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Gästefans-Repressionen: Ultras Düsseldorf wehren sich

Fortuna Düsseldorf spielt um den Aufstieg zur ersten Bundesliga und Hansa Rostock gegen den Abstieg aus der zweiten: Sportlich sind die beiden Klubs, die am 9. Mai in Düsseldorf aufeinandertreffen Rivalen; die Fans dagegen solidarisieren sich. Der Grund dafür liegt aber nicht in der Bundesligatabelle, sondern in der um sich greifenden „Repressions-Maschinerie“ gegenüber Heim- und Gästefans, die zum Leidwesen der Ultras Düsseldorf nun auch die sonst so fröhliche Rheinmetropole erreicht hat. So wurde die Stadionkapazität bei der Partie auf 40.000 Zuschauer zurückgestuft und den Rostocker Fans nur 2.500 (personalisierte) statt der eigentlich zustehenden 4.000 Tickets gewährt.

Fortuna Düsseldorf spielt um den Aufstieg zur ersten Bundesliga und Hansa Rostock gegen den Abstieg aus der zweiten: Sportlich sind die beiden Klubs, die am 9. Mai in Düsseldorf aufeinandertreffen Rivalen; die Fans dagegen solidarisieren sich. Der Grund dafür liegt aber nicht in der Bundesligatabelle, sondern in der um sich greifenden „Repressions-Maschinerie“ gegenüber Heim- und Gästefans, die zum Leidwesen der Ultras Düsseldorf nun auch die sonst so fröhliche Rheinmetropole erreicht hat. So wurde die Stadionkapazität bei der Partie auf 40.000 Zuschauer zurückgestuft und den Rostocker Fans nur 2.500 (personalisierte) statt der eigentlich zustehenden 4.000 Tickets gewährt.

In den Gesprächen mit den Düsseldorfer Vereinsvertretern sowie der Düsseldorfer Polizei, die ursprünglich nur 1.200 personalisierte Tickets in den Verkauf geben wollte, einigten sich alle beteiligten Parteien letztendlich auf 2500 personalisierte Eintrittskarten„, heißt es dazu auf der Hansa-Webseite. Die Ultras Düsseldorf reagieren auf ihrer Webseite schockiert über diese Maßnahmen und sehen nun ihren Verein sich einreihen in die Liste vom Sicherheitswahn getriebenen Klubs. Die Fans fühlen sich übergangen und vom Verein abgeschottet. Sie, die den Aufstieg und Aufschwung mitgetragen haben, fehle bei der Entscheidung jede Kommunikationsbasis:“Wo war denn das Gesprächsangebot der Polizei oder des Vereins? Wo waren unsere Möglichkeiten zu intervenieren und auf Augenhöhe mitzudiskutieren? Sie fehlten. Wie so oft wurden wir nur vor vollendete Tatsachen gestellt.„, heißt es auf der Webseite der Ultras.

Recht haben sie. Waren vor dem Risikospiel St. Pauli gegen Rostock noch Fanvertreter eingeladen worden (wir berichteten), werden die Anhänger in Düsseldorf scheinbar ignoriert. Nach Ansicht der Fans lindert die angestrebte Repression nicht das Verhalten möglicher Problemfans, denn Ausschreitungen würden zumeist in die Düsseldorfer Altstadt und in die dortige Kneipenlandschaft getragen. „Denkt denn wirklich jemand, 5000 Rostocker im abgesicherten Gästeblock wären schwieriger zu kontrollieren als 2500 im Gästeblock und mindestens 1000 weitere verteilt im ganzen Stadion? Wofür gibt es dann die ganzen Kontrollen und Kameras, Zivilpolizisten und Ordner, Sicherheitszonen und hypermodernen Arenen? Wie kommt man auf diese völlig realitätsfremde Idee?„, fragen die Ultras in ihrem offenen Brief.

Für die Fans ist diese Aktion ein Präsedenzfall für das deutsche Fanwesen, wo die Polizei entscheidet wieviele Zuschauer das Spiel sehen und wieviele Gästefans anreisen dürfen. Der Verein duckt sich weg, so das fast klar ist, das nach Düsseldorf weitere Spiele in Zukunft ähnlich reglementiert werden können. Was einmal funktioniert werde auch später noch funktionieren. „Der Klub lässt sich bei seiner eigenen Veranstaltung, bei der er Hausrecht hat, in seiner Freiheit beschneiden. Er denkt nicht an den Einnahmeverlust sondern unterstützt die Vermischung der Fangruppen„, erklären die Ultras, die am 9. Mai zu einer Solidaritätsaktion aufrufen und keinerlei organisierten Support zu dem Spiel anstreben, ganz unter dem Motto: „Heute Rostock, morgen Wir“.

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