Zu Spielbeginn der Drittligapartie SSV Ulm 1846 vs. SV Waldhof Mannheim zeigte die Ulmer Szene eine Choreografie zu 100 Jahren Donaustadion. Von der Mitte der Kurve bis zur Haupttribüne präsentierte man vor dem Block das Transparent ”100 Jahre Donaustadion“, dazu gab es schwarz-weiße Fähnchen und zwei überdimensionale Doppelhalter – einmal mit einem Bild der Kurve und den Jahreszahlen 1925 und 2025, auf dem anderen ein Bild von der Tribüne und dem Wort Heimat.

Am oberen Ende des Blockes waren auf einem weiteren Transparent die Zeilen ”Deine Mauern – unsere Wurzeln. Wo Geschichte atmet und Leidenschaft lebt“ zu sehen.

Der SV Waldhof Mannheim reiste nach dem Heimsieg gegen den FC Viktoria Köln mit breiter Brust und 1.761 Schlachtenbummlern in die Münster-Stadt. Zu Spielbeginn zeigten die Waldhof-Fans das Transparent ”Dein Herz schlägt auch noch heute auf dem Waldhofplatz – Danke Cello“, gerichtet an den ehemaligen Kapitän Marcel Seegert, der über 300 Spiele für die Mannheimer absolvierte und kürzlich erst nach Ulm gewechselt ist.

Beide Kurven unterstützen ihr Team recht gut und pöbelten auch ordentlich gegeneinander. Auf Ulmer Seite gab es noch ein ”Verbandsstrafen abschaffen“-Banner und Glückwünsche zum Nachwuchs bei „Nebulosa Impero“. Auf Mannheimer Seite waren Freunde aus Frankfurt mit dabei.

Auf dem Rasen wurde es ein umkämpftes Spiel mit vielen Fouls. Während die erste Hälfte klar von den Gästen dominiert wurde, nahmen die Ulmer im zweiten Durchgang das Heft in die Hand. Der Waldhof kam nur noch selten zur Entlastung. Nachdem Felix Lohkemper die Gäste bereits in der 2. Minute in Führung bringen konnte, erzielte Elias Löder nach etwas über einer Viertelstunde den 1:1-Ausgleichstreffer. Nach 32 Minuten war es Kennedy Onyedika Okpala, der für den SV Waldhof auf 2:1 erhöhte.

Die Ulmer hatten mehrfach das 2:2 auf dem Fuß, scheiterten jedoch am eigenen Unvermögen oder dem Mannheimer Keeper Thijmen Joel Sander Nijhuis. Am Ende nahm dann der SV Waldhof mit etwas Glück die drei Punkte mit nach Hause in die Kurpfalz.

Fotos: Jochen S.
