Der FC Aarau – die „Unaufsteigbaren“ – erlebt das nächste Barrage-Drama. Wieder ging der FC Aarau in die Barrage (Relegation), wieder war der Grasshopper Club der Gegner – und wieder gab es keinen Aufstieg für den FC Aarau.

Im zweiten Duell mit GC war der FCA jedoch deutlich näher dran als vor einem Jahr. Am Ende spielte der Schiedsrichter die entscheidende Rolle und bei dem Challenge-League-Klub war verständlicherweise der Ärger groß.

2015 gab es für den FC Aarau den Abstieg aus der Super League, der höchsten Spielklasse in der Schweiz. Seit nunmehr elf Jahren wird die Rückkehr dahin angestrebt. Vor sieben Jahren kam es zum Drama gegen Neuchatel Xamax. Man schaffe es tatsächlich, einen auswärts gefeierten 4:0-Hinspielerfolg im Rückspiel daheim zu vergeigen. Unfassbar! Vor 7.526 Zuschauern lag der FC Aarau damals nach 90 Minuten mit 0:4 zurück und am Ende konnte Xamax das Elfmeterschießen für sich entscheiden. Xamax-Keeper Walthert konnte gleich den ersten Elfer von Elsad Zverotic halten.

In dieser Saison sollte es nun klappen. Am vorletzten Spieltag gewann der FC Aarau spektakulär mit einem Last-Minute-Treffer in der 90.+3. Minute mit 2:1 beim direkten Konkurrenten in Vaduz. Die Sektflaschen waren am letzten Spieltag schon kalt gestellt. Ein Sieg gegen den FC Yverdon war fest eingeplant. Aber es kam ander – nur 2:2 nach 2:0-Pausenführung. Somit kam es wie schon gesagt wieder zur Relegation (Barrage) gegen die Grasshoppers aus Zürich.

Nach dem 0:0 im Hinspiel vor 8.450 Zuschauern im Brügglifeld waren die Hoffnungen groß, es dieses Mal zu schaffen. Gut 4.000 erwartungsvolle FCA-Fans fanden sich im Letzigrund ein. Die Geschichte ist allerdings schnell erzählt.

In einem Spiel auf Augenhöhe mit viel Kampf erzielten beide Mannschaften je ein Tor und kassierten je einen Platzverweis. Es kam die 110. Spielminute: GC-Spieler Imourane Hassane setzte zum Flug an, hob ab und jeder der gut 19.000 Zuschauer sah die Schwalbe im Zürcher Frühsommer.

Alles Schimpfen und Lamentieren half nichts, der zuvor gute Schiedsrichter Schnyder konnte seinen Fehlpfiff nicht zurück nehmen, im VAR-Raum war man wohl eh eher auf Seiten des GCZ. Sei es, wie sei. Der GC-Spieler Ngom trat an und machte das 2:1 für den Grasshopper Club Zürich und sicherte somit seinem Club den Klassenerhalt.

Bitter für Aarau, bitter für die treue Fangemeinde, die es wirklich verdient gehabt hätte. Kopf hoch und vielleicht klappt es in der kommenden Spielzeit.
Bericht & Fotos: Boris Mardo
