„Das ist nicht! Das Glas Letscho, das Sie hier zum Fressen haben, müssen Sie auch gleich ausleeren!“, quakte der DDR-Grenzbeamte im Zug von Prag nach Ost-Berlin den Hansa-Fan Herbert voll. „Seid Ihr bekloppt? Drüben hauen die Leute ab und wir fahren hier nach Hause!“, echauffierte sich Herbert, der seinem kleinen Bengel in der Tschechoslowakei eine kleine Spielzeugraupe mit wackelnden Flügeln gekauft hatte und sich nun nach der strapaziösen Fußballtour nach Ostrava daheim einfach nur noch ausruhen wollte. „Warum kommen Sie überhaupt wieder?“, fragte der DDR-Grenzbeamte. „Warum? Ich will Hansa sehen! Ich haue doch nicht in den Westen ab!“, erklärte Herbert, es kaum fassend, dass man sich doch glatt rechtfertigen musste, in die DDR zurückzuwollen. Was für ein Zirkus!

Man schrieb den 27. September 1989, und am Abend zuvor hatte der F.C. Hansa Rostock bei TJ Banìk Ostrava OKD gespielt. Ostrava?! Sonderzug?! Genau! Während der Sonderzug mit den Rostocker Fans in Ostrava wieder umkehren musste – dazu gleich mehr -, gelangten einige Hansa-Fans auf eigene Faust nach Ostrava, um den F.C. Hansa Rostock beim UEFA-Pokalrückspiel lautstark zu unterstützen. So auch Schmag, Herbert und „Ratte“ vom Hansa-Fanclub „Udopia Zwickau“. Über Zittau sind sie damals nach Vitkovice gefahren, im Gepäck ein hübsches Fresspaket und reichlich zu trinken. Wie meinte Schmag im Interview für das Buch „Kaperfahrten II – 65 Grad Kurs Ost-Nordost“? „Eine Fahrt, die ich meinen Lebtag nie vergessen werde, ist Ostrava! Der absolute Porno!“

Legendäres Spiel beim BFC Dynamo
Rollen wir das Ganze jedoch einmal von vorne auf! Damit es mit der Qualifikation für den UEFA-Pokal klappte, musste der F.C. Hansa Rostock am letzten Spieltag der DDR-Oberliga-Saison 1988/89 beim BFC Dynamo, der nach zehn Jahren den Meistertitel an die SG Dynamo Dresden abgeben musste, nach Möglichkeit punkten. 03. Juni 1989. Noch so ein „Porno“! Weit mehr als 4.000 Hansa-Fans fuhren an jenem Tag zum Berliner Jahn-Sportpark, und bereits am Vormittag ging am damals gut frequentierten Bahnhof Lichtenberg mächtig die Luzie ab.
Mit dabei war auch der aus Güstrow stammende „Klischi“, der in Band I „Kaperfahrten – Mit der Kogge durch stürmische See“ ein flottes Kapitel über jene Sause beigesteuert hat. Mit dem normalen D-Zug 521 ging es in mit den von Oma gestrickten Schals geschmückten Abteils nach Berlin-Lichtenberg, wo gegen zehn Uhr bereits die Hölle los war. Die beiden Sonderzüge waren bereits eingetroffen, und in einem Laden wurde der Begriff „Selbstbedienung“ wörtlich genommen. Eine im Lada gekommene Polizeistreife konnte wenig ausrichten – mit prall gefüllten Jackentaschen und Hirschbeuteln ging es wieder raus.

Beim Tabellenzweiten BFC Dynamo konnte Hansa sportlich wenig ausrichten. Bereits nach zwei Minuten erzielte ausgerechnet Thomas Doll den Treffer zum 1:0, noch vor der Pause legte Andreas Thom zwei Tore nach. In der 88. Minute erzielte Burkhard Reich den Treffer zum 4:0-Endstand für die Weinroten aus Hohenschönhausen. Hansa war nun auf Schützenhilfe angewiesen – und diese gab es auch! Der 1. FC Lok Leipzig gewann gegen den FC Carl Zeiss Jena mit 2:1, und somit konnte Hansa den vierten Platz sichern. Was für ein Jubel in der Gästekurve des altehrwürdigen Jahn-Sportparks! An einigen Stellen waren die Zäune so stark besetzt, dass sie einzustürzen drohten.
Für den damals 16-jährigen Klischi war es das erste Auswärtsspiel mit dem F.C. Hansa: „Ja! UEFA-Cup! Sehr geil! Hansa international! Super! Zurück ging’s dann für uns um 18:36 Uhr mit dem D-Zug 525, um dann 21:14 in Güstrow zu landen. Während der Fahrt wurde natürlich ausgiebig gefeiert mit jeder Menge Singsang, Bier, Schnaps und Wein.“

