Kenny Elissonde gewinnt die vorletzte Etappe der Vuelta 2013

AM Updated 15 September 2013
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KennyBereits am frühen Vormittag pilgerten die Menschenmassen hinauf zum Alto de L´Angliru. Die 20. Etappe der Vuelta versprach Hochspannung pur. Die beiden führenden in der Gesamtwertung trennte nach 3.075 Kilometern gerade einmal drei Sekunden und auch der Dritt- und Viertplatzierte saßen gerade einmal mit einer Minute Rückstand den beiden Führenden im Nacken. Bei Kilometer 26 setzte sich eine relativ große Gruppe mit 32 Fahrern aus dem Feld ab. Mit dabei auch die beiden Deutschen Dominik Nerz vom BMC Racing Team und Johannes Fröhlinger vom Team Argos Shimano. Der Franzose Nicolas Edet vom Team Cofidis Solution Credits musste heute auf den ersten Bergen unbedingt versuchen zu punkten, ansonsten hätte die Gefahr bestanden, dass Christopher Horner am Ende drei Wertungstrikots mit nach Hause nimmt. 

20. EtappeAuf den ersten beiden Anstiegen strich der Cofidis Fahrer auch die volle Punktzahl ein, am dritten Anstieg zum Alto del Cordal setzten sich jedoch der Italiener Paolo Tiralongo vom Team Astana und der Franzose Kenny Elissonde vom Team FDJ aus der Spitzengruppe ab. In der halsbrecherischen Abfahrt riskierte der Franzose mit seiner waghalsigen Fahrweise, die dem Zuschauer schon fast den Atem stocken ließ, alles was ging und so hatten die zwei Ausreißer am Fuße des gefürchteten Schlussanstieges Alto de L´Angliru knapp sechs Minuten Vorsprung. Acht Kilometer vor dem Ziel startete Kenny Elissonde einen zweiten Angriff und ließ seinen Mitstreiter vom kasachischen Rennstall Astana förmlich stehen. Der ließ sich auf die Verfolger zurückfallen, denn hier war auch in der größeren Gruppe sein Teamkollege und Anwärter auf dem Gesamtsieg Vincenzo Nibali, der zusammen mit den weiteren Favoriten zur Ausreißergruppe aufgeschlossen hatte vertreten.

RadsportfansTiralongo machte für Nibali noch rund einen Kilometer das Tempo an der Spitze, dann setzte er zur ersten Attacke an und es sah so aus, als würde er im ersten Moment seinen ärgsten Widersacher Christopher Horner abschütteln können. Doch Horner konnte die Lücke wieder schließen. 5 Kilometer vor dem Ziel waren im Kampf um das Rote Trikot nur noch vier Fahrer übrig. Christopher Horner vom Team Radioshack Leopard, Vincenzo Nibali vom Team Astana, und die beiden Spanier Alejandro Valverde vom Team Movistar und Joaquin Rodriguez vom Team Katusha. Der Italiener Nibali versuchte alles und fuhr eine Attacke nach der anderen, doch er konnte den US-Amerikaner Horner nicht abschütteln. Die beiden Spanier musste den ständigen Tempowechseln Tribut zollen und der Kampf um das rote Trikot sollte sich zwischen Horner und Nibali entscheiden.


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KennyVorn an der Spitze fuhr der kleine Franzose Kenny Elissonde wie um sein Leben. Schließlich schaffte er es, auf der Spitze des in den von wolkenumhüllten Angliru 26 Sekunden ins Ziel zu retten. Mit Tränen in den Augen konnte er den Lohn seiner harten Arbeit kaum fassen. Und so kann die französische Equipe FDJ nach dem Sieg von Alexandre Geniez in ähnlicher Manier auf der 15. Etappe von Andorra nach Peyragudes errungen den zweiten Etappensieg der diesjährigen Vuelta verzeichnen.

HornerZwei Kilometer vor dem Ziel starte der US-Amerikaner Christopher Horner die entscheidende Attacke und konnte sich von seinem italienischen Widersacher lösen. Horner überquerte als Zweiter den Zielstrich mit 28 Sekunden Vorsprung vor Valverde, Nibali, Cardoso und dem Deutschen Dominik Nerz vom BMC Racing Team, der als Sechster das Tagesziel erreichte und somit jetzt auf Platz 14 in der Gesamtwertung liegt. In der Gesamtwertung konnte Horner seinen Vorsprung auf Nibali auf 37 Sekunden ausbauen. Dritter ist der Spanier Alejandro Valverde vom Team Movistar mit 1:36 Minuten Rückstand. So wird wohl heute nach der letzten Etappe in Madrid auch das Gesamtklassement der 68. Vuelta verzeichnet werden.

Fotos: Arne Mill

> zur turus-Fotostrecke: 20. Etappe der La Vuelta 2013

 

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