde mit hervorragenden 1:04,502 Minuten Moritz Meißner vom RSC Cottbus, der Dominique Rene Anklam vom Schweriner Sport Club und Dirk Grottker vom RC Friesenheim auf die weiteren Podiumsplätze verweisen konnte. Im 500m Zeitfahren der Jugend U 17 gab es einen weiteren deutschen Rekord, den Timo Bichler vom RV Dudenhofen mit 32,872 Sekunden realisierte. Er besiegte Marius Hannack vom RSC Turbine Erfurt, der mit 34,397  Sekunden klar zurücklag, ebenso wie der Dritte Sascha Deringer vom RV Dudenhofen, der 34,418 Sekunden benötigte.

FriedrichIm Finale des 500m Zeitfahrens der weiblichen Jugend U 17 wurde Lea Sophie Friedrich von der RST Dassow neue deutsche Meisterin in einer Fahrzeit von 37,092 Sekunden vor Emma Götz vom RV Elxleben, die 37,589 Sekunden fuhr und Sarah Wolfer von der RSG Zollern Alb, die die Bronzemedaille in 38,500 Sekunden errang. Eine spannende Angelegenheit waren die 500m der Juniorinnen U 19, wo die äußerst talentierte Pauline Sophie Grabosch vom RSV Osterweddingen mit 35,447 Sekunden einen neuen deutschen Rekord aufstellte, der dann noch von einem weiteren großen Talent, Emma Hinze vom RSC Cottbus, mit 35,349 Sekunden unterboten wurde, die damit neue deutsche Meisterin wurde.  Den Bronzeplatz belegte Michaela Ebert aus Plauen bereits weit abgeschlagen in 38,121 Sekunden.

FlickeDen Höhepunkt des ersten Tages bildeten die Finals in der Einerverfolgung, wo es äußerst umkämpfte Rennen gab mit teilweise überraschenden Ergebnissen.  Bei den Junioren war allerdings der Niedersachse Leo Appelt eine Klasse für sich und fuhr im Finale erneut mit 3:16,877 Minuten eine Topzeit, dabei seinen Gegner Richard Banusch vorzeitig einholend, für den 3:27,464 Minuten gestoppt wurden. Im Kampf um die Bronzemedaille war Bastian Flicke hauchdünn seinem Kontrahenten Max Kanter vom RSC Cottbus überlegen, für beide wurden 3:26,462 bzw. 3:26,886 Minuten registriert. Bei der Jugend U 17 im Kampf um die Bronzemedaille war die Entscheidung ebenfalls hart umkämpft, wo Per Christian Münstermann von Radschläger Düsseldorf in 2:21,780 Minuten Michel Aschenbrenner, der in der Qualifikation noch Dritter war, bezwang. Im spannenden Finale drehte Rico Brückner ebenfalls den Spieß um und distanzierte in 2:19,769 Minuten den Erfurter Max Gehrmann, der sich mit der Silbermedaille zufriedengeben musste.

MännerGegenüber der Qualifikation am Vormittag drehten in den Finals der Elite über 4000m die jeweils Zweit- bzw. Viertplatzierten ebenfalls den Spieß um und waren ihren Gegnern im Kampf um Gold und Bronze am Ende überlegen. Domenic Weinstein siegte in guten 4:21,991 Minuten vor Leon R. Rohde in 4:23,125 Minuten und wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg. Wie im Vorjahr gelang es Leif Lampater sich die Bronzemedaille mit guten 4:24,814 Minuten gegen Kersten Thiele zu sichern. Der Sechstageprofi, der vor dem Rennen durch Understatement glänzte, fuhr ein starkes Rennen und unterstrich einmal mehr seine enormen Bahnqualitäten. 

Der erste Tag mit insgesamt vier neuen deutschen Rekorden unterstrich einmal mehr die Klasse des deutschen Bahnradsports, der mehr Zuschauer verdient hätte. Hoffen wir auf verstärkte Resonanz in den kommenden Tagen mit den spektakulären Sprints sowie Wettbewerben wie Punktefahren und Madison, die spannenden Sport versprechen.

Text: Bernd Mülle

Fotos: Arne Mill

> zu den turus-Fotostrecke: Bahn-DM 2015 in Berlin

Inhalt der Neuigkeit:
Radrennen
Radrennen-Art:
Bahnradsport
Name des Radrennens
Deutsche Meisterschaften im Bahnradsport
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Tausend Dank für Eure super Arbeit!!!! Weiter so!!!
Gruß aus Grimma

T
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J
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