Auch in der Saison 2013/14 ist der Salza-Cup des FSV 1996 Preußen Bad Langensalza eine feste Größe im Thüringer Hallenfußball. Am 27. Dezember 2013 gehen bei der bereits 19. Auflage des Traditionsturniers wieder zehn Teams auf die Jagd nach dem begehrten Pokal. Erstmals wird die Gruppenauslosung unmittelbar vor dem Anpfiff um 17.00 Uhr vorgenommen. Nachdem die Organisatoren im vergangenen Jahr knapp 1000 Zuschauer in der Salza-Halle begrüßen durften, können die „Preußen“ aus Bad Langensalza auch in diesem Jahr mit einer ähnlich großen Resonanz rechnen. Mit dem Vorjahressieger FC Eisenach; dem FC Blau-Weiss Dachwig-Döllstädt (Cup-Gewinner 2011) und dem FSV Wacker Gotha (2007) nehmen drei Thüringer Verbandsligisten und ehemalige Cupsieger am Traditionsturnier teil.
Nach der souveränen Vorstellung im Vorjahr geht der Verbandsligatabellenführer aus der Wartburgstadt als großer Favorit an den Start. Ohne Punktverlust dominierte der FC Eisenach die 18. Auflage des Salza-Cups vor 12 Monaten. Nicht nur in der Halle sondern auch auf dem „Grün“ sind die Schützlinge von Trainer Daniel Reich derzeit außerordentlich erfolgreich. Nach dem 15. Spieltag in der Thüringer Verbandsliga steht die Mannschaft um Kapitän Ronny Fuhrmann mit 11 Siegen auf dem 1. Tabellenplatz, der am Saisonende zum Aufstieg in die Oberliga berechtigen würde.
Neben dem Favoriten aus Eisenach darf sich auch der Verbandsliga-Aufsteiger aus Dachwig-Döllstädt Hoffnungen auf einen erneuten Titelgewinn machen. Nach dem Sieg bei der 17. Auflage 2011 überzeugte das Team von Albert Krebs auch im Vorjahr. Nach einer siegreichen Vorrunde scheiterte die Mannschaft aus dem Landreis Gotha erst im Finale gegen den FC Eisenach mit 0:4. In der aktuellen Verbandsligasaison liegen die Blau-Weißen derzeit auf dem 11. Tabellenplatz und haben sechs Siege auf der Habenseite. Die eigentliche Sensation gelang dem Aufsteiger allerdings im Pokal. Dort erreicht das Team nach einem Sieg in Heiligenstadt erstmals in der Vereinsgeschichte das Halbfinale.
Auch die Gastgeber aus Bad Langensalza, die wieder auf lautstarke Unterstützung durch ihren Anhang zählen können, zählen zum Favoritenkreis. Der Landesklassist konnte den „Cup“ bereits viermal gewinnen und ist derzeit in einer eindrucksvollen Form. Trotz zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle belegt das Team von Trainer Thomas Geuß einen hervorragenden zweiten Platz hinter der Regionalliga-Reserve des FSV Wacker Nordhausen. „Wir sind mit den sportlichen Ergebnissen der Hinrunde sehr zufrieden, auch wenn der Abschluss mit der Heimniederlage gegen Siemerode und dem Unentschieden in Gebesee nicht ganz optimal verlief“, so Benno Harbauer, 2. Vorsitzender. Die Preußen hoffen bei der 19. Auflage auf die Teilnahme am Halbfinale. „Wir wollen in erster Linie gute Gastgeber sein und uns sportlich gut präsentieren“, erklärt Harbauer.
Bisher ist es noch keinem Cup-Sieger gelungen, den Titel des Vorjahres zu verteidigen. Entsprechend nervös scheint man in der Wartburgstadt zu sein, anders sind die Fouls abseits des Hallenparketts kaum zu erklären. „Schön zugeschoben“ kommentierte Mannschaftsleiter Sebastian Haun die Gruppenauslosung und unterstellt damit den Organisatoren des FSV 1996 Preußen Bad Langensalza Einfluss auf die Verteilung der Mannschaften genommen zu haben. Traditionell war die Auslosung im Rahmen der Vereinsweihnachtsfeier erfolgt. Dabei verzichteten die Organisatoren auf eine Setzliste. So kam es, dass alle drei Verbandsligisten in die Gruppe B und die Gastgeber als Favorit in die Gruppe A gelost wurde.
