0:0 trennten sich am Freitag Abend der VfL Bochum und der 1. FC Köln. Beide Vereine verharren somit weiter in der Abstiegsregion der 1. Bundesliga. Vor der Begegnung, die bereits in der Vergangenheit stets für viel Brisanz sorgte, kam es vor dem Gästebereich zu wüsten Ausschreitungen, bei der die polizeilichen Einsatzkräfte auch Pfefferspray einsetzten. Nach dem Spiel blieb es dagegen weitgehend friedlich.
0:0 trennten sich am Freitagabend der VfL Bochum und der 1. FC Köln. Beide Vereine verharren somit weiter in der Abstiegsregion der 1. Bundesliga. Vor der Begegnung, die bereits in der Vergangenheit stets für viel Brisanz sorgte, kam es vor dem Gästebereich zu wüsten Ausschreitungen, bei der die polizeilichen Einsatzkräfte auch Pfefferspray einsetzten. Nach dem Spiel blieb es dagegen weitgehend friedlich.
Gegen 18:20 Uhr traf der Fußballentlastungszug aus Köln am Bochumer Hauptbahnhof ein. Wenige Minuten später folgte der Regionalexpress, mit dem ein Großteil der Wilden Horde anreiste. Geschlossen wurden die Kölner Fans und Ultras von der Polizei zum Bochumer Stadion gebracht.
Unter einer Unterführung stoppte kurz der Marsch und eine Bengalfackel wurde gezündet. Wenig später flogen vor der Bochumer Fankneipe vereinzelte Flaschen, doch die starke Polizeipräsenz verhinderte schlimmeres.
Wenige hundert Meter vor dem rewirpowerSTADION löste sich die Spitze der Kölner Fans und stürmte auf den Eingang des Gästebereichs zu. Dort versuchten einige Fans und Hooligans sich Zutritt zu verschaffen. In der Folgezeit kam es rings um den Einlassbereich zum Gästeblock zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen Bochumer Ordnern und Anhängern des 1. FC Köln, bei denen einige Personen verletzt wurden. Die behelmte Polizei rückte vor und hinter dem Eingangsbereich an und setzte mitunter Pfefferspray ein. Mehrere Personen mussten anschließend von Sanitätern versorgt werden. Das Szenario in Bochum erinnerte ein wenig an die Begleitumstände beim Derby zwischen Lazio Rom und dem AS Rom, als sich Lazio-Ultras Zutritt ins Stadion verschaffen wollten. Unter den Kölner Anhängern sorgte der Umstand, dass zu wenige Einlassmöglichkeiten geöffnet wurden, für mächtig Unmut. Die polizeilichen Einsatzkräfte brachten die Situation vor dem Stadion jedoch bald unter Kontrolle.
Das Spiel Bochum – Köln war fast ausverkauft. 29.102 Zuschauer wollten die Begegnung sehen, unter ihnen mehrere tausend Anhänger des 1. FC Köln. Die Südtribüne war komplett in Kölner Hand. Kurz vor Spielbeginn war die Stimmung im Stadion gut, beide Fanlager sorgten für eine prickelnde Atmosphäre. Im Sitzbereich der Kölner Gäste wurde eine Bengalische Fackel angezündet – Rauchbomben und Nebeltöpfe kamen jedoch dieses Mal nicht zum Einsatz.
Es war angerichtet und die Partie konnte um 20:30 Uhr beginnen. Bei einsetzendem Nieselregen übernahm sofort die Kölner Elf die Initiative und bestimmte das Geschehen auf dem Rasen. In der Anfangsformation stand der Kölner Ex-Kapitän Novakovic, der sich auf dem Platz sehr bemüht zeigte. Nicht dabei war auf Grund seiner fünften Gelbe Karte der Kölner Stürmer Podolski.
Der VfL zeigte sich von Beginn an extrem harmlos, teilweise ausgesprochen desolat. In der 9. Spielminute explodierte ein Böller vor dem Bochumer Fanblock. Es sollte ein Weckruf sein, doch die gesamte erste Halbzeit über spielte Bochum äußerst schwach. Die erste Bochumer Torchance gab es in der 14. Minute zu sehen. Fünf Minuten später ging ein Schuss des Kölner Spielers Adil Chihi knapp am rechten Winkel vorbei. In der 29. Minute schepperte es wieder. Dieses Mal war es ein Böller vor dem Kölner Fanblock. „Heimspiel in Bochum, wir haben Heimspiel in Bochum“, sangen die tausenden Kölner Fans und feierten sich selbst. In der 30. und 33. Minute hatte Novakovic zwei gute Chancen, doch beide Male ging der Ball über das Gehäuse.
Nach der Halbzeitpause präsentierte sich die Bochumer Elf etwas besser, wenn gleich es auch in Halbzeit 2 kein Prachtspiel wurde. Für Unterhaltung sorgten die Gästefans. Im Block der Kölner Ultras wurde ein Spruchband präsentiert: „Sensation! Schmier hätt nix im Jriff! Hurra! FC-Hools boxen wieder…“ Da die Bochumer Spieler nun mit mehr Schwung in die Partie gingen, wurde auch die Stimmung auf der Bochumer Nordtribüne und im A-Block besser. Die dickste Chance des VfL gab es in der 65. Minute. Sestak schoss jedoch aus etwa fünf Metern genau auf Torhüter Mondragon, der den Ball abwehren konnte. Nur vier Minuten später hätte der FC in Führung gehen können, ja gehen müssen! Petit traf nach toller Vorarbeit von Novakovic nur den rechten Pfosten, der Nachschuss ging über das Tor. Groß war der Aufschrei auf der Gästetribüne.
Beide Teams probierten in den letzten Minuten noch einmal alles, doch große Torchancen sprangen hüben wie drüben kaum noch heraus. In der 84. Minute schoss Novakovic den Ball knapp neben das Tor. Letztendlich blieb es beim 0:0, das beiden Teams nicht wirklich weiterhelfen wird. Erstaunlich ist der Umstand, dass der 1. FC Köln bei seinen letzten drei Auswärtspartien kein einziges Gegentor bekam. Jedoch erzielte die Kölner auch nur einen Treffer. Nach dem 0:0 bei Borussia Mönchengladbach gab es den knappen 1:0 Sieg bei Hertha BSC. Auffälligster Spieler der Partie in Bochum war der Kölner Adil Chihi mit der Rückennummer 20, der immer wieder auf der rechten Seiten für tolle Aktionen sorgte.
1 Gedanke zu „VfL Bochum vs 1. FC Köln: Pfeffer vor dem Spiel – fade Kost auf dem Platz“