Vorschau auf die UCI Road World Championships 2013 in Florenz

AM Updated 20 September 2013
tony martin

WigginsBereits am kommenden Sonntag fällt der Startschuss zum Saisonhöhepunkt der Straßenradsportsaison 2013. In der italienischen Toskana finden vom 22. bis 29. September die einzelnen Wettbewerbe statt. Das Mannschaftszeitfahren für die Elite Frauen startet am Sonntag, den 22.09.2013 um 10:00 Uhr über 42,79 Kilometer und die Elite Männer um 14:00 Uhr über 57,2 Kilometer. Am Montag folgt das Einzelzeitfahren der Juniorinnen um 10:00 Uhr über 16,27 Kilometer und der Männer U23 um 14:00 Uhr über 43,49 Kilometer. Das Einzelzeitfahren der Junioren erfolgt am Dienstag, den 24.09.2013 um 10:00 Uhr. Die Strecke beträgt 22,05 Kilometer. Auf gleicher Länge sind die Elite Frauen ab 14:30 Uhr unterwegs. Die Elite Männer gehen am Mittwoch, den 25.09.2013 ab 13:15 Uhr in Florenz auf die 57,9 Kilometer lange Piste. 


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Am Freitag, den 27.09.2013 erfolgt um 8:30 Uhr der Startschuss für das Straßenrennen der Juniorinnen über 82,85 Kilometer, die Männer U23 gehen im 13 Uhr auf die 173,19 Kilometer lange Strecke. Für die Junioren erfolgt der Start am Samstag um 8:30 Uhr, zu absolvieren sind 140,05 Kilometer. Ebenfalls am Samstag bringen die Elite Frauen ihr Straßenrennen über die Bühne. Ihre Strecke ist genauso lang wie die der Junioren. Den krönenden Abschluss der diesjährigen Straßen-Weltmeisterschaft bildet das Straßenrennen der Elite Männer am Sonntag, den 29.09.2013 um 10:00 Uhr über 272,26 Kilometer. Das Ziel der einzelnen Wettbewerbe wird in Florenz am Mandela Forum sein.

Grabsch und MartinFür das deutsche Team im Einzelzeitfahren der Männer gehen die beiden Omega Pharma Quick Step Fahrer Tony Martin und Bert Grabsch sowie der DM Dritte Patrick Gretsch vom Team Argos Shimano ins Rennen. Als amtierender Weltmeister ist Tony Martin automatisch gesetzt und Deutschland ist somit das einzige Team, welches mit drei Startern ins Rennen gehen darf. Der Kurs ist relativ flach und dürfte dem Titelträger der beiden vergangenen Jahre gut liegen. Aber die Konkurrenz ist in diesem Jahr sehr hart. Seine Konkurrenten haben sich sehr gut vorbereitet und nehmen das Rennen außerordentlich ernst. Allen voran der wiedererstarkte Schweizer Fabian Cancellara, der extra auf die Tour de France verzichtete, um sich in der Vorbereitung ganz auf die WM zu konzentrieren. Aber auch die beiden Briten Christopher Froome und Bradley Wiggins haben sehr hart dran gearbeitet, um im Kampf um das Regenbogentrikot ein Wörtchen mitzureden.

FroomeFroome ist schon seit zwei Wochen in der Toskana und inspiziert den Kurs bis ins kleinste Detail. Auch Wiggins der verletzungsbedingt auf die Tour de France verzichten musste, holt sich gerade bei der Tour of Britain den letzten Schliff für die WM. Ein vierter Konkurrent von Martin ist der US-Amerikaner Taylor Phinney. Im vergangenen Jahr hatte Phinney nur 5 Sekunden Rückstand auf Martin und war zudem überraschend Vierter bei den Olympischen Spielen in London geworden.

Trixi worrackIm Einzelzeitfahren der Frauen starten Lisa Brennauer und Trixi Worrack vom Team Specialized Lululemon. Ihre stärkste Gegnerin ist die niederländische Teamkollegin Ellen van Dijk die als Favoritin bei den Frauen ins Rennen gehen wird. Weitere Anwärterinnen aufs Podium sind die US Amerikanerin Evelyn Stevens und die Neuseeländerin Linda Melanie Villumsen. Auch in der U23 hat das deutsche Team zwei sehr starke Medaillenanwärter mit Maximilian Schachmann, der im vergangenen Jahr Platz 3 bei den Junioren belegen konnte, und Jasha Sütterlin, beide vom Thüringer Energieteam, der in diesem Frühjahr einen sehr starken Auftritt bei der Bayernrundfahrt hatte, als er Platz Zwei im Einzelzeitfahren hinter dem Italiener Adriano Malori belegte. Im Einzelzeitfahren der Juniorinnen werden Luisa Kattinger vom RV Karbach und Anna Knauer vom Rottaler RSV die deutschen Farben vertreten. Das Rennen der Junioren bestreiten Oliver Mattheis vom RSC Kempten und Joshua Stritzinger vom RSC Felsenland für Deutschland.