Baník Ostrava anstatt Bergamo oder Napoli
In der ersten Runde der UEFA-Pokal-Saison 1989/90 hätten unter anderen Hibernian Edinburgh, Atalanta Bergamo, der SSC Neapel, Olympiakos Piräus oder Feyenoord Rotterdam der Gegner sein können. Aus dem Ostblock standen unter anderen der FK Witoscha Sofia (heute Levski), Zenit Leningrad, Roter Stern Belgrad und der AS Victoria Bukarest (Ende 1989 aufgelöst) und GKS Katowice zur Auswahl. Aus „erste Runde Bukarest …“ wurde jedoch maßgeschneidert ein „erste Runde Ostrava …“. Weshalb maßgeschneidert? Ganz einfach! Zu jenem Zeitpunkt war die CSSR nur noch das einzige Land, in das DDR-Bürger nur mit blauem Personalausweis ohne Visa reisen durften. Die VR Polen war seit 1981 (Stichwort Solidarność) nicht mehr ohne weiteres zu bereisen, und nach den ersten Fluchtwellen im Sommer 1989 waren im Herbst 1989 selbst Touren in die VR Ungarn für DDR-Bürger nicht mehr ohne weiteres möglich. Kurzum: Gut, dass nicht der MTK-VM SK Budapest, sondern Baník Ostrava der Gegner war.

Berluc war „schuld“!
Das Hinspiel wurde am 12. September 1989 im Rostocker Ostseestadion vor 20.320 Zuschauern ausgetragen, und vor Anpfiff trat die Band „Berluc“ auf. Bereits beim Heimspiel gegen die BSG Wismut Aue am 15. April jenes Jahres hatte „Berluc“ einen Auftritt im Ostseestadion. Das 1:2 gegen Aue war die erste Heimniederlage der Saison, und somit war ein erneuter Auftritt wohl ein schlechtes Omen. Allerdings schaute es zunächst prima aus. Dank der beiden Treffer von Jens Wahl führte Hansa zur Pause mit 2:0, und die rund zehn Gästefans machten hinter ihren drei Zaunfahnen trübe Gesichter. Nach der Pause fand jedoch Hansa nicht mehr statt. Baník Ostrava drehte die Partie, gewann am Ende mit 3:2 und die Hansa-Fans skandierten: „Nie wieder Berluc! Wir wollen nie wieder Berluc!“ Die Band war unter anderen bekannt für das schön anzuhörende Lied „Hansa olé“, das ein Coversong vom eigenen Hit „Die Erde lebt“ war. Nachdem „Berluc“ jedoch „schuld“ an der Niederlage gegen Ostrava war, wollte niemand mehr so recht diesen Song hören.

