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Kämpferische Rote Teufel erobern bei den Eisernen die Tabellenführung

Mit einem nicht unverdienten 2:0-Sieg beim 1. FC Union eroberte der 1. FC Kaiserslautern den ersten Tabellenplatz der Zweiten Bundesliga. Vor 19.000 Zuschauern – unter ihnen 2.000 Gästefans aus der Pfalz – schossen Amedick und Jendrisek die Tore für den FCK. Der 1. FC Union steht nun mit 23 Punkten auf dem fünften Platz. Kaiserslautern empfängt kommenden Montag Arminia Bielefeld, die Eisernen müssen am Sonntag beim FC St. Pauli antreten.
 

Mit einem nicht unverdienten 2:0-Sieg beim 1. FC Union eroberte der 1. FC Kaiserslautern den ersten Tabellenplatz der Zweiten Bundesliga. Vor 19.000 Zuschauern – unter ihnen 2.000 Gästefans aus der Pfalz – schossen Amedick und Jendrisek die Tore für den FCK. Der 1. FC Union steht nun mit 23 Punkten auf dem fünften Platz. Kaiserslautern empfängt kommenden Montag Arminia Bielefeld, die Eisernen müssen am Sonntag beim FC St. Pauli antreten.

FCK

Doch alles der Reihe nach. Bei mildem Wetter war um 20:15 Uhr im Stadion An der Alten Försterei angerichtet. Ausverkauftes Haus. 19.000 Zuschauer wollten das Spitzenspiel der 2. Bundesliga sehen. Was die 2.000 angereisten FCK-Fans vom Spieltermin hielten, zeigten sie auf einem aufgehängten Transparent: „We don´t like mondays!“ Der Stadionsprecher des 1. FC Union Berlin zollte den Gästefans Respekt und versprach, dass sich die Union-Fans beim Rückspiel angemessen revanchieren werden. 
 
Nach dem Vorlesen der Mannschaftsaufstellung des 1. FC Union herrschte im Stadion wieder einmal Gänsehautstimmung. Ein Hauch von Liverpool. Tausende rot-weiße Schals. Die Union-Hymne. Frohe Erwartung. Besonders bei Flutlichtspielen wird einem immer wieder bewusst, welch ein Fortschritt dieses umgebaute Stadion ist. Wenn man an die Zeit Mitte der 90er Jahre denkt, dann kann man kaum glauben, dass es sich um den gleichen Verein handelt. Damals kickten die Unioner vor 2.000 Fans gegen Stendal und wenn es ganz hart kam vor knapp 1.000 Fans gegen Hertha Zehlendorf.
 

Zum Spiel: Union-Torhüter Jan Glinker hatte die ganze Woche gekämpft und konnte nun in der Startelf auflaufen. Stürmer Mosquera fehlte verletzungsbedingt und Marco Gebhardt musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Der FCK übernahm sogleich die Initiative. Eine erste echte Torchance für die Lauterer gab es in der 9. Minute. Ein straffer Schuss von Dick ging rechts am Gehäuse vorbei. Von Beginn an fiel Lauterns Nummer 8 auf. Sidney Sam wirbelte immer wieder durch die Reihen und sorgte für reichlich Unruhe. Die erste gute Möglichkeit für Union ergab sich in der 18. Spielminute. Nach einem Freistoß durfte der FCK-Torhüter Sippel sein Können unter Beweis stellen. 
 
In der Folgezeit war für beide Seiten kaum ein Durchkommen. Die Abwehrreihen bestimmten das Geschehen und ließen nicht viel zu. In der 29. Minute wurde es vor dem Union-Tor gefährlich. Zunächst konnte zur Ecke geklärt werden, die gut getretene Ecke verwertete Rodnei mit einem kräftigen Kopfball aufs Tor. Union-Torhüter Glinker wehrte nach vorne ab. Amedick reagierte zuerst und schoss zum 1:0-Führungstreffer für die Lauterer ein. Fast im direkten Gegenzug erzielte Union fast den Ausgleich, doch der Schuss von Rauw ging über die Latte. Während im Gästeblock prächtige Stimmung herrschte, hätte der FCK in der 35. Minute einen weiteren Treffer erzielen können. Es blieb jedoch beim 1:0 für den FCK zum Halbzeitpfiff.
 
Kämpferisch und spielstark kamen die FCK-Elf aus der Kabine, machte gleich wieder ordentlich Druck und hatte in der 47. und 48. Minute gute Torchancen. Bei Union klappte phasenweise dagegen nicht allzu viel. Viele Zuspiele in die Spitze waren zu ungenau. Ein Raunen unter den Union-Fans gab es in der 55. Minute. Ein sehr guter Schuss von Dogan konnte von Torhüter Sippel glanzvoll abgewehrt werden. Nur kurze Zeit später konnte Sippel bei einem Freistoß wieder sein Können unter Beweis stellen. Im Gegenzug durfte auch Torhüter Glinker zeigen, was er auf dem Kasten hat. Jendrisek tauchte vor Glinker auf und zog ab.
 
In der 61. Minute kam Marco Gebhardt für Mattuschka und brachte weiteren Schwung in die Partie. Union erhöhte den Druck. In der 64. Minute erhielt Sahin in einer kniffligen Strafraumszene die gelbe Karte. Manch einer hatte dagegen Strafstoß für die Eisernen gesehen.Unions Spiel wurde druckvoller, insgesamt wurde die Partie ruppiger. Nicklichkeiten häuften sich. Egal, was die Union-Elf probierte, es gab kein Durchkommen. Immer wieder spielte Union den Ball hinten rum. In der 78. Minute enteilte im Gegenzug Jendrisek der Union-Abwehr und erzielte allein vor Torhüter Glinker gekonnt das Tor zum 2:0 für den FCK aus rund 16 Metern Entfernung. 
 
FCK
 
Mit diesem Treffer war das Spiel gelaufen. Der 1. FC Kaiserslautern war an diesem Abend einfach eine Nummer zu groß für den 1. FC Union. „Lautern ist der geilste Club der Welt!“, sangen die begeisterten Gästefans. Kurz vor Abpfiff wurde auch noch ein „You´ll never walk alone“ angestimmt. Wie bereits bei der Heimniederlage gegen Greuther Fürth steckten die meisten Union-Anhänger allerdings nicht den Kopf in den Sand, sondern sorgten zum Abpfiff für tolle Stimmung. „Unsere Liebe, unsere Mannschaft, unser Stolz, unser Verein…“ schallte es über den Platz und war noch lange nach dem Spiel zu hören. Nach dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli ist am Abend des 4. Dezember der FC Energie Cottbus zu Gast an der Alten Försterei und mit Sicherheit wird auch bei diesem Spiel wieder die Hütte voll sein.
 

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