„Ich war bei der Auslosung anwesend, es wurde genauso gelost und nix geschoben. Nachdem die Gruppen fest standen, meinten einige Spieler sofort, dass uns dies keiner glaubt. Leider sollten sie Recht behalten“, berichtet Benno Harbauer. Insbesondere die Vertreter der Wartburgstädter zweifelten öffentlich die Auslosung an. „Was für ein Zufall, dass alle drei Verbandsligisten in einer Staffel sind. Vielleicht wollte man das ja so“, kommentierte Haun die Auslosung.
Die Art und Weise der Kritik ging nicht spurlos an den Organisatoren vorbei. Daher entschied sich das Team rund um Benno Harbauer, die Auslosung zu wiederholen. „Wir wollen somit gern auf die Einwände der Mannschaften reagieren und losen direkt vor Turnierbeginn auf dem Parkett der Salza-Halle neu“, erklärt der 2. Vorsitzende. Dabei werden die 3 Verbandsligisten und der Gastgeber als bestplatzierter Landesklassist den 6 anderen Mannschaften zugelost. Somit befinden sich im ersten Topf die Turnierfavoriten FC Blau-Weiss Dachwig-Döllstädt, FSV Wacker Gotha, FC Eisenach und FSV Preußen Bad Langensalza. Im zweiten Topf warten dann Mannschaften SV Fortuna Gräfentonna, DJK SG Struth, SG Körner/Urbach, SG Großengottern/Seebach, SG Kirchheilingen/Merxleben und SG Altengottern/Thamsbrück.
Damit dürften die Organisatoren alle Voraussetzungen dafür geschaffen haben, dass die anwesenden Fußballfans vier Stunden lang attraktiven und spannenden Hallenfußball erleben können. Der Eintritt kostet 6 Euro. Schüler, Studenten und Rentner können hochklassigen Hallenfußall in der Kur- und Rosenstadt ermäßigt für 4 Euro sehen. Gespielt wird nach der Auslosung in zwei Gruppen, mit anschließenden Überkreuz-Halbfinalpaarungen der beiden bestplatzierten Mannschaften, dem Neunmeterschießen um den dritten Platz sowie dem Finale zum Abschluss. Die Spielleitung übernehmen mit Sebastian Lorenzen, Sebastian Postel und Marko Wartmann drei thüringenweit anerkannte Schiedsrichter.
Die bisherigen Salza-Cup-Endspiele:
1995: SV Preußen Bad Langensalza – SV Preußen Bad Langensalza II 4:0
1996: FSV Behringen – FSV Preußen Bad Langensalza II 3:3; 7:6 nach 9-m-Sch.
1997: SV Borussia Eisenach – FSV Preußen Bad Langensalza 2:1
1998: FSV Preußen Bad Langensalza – TSG 1861 Taucha 2:1
1999: SV Normania Treffurt – SV Blau-Weiß Dachwig-Döllstädt 0:0; 3:2 nach 9-m-Sch.
2000: es fanden nur Nachwuchsturniere statt
2001: FSV Preußen Bad Langensalza – SV Fortuna Gräfentonna 4:2
2002: SG Fortuna Remstädt – SV 90 Altengottern 3:2
2003: SV Grün-Weiß Schönstedt – SV Fortuna Remstädt 2:0
2004: SV Nägelstedt – SG Großengottern/Seebach 1:1; 3:1 nach 9-m-Sch.
2005: FC Union Mühlhausen – FC Rot-Weiß Erfurt II 1:1; 2:0 nach 9-m-Sch.
2006: SG Altengottern/Welsbach – FSV Preußen Bad Langensalza 1:0
2007: FSV Wacker Gotha – FC Union Mühlhausen 4:0
2008: SSV Schlotheim – Kirchheilinger SV 3:2
2009: SV Arnstadt – SG Großengottern/Seebach 4:0
2010: FSV Preußen Bad Langensalza – FC Union Mühlhausen 2:1
2011: FC BW Dachwig/Döllstedt vs. SC Großengottern 2:2, 4:3 nach 9-m-Sch.
2012: FC Eisenach vs. FC BW Dachwig/Döllstedt 4:0
Fotos: Danny N.