Auf nach Ostrava! Für 150 Mark konnten sich Hansa-Fans einen Platz im vom Jugendreisebüro der Freien Deutschen Jugend (FDJ) sichern. Im Preis enthalten waren eine Stadtrundfahrt, die Verpflegung und die Eintrittskarte für das Rückspiel im Stadion Bazaly. Ohne Probleme setzte sich der Sonderzug am 26. September 1989 um 22:20 Uhr in Bewegung, bis zur Grenze mit an Bord waren Transportpolizisten, die gesamte Fahrt begleiteten etliche Ordner des F.C. Hansa. Spannend: Auf eigene Faust reiste auch ein IM des MfS mit, der während der Fahrt „Vorkommnisse verursachte“. In den Stasi-Unterlagen vermerkt wurde, dass bei der Einfahrt in Güstrow, Waren (Müritz), Neustrelitz und Berlin-Lichtenberg Pyrotechnik gezündet wurde und leere Flaschen auf die Bahnsteige geworfen wurden.
In Decin kam es zu einem ersten Einsatz von Seiten der tschechoslowakischen Miliz. Hierbei wurden Knüppel und Reizgas eingesetzt. Bei den Zwischenhalten in Prag und Pardubice kam es zu ähnlichen Szenen. Als der Sonderzug schließlich Ostrava gegen 14 Uhr erreicht hatte, standen bereits zahlreiche Sicherheitskräfte bereit. Langsam wurde klar, dass von Beginn an gar nicht geplant war, die Fußballfans aussteigen zu lassen. Jede zerbrochene Flasche im Zug wurde von den Einsatzkräften fotografiert, jeder kleinste Anlass schien recht zu sein, um den Sonderzug wieder zurückzuschicken in die DDR.

Ab in die tschechoslowakische Psychiatrie
Im von Heiko Neubert herausgebrachten Fanzine „Fankogge“ berichtete später „Renate“, was im Sonderzug vor sich ging. Als Renate nach Ankunft in Ostrava den Kopf durch das Fenster steckte, gefiel einem tschechoslowakischen Polizisten der aufgesetzte Wikingerhelm nicht. Kurzerhand brach der Typ mit dem „sozialistischen Wegweiser“ (auch Gummiknüppel genannt) in der Hand die beiden Hörner des Helmes. Warum? Weil der Milizionär ein riesiges „Feinkostgewölbe“ zu haben schien, so Renate. Und weil dem Mann in Uniform die oberaffengeile Kopfbedeckung gegen den Strich ging, machte er sich an dieser zu schaffen.
Als wenig später der Sonderzug wieder zurück nach Rostock rollen sollte, wurde prompt in genau diesem Abteil die Notbremse gezogen, so dass die Miliz ein weiteres Mal bei Renate vorbeischaute. Zwei Insassen konnten sich retten, die anderen vier erhielten eine „Sonderbehandlung“. Die Taschen flogen aus dem Fenster, Renate und die drei anderen wurden auf ein nahes Polizeirevier gebracht. Vor Ort machte sich der Milizionär, der bereits die Hörner abgebrochen hatte, am in der Tasche gefundenen Fanclub-Banner zu schaffen. „Was das?“, fragte der Typ in Uniform. Mit der Antwort, dass das Hansa sei, zeigte er sich keinesfalls zufrieden. Mit den Worten „Nix Hansa!“ zerriss er die schöne Fahne.
Nach ein paar Stunden ging es in einer Polentenkutsche weiter zu einer Baracke, an der tatsächlich „Psychiatrie“ zu lesen war. Dort hieß es Ausziehen und Behandlung mit dem Gummiknüppel. Jeder der vier erhielt dann für sich allein eine Bude mit vier Pritschen, die jedoch nur 1,50 Meter lang waren. Zwei von den Festgenommenen wehrten sich und wurden von zwei kräftigen Frauen auf den Pritschen festgeschnallt. Renate erhielt mitten in der Nacht noch zwei Zimmergenossen. Einer benahm sich wie ein Idiot und brüllte permanent nach Wasser, der andere hatte nur einen weißen Bademantel an, der vorn geöffnet war, so dass die gesamte Männlichkeit prima einsehbar war. Später ging es noch einmal zurück zum Polizeirevier, wo ein paar Fragen gestellt wurden. Ordnung musste sein. „Haben Sie hier etwas zu essen bekommen?“, „Sind Sie verheiratet?“ Wenig später wurden die vier Hansa-Fans in den nächsten Zug gen Prag, Ost-Berlin und Rostock geschickt. Der Sonderzug hatte zu jenem Zeitpunkt wieder die Hansestadt erreicht.

