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DM-Omnium: Moritz Malcharek lässt hinter Roger Kluge aufhorchen

 
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BM 27 Dezember 2018
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Mit einer glanzvollen Vorstellung wartete der für das LKT Team Brandenburg fahrende Berliner Moritz Malcharek vom RSV Werner Otto auf, der bei der Deutschen Omniummeisterschaft in Frankfurt/Oder nur einem Roger Kluge den Vortritt lassen musste, mit dem er einige Tage zuvor beim Track Cycling Challenge in Grenchen/Schweiz im Madison mit Rundenvorsprung Sieger war.

Zunächst standen zwei Qualifikationsläufe im Punktefahren über 60 Runden an, um die 24 Teilnehmer an der Omniummeisterschaft zu ermitteln. Bereits hier siegte Roger Kluge vom Team Mitchelton-Scott, während Moritz Malcharek auf Platz 10 sich keine Blöße gab und die Kräfte für das Omnium sparen konnte. Auf der Strecke blieben dagegen mit Felix Groß und Nils Schomber immerhin zwei höher eingeschätzte Fahrer des Teams Heizomat rad-net.de, ebenso wie die Berliner Josh Falk Mechsner und Max Gehrmann vom Berliner TSC. Den zweiten Vorlauf gewann Kersten Thiele vom RSV Edelweiß Oberhausen vor dem Berliner Theo Reinhardt vom Team Heizomat rad-net.de , wobei dessen Landsleute Calvin Dik vom RSV Werner Otto und Sebastian Schmiedel vom Berliner TSC die Qualifikation überstanden. Dagegen mussten mit Elias Richter vom Marzahner RC 94 und Oskar Gebauer vom BSV AdW zwei weitere Fahrer aus der Hauptstadt die Segel frühzeitig streichen.

Somit nahmen 24 Fahrer die Deutsche Omniummeisterschaft mit dem Scratchrennen über 40 Runden in Angriff und der Favorit war natürlich Roger Kluge, der diesen Wettbewerb vor Domenic Weinstein vom Team Heizomat rad-net.de und dem überraschend starken Julius Domnick vom Team Sauerland NRW gleich für sich entschied. Gegen die geballte Konkurrenz des Teams Heizomat rad-net.de, das immerhin mit Domenic Weinstein, Jasper Frahm, Theo Reinhardt, Lucas Liss und Leon Rohde gleich fünf aussichtsreiche Fahrer im Feld hatte, schlug sich Moritz Malcharek auf Platz 7 zunächst recht achtbar, um bei den Temporunden über 10 km gemeinsam mit Roger Kluge einen Rundengewinn herauszufahren, der ihm den zweiten Platz hinter Roger Kluge sicherte und im Zwischenstand auf Rang vier katapultierte nur zwei Punkte hinter Jasper Frahm und Domenic Weinstein.  

Die dritte Disziplin, das allseits beliebte Ausscheidungsfahren, sah Theo Reinhardt vorn, der Roger Kluge und Moritz Malcharek hinter sich ließ. Vor dem finalen Punktefahren über 100 Runden lag Roger Kluge mit 118 Punkten vor den punktgleichen Domenic Weinstein und Moritz Malcharek, die beide 102 Punkte auf ihrem Konto hatten. Insgesamt 10 Wertungssprints mit doppelter Punktzahl in der Schlusswertung ließen noch einiges offen, aber mit seiner ganzen Routine ließ sich Roger Kluge den Titel mit 133 Punkten nicht mehr nehmen. Dazu war auch kein Rundengewinn mehr nötig, den fünf Fahrer erzielten, die in der Gesamtwertung keine Chancen mehr auf einen Podiumsplatz hatten. Ein ganz starkes Rennen zeigte noch einmal Moritz Malcharek, der kämpferisch alles gab und ein weiteres Mal bewies, dass der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) auf ihn zählen kann. Die Vizemeisterschaft war der verdiente Lohn für den Berliner, der 19 Punkte im Finale erspurtete und mit 121 Punkten so starke Gegner wie Domenic Weinstein mit 111 Punkten und Theo Reinhardt mit 96 Punkten in die Schranken wies. 

Für die weiteren Berliner Sebastian Schmiedel (15.), Henrik Pakalski vom Berliner TSC (17.), Calvin Dik (18.) und Nicolas Brandt von den Zehlendorfer Eichhörnchen (19.) lagen die Ergebnisse im Rahmen ihrer Möglichkeiten, wobei künftig mit dem Jungtalent Calvin Dik zu rechnen sein dürfte, der mit seinen 18 Jahren eine vielversprechende Zukunft vor sich hat.

Bei den Frauen war das Starterfeld mit 15 Teilnehmerinnen überschaubar und hier galt Lisa Klein vom Team Canyon SRAM Racing als Favoritin, die Zweite im Scratch hinter Lisa Küllmer vom RSC Cottbus wurde, dann aber die Temporunden mit Rundenvorsprung gewann, das Ausscheidungsfahren ebenfalls dominierte und im  abschließenden Punktefahren über 80 Runden sich den Titel nicht mehr streitig machen ließ. Mit 143 Punkten siegte sie vor Lisa Küllmer mit 123 Punkten und Lea Lin Teutenberg vom Team WNT ROTOR Pro Cycling mit 115 Punkten, wobei die einzige Starterin aus Berlin, Eleonora Schütz vom Berliner TSC, auf Platz 12 einkam.

Die Junioren und Juniorinnen ermittelten ebenfalls ihren Omniummeister und hier gingen die Titel an Henri Uhlig vom RSC Kelheim und Finja Smekal vom Pulheimer SC, die Dorothea Heitzmann vom RSC Turbine Erfurt und Friederike Stern vom RV Elxleben auf die Plätze verwies. Berlin war hier nicht vertreten, während bei den Junioren Jonas Onnecken vom Berliner TSC und Patrick Dietze vom SC Berlin am Start waren. Während Tim Torn Teutenberg vom FC Lexxi Speedbike als Zweiter hinter Henri Uhlig ein ganz starkes Rennen fuhr und Pierre-Pascal Keup vom ESV Lok Zwickau auf den Bronzerang verwies, blieb für Patrick Dietze ein durchaus achtbarer 12. Platz und für Jonas Onnecken Platz 21 übrig.

Nach der tollen Leistung von Moritz Malcharek kann man nur bedauern, dass er bei den Six Day Berlin Ende Januar 2019 als Lokalmatador nicht am Start steht, da er einen weiteren Weltcup-Einsatz zu absolvieren hat. Umso mehr sind wir auf das Berliner Jungtalent Calvin Dik gespannt, der mit Nils Weispfennig vom RSV Edelweiß Oberhausen ein Team und damit die jüngste Mannschaft bilden wird, die jemals in der Berliner Sechstagegeschichte verpflichtet wurde. 

Bericht: Bernd Mülle   

Fotos: Arne Mill

Inhalt der Neuigkeit:
Rennbericht
Radrennen-Art:
Bahnradsport
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