Werbung Noch keinen Kalender 2026? Unsere historischen Kalender sind das perfekte Geschenk – für Dich und alle anderen!

FIFA 17 oder PES 17? Gelungene Neuauflagen der Fußball-Simulationen

Der jährliche Wettstreit geht in eine neue Runde: Die beiden derzeit beliebtesten Fußball-Simulationen FIFA 17 und PES17 gehen in eine neue Saison mit neuen Features und grafischen Höhenflügen. Von diesen hätte man vor 25 Jahren nicht einmal zu träumen gewagt, hatte aber mit „International Soccer“ (C64) oder „Sensible Soccer“ (u.a. Amiga) nicht minder Spaß. Nächtelang wurde der Knüppel gefordert, obwohl der Ball nicht sehr rund und die Spieler teilweise eher eckig daherkamen. Dafür gab es mit SWOS (Sensible World of Soccer) ein Spiel, das auf einen zur damaligen Zeit eindrucksvollen Datensatz zurückgriff: Kostspielige Team-Lizenzen waren für die Produzenten damals noch kein Thema und so enthielt das Spiel alle Teams und Spieler weltweit (ca. 1.600 Teams und 22.000 Spieler) und auch einen Managermodus.

Auch wenn SWOS immer noch viele Anhänger hat und auf extra ausgerichteten Turnieren gespielt wird, geriet das Spiel durch eine neue  Fußball-Spieleserie vor allem seit Ende der 1990er Jahre in Vergessenheit. Seit 1993 vom Softwarehersteller Electronic Arts entwickelt hat sich die „FIFA“ Reihe (früher auch FIFA International Soccer, FIFA Soccer) vor allem im neuen Jahrtausend zu „der“ meistgespielten Fußballsimulation (fast) ohne Konkurrenz entwickelt. Fast, denn mit dem Spiel International Superstar Soccer (ISS), startete die japanische Softwarefirma Konami 1995 ein ähnliches Produkt, das aber unter dem Label „Pro Evolution Soccer“ (PES) ab 2001 erst richtig Fahrt aufnahm und zum ebenbürtigen „FIFA“ Konkurrenten aufstieg. Während die FIFA-Serie durch umfangreiche original Team-Namen (Lizenzen) seither glänzt, trumpft die PES-Reihe eigentlich über alle Titel hinweg mit einem realistischeren Spielvergnügen.

Dies hat sich auch in der 17. Auflage der beiden Spiele nicht verändert. Noch immer gibt PES dem Spiel ein Ticken mehr Realität bei einfacherem Handling für den Nutzer vor dem Bildschirm. Ob Ballphysik oder taktisches Feintuning, für Spieler die nur Wert auf das Spiel an sich legen, ist PES 17 die richtige Wahl. Bei FIFA 17 dagegen wirken Schüsse und Pässe zuweilen wie ein Billiardspiel auf grünem Filz und nicht wie ein Fußballspiel auf grünem Rasen. Dazu könnte bei beiden Spielen dem einen oder anderen Spieler ein wenig mehr menschliches Antlitz gut tun. So wirken manchen Spieler aber auch das Publikum wie einem Maskenball oder direkt aus der Zombie-Serie „Walking Dead“ entsprungen. Zudem wirkt manches Gesicht ein wenig übermäßig in Richtung Schönheits-OP getuned (z.B. F.R. vom FCB). Diese minimalen Feinheiten kann man aber sicherlich verschmerzen. Gespannt kann man auf die genutzten Fankultur-Elemente in beiden Spielen (Choreo, Pyrotechnik) sein.

Den großen Unterschied machen immer noch die Lizenzen: Denn während bei Pro Evolution Soccer der Spieler Matches zwischen dem London FC und Merseyside Blue bestreiten muss, kann der FIFA-Spieler unter richtigem Label kicken (Chelsea – Everton). Nur wenige Teams konnte Konami für sein Spiel lizensieren, dafür aber immerhin wie schon seit Jahren wieder die beiden großen europäischen Turniere (Champions League, Europa League). Dazu gibt es einen Editiermodus mit dem Teams verändert werden können. So gibt es inzwischen unter den PES-Fans eine große Entwicklergemeinde, die kurz nach Erscheinen  des Spiels entsprechend editierte Mannschaften / Ligen bereitstellen. Da wird aus einem London FC ganz schnell der FC Chelsea.

Eine so genannte Patch / Mods Gemeinde hat auch die FIFA-Serie. Hier werden dann Ligen zur Integration bereitgestellt, die manch einem Nutzer fehlen, wie beispielsweise die 3. Liga in Deutschland. Trotz vielfachen Fanwunsch wurde auch in der aktuellen Version diese Liga nicht integriert – aufgrund von Lizenzen wie die Entwickler mittteilten. Neben den Karrieremodus oder Ultimate Team Matches kommt die diesmal in (ob das die Schalke Fans freut?) schwarz-gelb gehaltene FIFA Serie nun mit einem weiteren Highlight daher: The Journey. Hier kann der Spieler in die Rolle eines Nachwuchsstars (Alex Hunter) schlüpfen und mit ihm eine Saison mit Höhen und Tiefen bestreiten. Mittels der integrierten Frostbite-Engine wurde eine komplette Geschichte gebaut in der Alex sich in einen Premier League Klub nach Wahl hocharbeiten kann. Insgesamt belaufe sich die Spielzeit dieses Modus auf ca. 16 Stunden wie einige Spieleexperten herausgefunden haben, dafür gibt es dann zum Ende hin einige Belohnungen für den Ultimate Team Bereich.

Eine Fortsetzung von „The Journey“ ist wünschenswert ebenso wie auch für beide Fußballspiel-Serien, die sich immer wieder gegenseitig bereichern. Kleine Mankos gibt es auf beiden Seiten, die aber verschmerzbar sind schaut man sich die positiven Entwicklungen über die Jahre an. Ein Griff zu beiden Klassikern ist empfehlenswert – wir machen es auf jeden Fall und spielen unter unserem Label künftig in beiden Online-Arenen.

Was denkt Ihr über die Spiele? Welches habt Ihr Euch geholt?

> FIFA 17 für PC, Xbox, Playstadion bestellen

> PES 17 für PC, Xbox, Playstadion bestellen

Foto: Screenshot FIFA 17

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

2 Gedanken zu „FIFA 17 oder PES 17? Gelungene Neuauflagen der Fußball-Simulationen“

Nach oben scrollen