Nach der empfindlichen 0:4-Niederlage gegen den F.C. Hansa Rostock stand beim SV Waldhof Mannheim die große Frage im Raum: Könnte mit einer weiteren Niederlage beim FC Viktoria Köln ein weiteres Abrutschen in Richtung Abstiegszone erfolgen?

Also dann, auf in die Domstadt! Gut ein Drittel der insgesamt 3.655 Zuschauer im Sportpark Höhenberg drückten den Gästen die Daumen, davon fanden sich etwa 250 Gästefans auf der Haupttribüne ein – und diese lieferten sich gelegentliche Wechselgesänge mit den Waldhöfern im eigentlichen Gästeblock auf der Gegengeraden.

Stimmungsmäßig war es ein guter Auftritt der mitgereisten Waldhof-Fans. Optisch hatten die Mannheimer Schlachtenbummler einiges an Schwenkern und Doppelhaltern im Gepäck, dazu gab es eine ordentliche Zaunbeflaggung zu sehen.

Auf der Heimseite boten die aktiven Fans des FC Viktoria Köln eine optische Aktion mit roten und schwarzen Fähnchen und einem großen roten V auf weißem Hintergrund.

Auf dem Platz fuhren die Gäste einen verdienten 3:1-Sieg ein und stabilisieren sich im Mittelfeld der Tabelle der 3. Liga. Bereits in der zweiten Spielminute legte Kushtrim Asallari mit seinem Treffer den Grundstein für den enorm wichtigen Auswärtssieg. Nachdem der Kölner Torhüter Arne Schulz und die Kölner Hintermannschaft wohl mit dem Kopf noch nicht richtig in der Partie waren, nutzte Asallari die Gunst der Stunde.

Nachdem Viktoria Köln zu der einen oder anderen Gelegenheit kam, sollte es bis zur 55. Minute dauern, bis Benjamin Zank den Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielte. Vom schräg rechts haute er den Ball mit einem Aufsetzer unter den Querbalken.

Kölner Wende? Nein! Mustergültig bekam Arianit Ferati in der 67. Minute von weiten hinten den Ball in den Lauf gespielt, ebenso mustergültig brachte er die Kugel im Gehäuse unter. Zugemacht wurde der Sack schließlich in der 88. Minute durch Terrence Boyd, der ähnlich gut angespielt wurde und ebenso souverän abschließen konnte.

Bereits am kommenden Freitag empfängt der SV Waldhof Mannheim den SSV Ulm 1846, die Kölner müssen indes am Samstag zum SSV Jahn Regensburg reisen.
Fotos: Jochen S.
