Revolution Series: Bobby Lea überzeugt in Runde 4 im schottischen Glasgow

AM 02 Februar 2015
Revolution Series: Bobby Lea überzeugt in Runde 4 im schottischen Glasgow

GlasgowIn Runde 4 machte die Britische Bahnradsportserie einen Abstecher in die Industrie- und Handelsmetropole Schottlands. Die Stadt am River Clyde gelegen, hat sich in den letzten 25 Jahren sehr verändert und ein architektonisch modernes Gewand übergestreift. Dem Wandel vom Arbeitermoloch zur Europäischen Kulturhauptstadt folgten einige Architektur- und Designerpreise, die Wahl zur Europäischen Sporthauptstadt und die Errichtung eines modernen Sportkomplexes, der sogenannten Commonwealth (heute Emirates) Arena. Das riesige Sportcenter gegenüber des Fußballstadions des Celtic FC beherbergt auch ein Velodrom, benannt nach dem bekanntesten schottischen Radsportler Sir Chris Hoy.

GlasgowAuch wenn das Innenleben alles andere als attraktiv und schön zu bezeichnen ist, so sind es letztendlich die Akteure und die begeisterten Zuschauer, die der martialisch wirkenden Industriehalle Leben einhauchen. Bereits zur Nachmittagsvorstellung waren die Ränge bis auf den letzten Platz gefüllt und die Stimmung war, wie auch schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen bestens. Kein Wunder, denn das erlesene Starterfeld, insbesondere bei den Sprintern, hatte auch in Glasgow wieder einiges zu bieten. Allen voran Jason Kenny aber auch die lokalen schottischen Größen wie Callum Skinner, Jonathan Mitchell und der junge John Paul waren im Startaufgebot verzeichnet. Da ließ es sich natürlich auch der Hausherr nicht nehmen, einmal vorbeizuschauen und nach dem rechten zu sehen, was seine Erben in dem nach ihm benannten Velodrom so treiben. Am Ende behauptete Jason Kenny einmal mehr seine Position als bester britischer Sprinter vor Cullum Skinner und Matt Crampton.

LadiesIm Rennen der Frauen war Publikumsliebling Lizzie Armitstead vom Team Boels Dolmans diejenige, die im Punktefahren und im Scratchrennen die Nase deutlich vorn hatte. Lediglich im Ausscheidungsfahren musste sie sich Emily Kay vom Team USN geschlagen geben.

Im Rennen der Männer Elite sollten für die Maloja Pushbikers eigentlich Nico Heßlich und der seit einigen Wochen in Deutschland weilende US-Amerikaner Bobby Lea ins Rennen gehen. Nico Heßlich musste wegen einer Handverletzung, die er sich bei einem Sturz in Bremen zugezogen und welche nun eine schwere Entzündung zur Folge hatte, kurzfristig absagen. So schnell war für das Team kein Ersatz vorhanden und Lea wurde allein ins Rennen geschickt. Bobby Lea hatte sich in den vergangenen Rennen immer besser in Form gefahren und diesen Leistungsschub konnte er in Glasgow noch einmal deutlich unter Beweis stellen. 

LeaPlatz 2 über die Fliegende Runde, Platz 4 in „The Longest Lap“, Platz 1 im Punktefahren mit drei Rundengewinnen vor dem irischen Scratchweltmeister Martyn Irvine, Platz 1 im Scratch, Platz 3 im Team Zeitfahren über 1000 Meter mit dem Future Star Nachwuchsfahrer Hamish Turnbull und Platz 4 im Alleingang beim Mannschaftsausscheidungsfahren. Am Ende fehlte ihm nur ein Punkt zum Tagessieg hinter den beiden Orica GreenEdge Fahrern Adam Blyte aus Großbritannien und Gastfahrer Yoeri Havik aus den Niederlanden. Die Führung im Gesamtklassement konnte er aber auf 196 Punkte deutlich ausbauen. Es folgen das Team Orica GreenEdge mit 172 Punkten und das Team Telegraph Allstars mit 161 Punkten.

GlasgowMan munkelt sein gutes Abschneiden sei eine Folge der guten Pflege mit Familienanschluss und des guten Weines, die er hier in Deutschland im Hause Grasmann genießen durfte. Wahrscheinlich wollte der ruhige sympathische Vollblutrennfahrer einfach nur ein wenig von der schönen Zeit hier in Deutschland, beispielsweise beim Skilanglauftrainig mit den Kindern der Maloja Pushbiker Future Stars oder von den schönen Momenten während der Sixdays in Bremen und Berlin an der Seite von Luke Roberts und Christian Grasmann, zurückgeben.

Wir werden seinen Weg auf jeden Fall weiter verfolgen und sind gespannt, auf die Wettbewerbe in zweieinhalb Wochen bei der Bahn WM in Saint Quentin en Yvelines vor den Toren von Paris, wo auch er, neben den deutschen Startern gute Medaillenchancen im Omniumwettbewerb hat.

Text & Fotos: Arne Mill

> zur turus-Fotostrecke: Runde 4 der Revolution Series in Glasgow

Inhalt der Neuigkeit:
Rennbericht
Radrennen-Art:
Bahnradsport
Name des Radrennens
Revolution Series
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