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BDR-Nachwuchs bei Bahn-EM 2019 in Gent im Medaillenrausch

 
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BM 15 Juli 2019
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Über den aktuellen Nachwuchs braucht sich der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) keine Sorgen zu machen! Das, was zur Zeit sowohl auf der Bahn als auch auf der Straße abgeliefert wird, ist absolute Weltspitze und zeigt, dass in Vereinen und Verbänden trotz zum Teil widriger Umstände ganz hervorragende Arbeit geleistet wird. Nicht weniger als 24 Medaillen holten die Nachwuchssportler des BDR bei den Bahn-Europameisterschaften in Gent/Belgien im Juniorenbereich und in der Klasse U 23 in 44 Wettbewerben, davon 13x Gold, 4x Silber und 7x Bronze! Welch eine Ausbeute, die für die Zukunft einiges erhoffen lässt.

Insgesamt waren Athleten aus 25 Nationen am Start und der BDR war davon der erfolgreichste Verband, der so starke Nationen wie Großbritannien, Russland, Italien oder die Niederlande im Medaillenspiegel um Längen übertraf. Dabei waren auch Fahrer-/innen aus Berlin beteiligt, die mit ausgezeichneten Leistungen auf sich aufmerksam machten und dreimal Edelmetall errangen. Schon am ersten von insgesamt sechs Tagen gab es gleich zwei Goldmedaillen für den BDR im Bereich U 23 durch Franziska Brauße und Felix Groß in der Einzelverfolgung und eine dritte Goldmedaille im Teamsprint der Junioren durch Domenic Kruse, Laurin Drescher und Julien Jäger. Eine bronzene Medaille steuerten im Teamsprint der Juniorinnen Alessa-Catriona Pröpster und Christina Sperlich bei, die den Fahrerinnen aus Polen und Großbritannien den Vortritt lassen mussten.

Am zweiten Tag war es die Berlinerin Paula Leonhardt, die an der Seite von Finja Smekal, Hanna Dopjans und Friederike Stern in der Mannschaftsverfolgung der Juniorinnen Bronze holte hinter Italien und Großbritannien. Darüber hinaus gab es sogar Gold für den für das LKT Team Brandenburg fahrenden Berliner Moritz Malcharek, der mit überragender Leistung und Rundenvorsprung das Scratchrennen der U 23 für sich entschied. Im Ausscheidungsfahren der Junioren gab es durch Tim Torn Teutenberg ebenfalls Gold, während in der Mannschaftsverfolgung der Junioren Hannes Wilksch, Tobias Buck-Gramcko, Nicolas Heinrich und Pierre-Pascal Keup ebenfalls mit einer Bronzemedaille hinter Großbritannien und Russland ausgezeichnet werden konnten. Tags darauf gab es sogar in der Einzelverfolgung der Junioren Gold und Silber für Nicolas Heinrich und Tobias Buck-Gramcko und dazu siegte Anton Höhne im 1.000 m Zeitfahren der Klasse U 23 ebenso wie Alessa- Catriona Pröpster im Sprint der Juniorinnen. Dazu gab es noch Bronze in der Mannschaftsverfolgung der U 23 der Frauen durch Franziska Brauße, Laura Süßemilch, Lena-Charlotte Reißner und Michaela Ebert, die nur von Italien und Frankreich geschlagen wurden. 

Am vierten Tag holte sich Alessa-Catriona Pröpster noch Silber im 500 m Zeitfahren der Juniorinnen hinter der Britin Emma Finucane und auch Lea Sophie Friedrich gewann Silber im Sprint der Frauen der Klasse U 23 hinter der Französin Mathilde Gros ebenso wie Julien Jäger im Sprint der Junioren. Im Punktefahren der U 23 der Männer war Richard Banusch der überragende Mann, der seinen Gegnern keine Chance im Kampf um Gold ließ. Der vorletzte Tag brachte für den Juniorenbereich im Keirin gleich zweimal Gold durch die überragende Alessa-Catriona Pröpster und Julien Jäger und auch Lea Sophie Friedrich konnte sich noch mit Gold im 500 m Zeitfahren der U 23 schmücken. Die dritte Medaille für einen Sportler aus Berlin gab es noch Im Omnium der U 23 durch Moritz Malcharek, der dem Briten Matthew Walls und dem Franzosen Donavan Vincent Grondin unterlag und mit Bronze vorliebnehmen musste, eine Medaille, die auch im Punktefahren der Junioren noch Hannes Wilksch herausfuhr.

Der Schlusstag sah Lea Sophie Friedrich bei der U 23 im Keirin erfolgreich und auch noch einmal Bronze ging an die BDR-Auswahl im Madison der Junioren durch Luca Dreßler und Tim Torn Teutenberg, die hinter den Russen und Niederländern einen guten dritten Platz belegten. Damit wurde es eine glanzvolle Bilanz, die die Nachwuchsfahrer-/innen in Gent vorweisen konnten, die so nicht unbedingt zu erwarten war. Dennoch sollte die Euphorie nicht zu groß sein, denn der Weg in den Spitzenbereich der Männer und Frauen weist immer Unwägbarkeiten aus, die es zu meistern gilt. Die Konkurrenz schläft auch nicht und gerade im Erwachsenenbereich ist die internationale Spitze enger zusammengerückt. Die so erfolgreichen Athleten von Gent können unabhängig hiervon aber mehr als stolz über die eingefahrenen Ergebnisse sein. Die kommenden Deutschen Meisterschaften auf der Bahn des Berliner Velodrom werden weiteren Aufschluss über die Leistungsstärke des Nachwuchses geben, der durchaus zu schönsten Hoffnungen berechtigt.

Bericht: Bernd Mülle

Fotos: Arne Mill / frontalvision.com

Inhalt der Neuigkeit:
Rennbericht
Radrennen-Art:
Bahnradsport
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