Auf eigene Faust nach Ostrava
Überaus erlebnisreich wurden auch die Touren der auf eigene Faust nach Ostrava angereisten Hansa-Fans. Wie eingangs erwähnt, wählten die Jungs vom Hansa-Fanclub „Udopia Zwickau“ eine Nebenstrecke über Zittau, um problemlos das Ziel erreichen zu können. Alles verlief soweit auch entspannt, bis auf, dass der bereits über den Berg befindliche Herbert dem Schmag beim Schmieren der Schrippe mit Schmalzfleisch aus Spaß mit dem Fuß zwischen den Beinen rummachte. „Ey, nimm deine gottverdammten Mauken weg! Ich will hier in Ruhe fressen!“, warnte Schmag noch. Nachdem Herbert dem Schmag die Schrippe samt Schmalzfleisch in die Gusche haute, brannte kurzerhand die Sicherung durch und das schmalzige Taschenmesser wurde volle Kanne in Herberts Fuß gehauen.

Zwar blutete Herberts Fuß wie wild, doch mit runtergerissenen Gardinen konnte der Blutverlust halbwegs gestoppt werden. „Geht weiter hier!“, wurde den reinschauenden Polizisten erklärt, und in Ostrava ging’s in aller Frühe schon mal fix in die „Schnelle Quelle!“ Aus Langeweile wurde später in einer Art Konsum mit Spielzeugpistolen herumgeballert, so dass ein paar Kunden bereits wie wild „Miliz! Miliz!“ brüllten. Später am Abend ging es im Gästeblock des Stadions auch sehr wild zu. So berichtet Schmag in „Kaperfahrten II“: „Und dann musste ich pissen. Du gingst dann aus dem Block raus und rein ging’s in die Katakomben zu den Toiletten. Alles voller wütender Tschechen. Wie 1980, als dort der BFC gespielt hatte. Damals ging bei denen zur Halbzeit das Licht aus, und dann hatten die BFCer übelst den Arsch vollgekriegt. Oberhalb von uns standen die Bullen und all die verdammten Tschechen. Ich ging gerade auf’s Klo, da kamen uns zehn, fünfzehn Mann hinterher, und ich sagte nur: ‚Jetzt können wir uns gratulieren!‘ Ich hatte schon meine Uhr abgemacht. Jetzt kriegst du hier die Jacke vollgedonnert! Ich war ja sowieso so nen Krawallbruder, bei mir hatte es dann gleich gezündet. Ich war damals schon dreimal vorbestraft gewesen. Da kamen zwei Bullen mit hinterher. Und ich dachte noch, wenn hier keiner kommt, stirbst du hier!“
Herbert schildert indes das Ganze mit folgenden Worten: „Oben kamen die ersten schon rüber. Da hast du hinten einen übelst alten Zaun gehabt, und da haben wir die Latten genommen und sind auf die drauf! Bloß das Problem war, wenn die tschechischen Bullen kamen, da kamst du nicht ran. Der Knüppel von denen war fast nen Meter lang. Wenn der ausholte, kamst du nicht ran an den Mann. Die haben uns Rostocker zurückgedrängt und haben danach wie die Blöden auf die Ostrava-Fans draufgeschlagen. Die haben wirklich wie die Bekloppten reingedroschen.“

Knüppel frei im Stadion Bazaly
Die im Stadion Bazaly befindlichen Hansa-Fans – Augenzeugen berichten von 150 bis 200 Anwesenden – bekamen zudem auf dem Rasen nichts Schönes zu sehen. Radim Necas, Radomir Chylek, Jiri Zálesky und Václav Pechácek erzielten die Treffer zum klaren 4:0-Sieg von Baník Ostrava. Ungemütlich wurde es auch nach dem Spiel. Mit Sonderbussen ging es zum Bahnhof, und schon bald waren sämtliche Fensterscheiben kaputt. Angekommen am Bahnhof, folgte sogleich die nächste Klopperei, und die nächste Überraschung gab es für Schmag, Herbert und Freunde im Zug nach Prag. Auf den Plätzen, die sie vorher reserviert hatten, saßen bereits Slowaken mit Sack und Pack. Und einem „Vieh vom Herrn“ (Zitat Herbert). Bei Schmag zündete es bereits wieder – und schon wurden die ersten Koffer aus dem Fenster geworfen. „Und wenn Ihr nicht abhaut, fliegt der Köter hinterher!“, meinte er nur. Nach drei Tagen war er einfach nur noch müde und hatte die Faxen dicke. Großes Geschrei, großer Trubel – am Ende saßen sie auf ihren reservierten Plätzen und mussten nicht den Zug auf offener Strecke verlassen.

