Die aktive Szene aus Sandhausen hatte am heutigen Spieltag die Organisation „Empty Stands“ mit einem Stand vor dem Stadion zu Gast – eine Selbsthilfegruppe von über 120 Fans aus mehr als 50 Vereinen, die an ME/CFS, Post COVID oder PostVac erkrankt sind.

Wer mehr darüber wissen möchte: Dazu gab es auch ein Transparent der „Szene 1916“ am Zaun: „ME/CFS besiegen – Forschung ausbauen“. Zudem stellte man die Becher-Spende des Spieltages der Organisation „Empty Stands“ zur Verfügung.


Spontane Unterstützung erhielten die Sandhäuser von einer stattlichen Anzahl befreundeter Ultras aus Aalen, die sich auf dem Weg nach Nöttingen zu einem Oberligaspiel befanden. Als deren Kick kurzfristig witterungsbedingt abgesagt wurde, machte man sich auf den Weg an den Hardtwald.

Die Gäste aus dem Nachbarort Walldorf waren mit gut 100 Fans vor Ort und nahmen auf der Sitzplatztribüne gegenüber des eigentliches Gästeblockes Platz.
Mitte der zweiten Hälfte zeigten die Sandhäuser ein Spruchband: „Walldorf ist kein Derby – gegen alle Hopp-Konstrukte“. Der Hintergrund: In Walldorf ist die SAP-Konzern-Zentrale beherbergt und auch die Astoria erhält finanzielle Unterstützung von Dietmar Hopp. Gegen Ende der Partie folgte noch ein Spruchband zur SV-Thematik.

Auf dem Rasen sahen die 3.187 Zuschauer eine intensive Partie, die am Ende nicht unverdient für die Gäste mit einem knappen 2:1 Auswärtssieg endete. Nach einer halben Stunde konnte Marcel Carl die Gäste mit 1:0 in Führung bringen, in der 38. Minute legte Emilian Lässig zum 2:0 nach. Nach 68 Minuten erzielte Maximilian Wagner den 1:2-Anschlusstreffer für den SV Sandhausen, doch wollte der erhoffte Ausgleichstreffer gegen den unbeliebten Nachbarn nicht fallen.

Für den SV Sandhausen ist nun Rang sieben der Stand der Dinge, vorbeiziehen konnte der FC-Astoria Walldorf, der nun auf dem Platz fünf zu finden ist. Am kommenden Sonntag reist der SV Sandhausen zum SC Freiburg II, zeitgleich empfängt der FC-Astoria Walldorf daheim im Dietmar-Hopp-Sportpark den FC 08 Homburg.

Fotos: Jochen S.
