UCI Bahn-WM 2015: Francois Pervis lässt Frankreich jubeln

BM 21 Februar 2015
UCI Bahn-WM 2015: Francois Pervis lässt Frankreich jubeln

FranceDer dritte Tag der Bahnradsport-Weltmeisterschaften war erneut auch von guten Leistungen der deutschen Athleten geprägt. Wiederum zwei Medaillen konnte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) durch Joachim Eilers und dem Berliner Maximilian Beyer erringen. Während Eilers im 1000 Meter Zeitfahren mit einer Fahrzeit von 1:00,294 Minuten nur hauchdünn Gold gegen den in 1:00,207 siegenden, mit stehenden Ovationen bedachten Franzosen Francois Pervis verpasste und den Neuseeländer Matthew Archibald auf den Bronzerang verwies, war für den zweiten deutschen Teilnehmer Eric Engler nichts zu holen. In einem der schnellsten Zeitfahren bei einer Weltmeisterschaft – der 17. Tomas Babek aus Tschechien fuhr noch 1:02,771 Minuten – belegte er mit 1:01,653 Minuten nur den 11. Platz.

Max BeyerIm Punkterennen über 40 km gab es ein äußerst spannendes Rennen, in dem für den späteren Gewinner der Bronzemedaille, Maximilian Beyer, sogar Gold greifbar war. Er begann das über 160 Runden gehende Rennen sehr verhalten, punktete nur mäßig und musste, nachdem die drei Fahrer Artur Ershov aus Russland, Regan Gough aus Neuseeland und King Lok Cheung aus Hongkong einen Rundengewinn mit 20 Bonuspunkten erzielt hatten, in der Schlussphase des Rennens alles auf eine Karte setzen. Nach der drittletzten Sprintwertung versuchte der Berliner eine Runde herauszufahren, was ihm schließlich 19 Runden vor Schluss ebenso gelang wie später noch dem Spanier Eloy Teruel, der als fünfter Fahrer das Ende des Feldes noch kurz vor Schluß erreichte.

turus FotosPunktemäßig gingen alle aber in der letzten Wertung leer aus, so dass die Entscheidung letztlich hauchdünn ausging. Mit 31 Punkten holte sich Ershov Gold vor Teruel mit 30 Punkten und Beyer, der ebenso 29 Punkte auf seinem Konto hatte wie Gough, jedoch im letzten Sprint als Fünfter besser als Gough auf Rang sieben platziert war. Für den 21-jährigen Beyer, der mit besserer Taktik auf dem obersten Treppchen hätte stehen können, war es dennoch ein großer Erfolg, der für die Zukunft noch einiges verspricht.

Die dritte Entscheidung des Tages fiel in der Einzelverfolgung der Frauen, die von den australischen Favoritinnen geprägt wurde. Gold holte sich Rebecca Wiasak klar gegen die US-Amerikanerin Jennifer Valente, während Amy Cure noch Bronze gewinnen konnte und dabei die Britin Joanna Rowsell klar distanzierte. In dieser Reihenfolge hatten sie schon die Qualifikation dominiert, in der Mieke Kröger als einzige deutsche Starterin auf den 10. Platz unter 21 Teilnehmerinnen einkam.

Nach den ersten drei Wettbewerben des Omniums der Männer sind die Aussichten auf eine Medaille für den BDR durch Lucas Liss nicht gerade rosig, denn mit Platz 14 im Scratch, Platz 8 in der Einzelverfolgung und Platz 11 im Ausscheidungsfahren liegt er derzeit mit 60 Punkten auf Rang 10. Es führt der kolumbianische Shootingstar Fernando Gaviria mit 110 Punkten vor dem Italiener Elia Viviani, der sowohl das Scratchrennen als auch das Ausscheidungsfahren gewann, mit 102 Punkten und dem Franzosen Thomas Boudat sowie dem Belgier Jasper de Buyst, die beide mit 94 Punkten in Lauerstellung liegen.

Darüber hinaus waren noch die Sprinterinnen in Aktion, die ihren Wettbewerb bis zum Finallauf um Platz 5 bis 8 abwickelten, den die Chinesin Shuang Guo knapp gewinnen konnte. In der Qualifikation mit 30 Starterinnen war ihre Landsmännin Tianshi Zhong mit 10,627 Sekunden die Schnellste, während Kristina Vogel als Vierte 10,770 Sekunden benötigte und Miriam Welte mit 11,034 Sekunden auf Rang 15 landete. Im Sechzehntelfinale setzten sich Vogel gegen die Mexikanerin Daniela Gaxiola und Welte gegen die starke Wai Sze Lee aus Hongkong durch, doch dann verlor Miriam Welte im Achtelfinale gegen die Australierin Stephanie Morton und musste in den Hoffnungslauf, der gegen die Chinesin Guo verloren ging.

Für Kristina Vogel, die im Achtelfinale Simona Krupeckaite aus Litauen bezwang, wurde es im Viertelfinale durchaus eng, als sie auf die Russin Anastasia Voynova traf. In beiden Läufen konnte sich Vogel zwar behaupten, doch ihre Siege waren jeweils nur hauchdünn, jedoch clever erzielt. Im heutigen Halbfinale trifft sie auf die bislang recht souverän agierende Chinesin Zhong, während sich im zweiten Halbfinale die Niederländerin Elis Ligtlee und die Australierin Morton gegenüberstehen.

Text: Bernd Mülle   

Fotos: Arne Mill

> zur turus-Fotostrecke: UCI Bahn-WM 2015

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Inhalt der Neuigkeit:
Rennbericht
Radrennen-Art:
Bahnradsport
Name des Radrennens
UCI Bahn-WM
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