Während der 1. FC Schweinfurt 05 zum Saisonauftakt mit 1:5 in Aubstadt unter die Räder kam, war es für die Münchner Löwen das erste Spiel in der Regionalliga Bayern – die Hintergründe dürften hinlänglich bekannt sein.

Mit 5.000 Schlachtenbummlern, davon gut 3.000 im offiziellen Gästeblock, reiste man in die Kugellagerstadt und bot neben guten Schalparaden, einem ordentlich beflaggten Zaun auch einiges an Schwenkern und Doppelhaltern. Stimmungsmäßig riss man auch gut was ab und behielt oft die Oberhand. Zu Gast hatte man Freunde aus Nürnberg.

Auf der Heimseite bot man vor Spielbeginn eine große schwarze Blockfahne, davor das Spruchband „Wenn man oben ist, ist es nie so gut, wie es scheint – und wenn man unten ist, denkt man, man kommt nie wieder hoch“.

Mit Einlauf der Mannschaften ließ man die Blockfahne herunter, bot grüne und weiße Fähnchen im Block, Rauch in denselben Farben und schoss auch einiges an Shootern und Feuerwerk in den Himmel.

Passend dazu wechselte der Spruch vor dem Block auf ein grünes „doch das Leben geht weiter“, dazu zeigte man das Konterfei von George Jung (Johnny Depp) aus dem Film Blow, der dort einen ehrgeizigen jungen Mann, der aus einfachen Verhältnissen stammt, spielt. Das Intro wurde dann von etwa 25 Fackeln abgerundet.


Nach der Aktion versuchte die Polizei in den Heimbereich zu gelangen und kesselte nach dem Spiel einen Großteil der Schweinfurter Szene und nahm die Personalien von einer mittleren zweistelligen Anzahl auf.

Auf dem Rasen sah man ein schwaches Spiel, welches am Ende 2:2 endete. Jason Prodanovic brachte bereits in der zweiten Minute die Schweinfurter mit 1:0 in Führung, Michael Eberwein glich in der 34. Minute aus. Nach erneuter Heimführung in der 65. Minute durch Michael Dellinger erzielte fünf Minuten später Arian Ortivero Calderon den Ausgleichstreffer zum 2:2-Endstand.




Fotos: Jochen S.