Der Kurs, den die Veranstalter für das Straßeneinzelrennen gelegt haben, hat es da wesentlich mehr in sich. Ein 4,4 Kilometer Langer Anstieg mit 5,2 Prozent Steigung im Schnitt und 9 Prozent Steigung maximal sowie ein 600 Meter langer Anstieg mit 10,2 Prozent Steigung im Schnitt bei einer maximalen Steigung von 16 Prozent spicken die 16,5 Kilometer lange Schlussrunde, die von den Juniorinnen einmal, von den Männern der U23 siebenmal, von den Junioren und den Elite Frauen fünfmal und den Elite Männern zehnmal umfahren werden muss.

DegenkolbDie deutschen Sprinter haben im Vorfeld schon das Handtuch geworfen und eingesehen, dass sie bei dieser Strecke chancenlos sind. Einzig John Degenkolb vom Argos Shimano Team, dessen Chancen gut über die Berge zu kommen relativ hoch einzuschätzen sind, wird für das Deutsche Team als Joker ins Rennen gehen. Ansonsten setzt sich das Team aus Klassikerfahrern und Fahren zusammen, die im mittleren Gelände gut zurecht kommen. Da anders als bei einer dreiwöchigen Rundfahrt nur sechs Fahrer pro Mannschaft starten dürfen, ist die Möglichkeit, dass eine Ausreißergruppe ins Ziel kommt, nicht ausgeschlossen. Um diese zu besetzten, verstärken Marcus Burghardt vom BMC Racing Team, Simon Geschke vom Team Argos Shimano und Paul Martens vom Team Belkin die deutsche Mannschaft. Fabian Wegmann vom Team Garmin Sharp, der im vergangenen Jahr auf einer ähnlich profilierten Strecke in Grimma Deutscher Meister werden konnte, ist ein Mann fürs Finale, der dem 24-jährigen Kapitän Dominik Nerz vom BMC Racing Team sicherlich seine volle Unterstützung im Kampf um den Titel zukommen lassen wird. Wie im Einzelzeitfahren wird es in diesem Jahr auch im Straßenrennen ein hartes Brot für das deutsche Team.

ContadorUnser Nachbarland Polen geht in Florenz mit dem stärksten WM Kader aller Zeiten ins Rennen. Allen voran der elftplatzierte der diesjährigen Tour de France Michal Kwiatkowski (Omega Pharma Quick Step) sowie Rafa Majka (Saxo Tinkoff) und Przemyslaw Niemiec (Lampre Merida). Die Schweiz schickt neben Cancellara – Michael Albasini (Team Orica GreenEdge), Martin Elminger (IAM), Mathias Frank (BMC), Gregory Rast (Radioshack Leopard) und Michael Schär (BMC) ins Straßeneinzelrennen.
Frankreich kommt mit seinen jungen Stars Warren Barguil (Argos Shimano), Romain Bardet (AG2R La Mondiale), Thibaut Pinot, Arthur Vichot (beide FDJ) und die beiden Routiniers Thomas Vöckler (Europcar) sowie Amaël Moinard (BMC) nach Florenz. Spanien geht gleich mit drei Kapitänen ins WM Straßenrennen. Alejandro Valverde (Team Movistar), Joaquin Rodriguez (Katusha) und Alberto Contador (Team Saxo Tinkoff) führen die spanische Equipe an.

Im Rennen der Frauen werden Lisa Brennauer, Trixi Worrack (beide Specialzed Lululemon), Elke Gebhardt (Team Argos Shimano), Claudia Häusler (Team Tibco-To the Top), Esther Fennel (RV Rhede) und Romy Kasper (Boels Dolmans) sich vor allem gegen die niederländische Vorjahressiegerin und Olympiasiegerin von London Marianne Vos vom Team Rabobank LIV-Giant durchsetzen müssen.

HerklotzDie Altersklasse der Männer U23 ist aus deutscher Sicht wieder überaus gut besetzt. Allen voran der Deutsche Meister Silvio Herklotz (Team Stölting) aus Berlin, der in Florenz für eine kleine Sensation sorgen könnte. Ihm zur Seite stehen Rick Zabel (Team Rabobank Development), Johannes Weber (Team Heizomat), Jasha Sütterlin (Thüringer Energieteam) und Emanuel Buchmann (rad-net Rose Team).

Lisa Klein (RV Kandel), Anna Knauer (Rottaler RSV), Tatjana Paller (Equipe Holzkirchen) und Gudrun Stock (RC Die Schwalbe München) starten im Rennen der Juniorinnen. Adrian Auerbach (RU Wangen), Lennard Kämna (RSC Cottbus), Marco König (RV Queidersbach), Julian Schulze (RV Sturmvogel München) und Eric Süßemilch (RSC Biberach) verstärken den deutschen Kader der Junioren.

Die Rennen führen durch die malerisch schöne Landschaft der Toskana und enden in der Stadt Florenz mit unzähligen Sehenswürdigkeiten, wo das Wirken großer Künstler wie Michelangelo und Leonardo da Vinci allgegenwärtig ist. Neben großartigem Sport und fantastischen Landschaftsbildern sind an den acht Renntagen auch die vielen Kulturstätten aus der Wiege der Renaissance zu bestaunen.

Fotos: Arne Mill

> zu den turus-Fotostrecken: Radsport (Tour, Vuelta, WM und mehr)


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