In Prag wurde es nochmals wüst, und später im Zug von Prag nach Berlin gab es die eingangs besagten Diskussionen um das mitgebrachte Glas Letscho und andere Nichtigkeiten. Der Grund, weshalb auf beiden Seiten die Nerven so angespannt waren, lag auf der Hand. So erklärt Schmag: „Das haben die gehasst, das hast du gemerkt. Die Tschechen haben abgekotzt, dass die ganzen Ossis rüber wollten. Ganz Prag war ja voll mit Ostdeutschen, die alle zu den Botschaften wollten. Es war ja nicht abzusehen, dass so bald die Grenze aufgehen würde. Da ging’s mit dem Knüppel in den Zug. Volle Kapelle!“

Kommen wir abschließend noch einmal auf den von den tschechoslowakischen Beamten zurückgeschickten Sonderzug des F.C. Hansa Rostock zu sprechen. Gegen 17:30 Uhr setzte sich dieser am Bahnhof von Ostrava wieder in Bewegung in Richtung DDR. Nachdem die besagte Notbremse gezogen wurde, kam es zu einem massiven Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray. In den Stasi-Berichten wurden acht verletzte Hansa-Fans vermerkt, die Schwellungen an Händen, Armen und Beinen sowie Reizungen der Augen zu beklagen hatten. Die Hauptschuld sah das MfS dennoch bei den Fans des F.C. Hansa Rostock, die sich nicht angemessen genug verhalten hatten. Das später angefertigte Protestschreiben der Fans an den Generalsekretär des Fußballverbandes der DDR sahen sie als ungerechtfertigt. Vielmehr sollten in Zukunft besser Vorbereitungen für die Durchführung von Sonderzugfahrten getroffen werden. So sollte in Zukunft verhindert werden, dass pyrotechnische Erzeugnisse mitgeführt und zu viele alkoholische Getränke konsumiert werden.

Die Aufarbeitung des Ganzen
Das Ganze kritischer sah ein Angehöriger der offiziellen Delegation, der ebenfalls einen Bericht für das MfS abgab. Jener Berichterstatter fuhr vom Stadion aus zum Bahnhof, um dort mit dem Leiter des Polizeieinsatzes zu sprechen. Die erbrachten Vorschläge zur Vermittlung wurden allesamt abgelehnt. Immerhin konnte er sich auf den Bahnsteig begeben und beruhigend auf die Sonderzug-Insassen einwirken. Gezeigt wurden ihm die Blessuren an den Beinen und Armen. Ein Hansa-Fan rief ihm zu: „Hol uns hier raus, man behandelt uns wie Tiere!“

Beim Abschreiten des Zuges konnte er – anders als die örtliche Miliz berichtete – nur wenige stark angetrunkene Fans sehen. Zudem stellte er keine wirklichen Schäden am Zug fest. Auf eine dahingehende Frage wurde er lautstark zurechtgewiesen. Hier war nichts mehr zu machen. Der Sonderzug rollte wieder gen Heimat, und der Beobachter fuhr zurück ins Stadion Bazaly, wo er Zeuge eines weiteren Polizeieinsatzes wurde …

In See stechen – auf Kaperfahrt gehen …
Lust auf mehr? Mehr zur Thematik „Ostrava 1989“ – unterwegs im Sonderzug und auf eigene Faust – gibt es in den beiden Bänden „Kaperfahrten – Mit der Kogge durch stürmische See“ und „Kaperfahrten II – 65 Grad Kurs Ost-Nordost“ (jeweils 29,65 Euro plus Versand) zu lesen. Infos & Bestellmöglichkeit: Eine Mail an marco.bertram@gmx.de oder ein Klick auf www.marco-bertram.de

Fotos: „Udopia Zwickau“, „Dick Turpin“, Heiko Neubert, Ulf Lange, Keili, Marco Bertram

Hammerharter Text!!
Wäre der Sonderzug angekommen, hätte die Gästekurve einen guten Anblick ergeben. SCHADE, dass gegen Ostrava nix zu holen war.