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BFC Dynamo vs. VfB Auerbach: Sturmlauf auf ein einziges Tor trägt keine Früchte

FlauderEs war angerichtet. Im Jahn-Sportpark in Berlin Prenzlauer Berg standen nagelneue, größtenteils weinrot gehaltene Werbebanden. „Sei auch du dabei!“, war auf einer dieser Banden zu lesen. Bei der Heimspiel-Premiere des frischgebackenen Regionalligisten BFC Dynamo wollten 2.041 Zuschauer dabei sein. Unter ihnen gerade mal eine Handvoll Auerbacher, die auf der Haupttribüne standen. Eine Viertelstunde vor Anpfiff schien es, als würde der Gegner nicht mal 1.000 Fußballfreunde anlocken, doch nach einem Bierchen im umliegenden Kiez trudelten zu Spielbeginn die letzten Fans ein und füllten die Gegengerade am Ende doch recht ansprechend. Keine Frage, gegen den 1. FC Union Berlin und gegen den SV Babelsberg 03 werden es weitaus mehr Zuschauer werden. Vom Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg ganz zu schweigen.

BFCUnd nun ja, attraktiv war der Gegner weiß Gott nicht. Der leere Gästeblock, der an diesem Tag geschlossen blieb, erinnerte an all die traurigen Oberliga-Jahre. Und auf dem Rasen hatte sich das schwarz-gelbe Team aus dem Vogtland wohl nur eine einzige Sache vorgenommen zu haben: Hinten die Null zu halten. Egal wie. Nachdem es vor Anpfiff noch einen Blumenstrauß für den Aufsteiger aus Berlin-Hohenschönhausen gab und der BFC-Keeper Stephan Flauder von den Fans noch eine Auszeichnung überreicht bekam, konnte es auf dem grünen Rasen losgehen.

Mit Schwung ging es in die Partie. Angefeuert von den Fans auf den Rängen legte das Team von Trainer Volkan Uluc munter los. Bereits nach wenigen Minuten ergab sich die erste gute Möglichkeit, doch Neuzugang Andis Shala köpfte knapp am Auerbacher Gehäuse vorbei. Wenig später war es Christian Preiss, der das 1:0 auf dem Fuß hatte, doch Auerbach-Keeper Markus Dölz war auf der Hut. Und es ging flott weiter, erst kam Philip Saalbach zu einer prima Möglichkeit, dann kam Rico Steinhauer nicht mehr an den Ball, um diesen im Kasten unterzubringen. Laut ertönte nun ein „Dynamo! Dynamo!“ von der Gegengerade. Kurzum: Bereits nach zehn Minuten hätten die Weinroten mit 2:0 oder 3:0 führen können, ja müssen!

JSPGefahr stets nach Ecken. Mal versuchte es Björn Brunnemann mit einer Kombination, mal brachte Kevin Gutsche die Kugel scharf vor das Gehäuse. Einen strammen Kopfball von Shala konnte Dölz festhalten. Ebenfalls äußerst auffällig in der ersten Halbzeit: Mandiangu, der über die linke Seite tolle Akzente setzen konnte. Immer wieder nagelte der BFC die Vogtländer hinten fest. Doch dann! Nach knapp einer halben Stunde konnte der VfB Auerbach einen fixen Konter fahren. Marcel Schuch kam an den Ball und rannte allein auf BFC-Torwart Flauder zu. Dieser eilte auf Schuch zu und versuchte vergeblich an den Ball zu kommen. Schuch kam zu Fall und manch ein Schiedsrichter hätte gewiss auf den Punkt und zudem die Rote Karte gezeigt. In diesem Fall lief das Spiel jedoch weiter und der Ball wurde ins Seitenaus befördert.

Weiter ging´s. Kurz vor der Halbzeitpause legte der BFC Dynamo noch ein Schippchen drauf und kam nach einer katastrophalen Auerbacher Rückgabe und einer anschließenden Vorlage von Shala und Gutsche zu einer Möglichkeit von Christian Preiss, der den Ball vorbeihämmerte. Mit dem 0:0 ging es zum Pausentee in die Kabinen. Auerbach ärgerte sich über nicht gegebenen Strafstoß, der BFC Dynamo ärgerte sich über die zahlreichen vergebenen Möglichkeiten.

Der zweite Spielabschnitt begann schleichend. Auf der Gegengerad war anfangs nur ein Gemurmel zu hören. Erst, als Brunnemann mal wieder einen Einwurf vollzog, wachte das Publikum wieder auf. Richtig laut wurde es dann nach einer Stunde. Patrick Brendel zog ab, doch sein Schuss streifte nur die Querlatte. Für die weinroten Fans war es zum Haareraufen. Zumal sich der VfB Auerbach bei Einwürfen und Abstößen stets sehr viel Zeit ließ und zunehmend härter in die Knochen ging. So zum Beispiel auch Philipp Müller in der 73. Minute. Sein rüdes Einsteigen bei Christian Preiss hatte glatt Rot zur Folge. Von hinten in den Mann – kein Wunder, dass es nach diesem Foul zu Rudelbildung kam.

BFCGegen zehn Auerbacher versuchten die Hausherren, endlich den Ball im gegnerischen Kasten unterzubringen. Doch dieser schien an diesem Nachmittag zugenagelt. So ging zum Beispiel in der 82. Minute ein weiterer Kopfball von Shala rechts am Pfosten vorbei. Jubel kam auf der Gegengerade trotzdem auf, nämlich, als die Spielstände der anderen Partien durchgegeben wurden. Germania Halberstadt gegen 1. FC Magdeburg 4:2, 1. FC Union Berlin II gegen TSG Neustrelitz 1:3. Das lief aus Sicht der Hohenschönhausener durchaus nach Wunsch. Da auch der FC Carl Zeiss Jena bei Hertha BSC II nicht über ein 2:2 hinauskam, ist noch völlig offen, wer wohl in dieser Saison ganz oben mitmischen wird. Ein ordentliches Spiel in Jena, ein Spiel auf ein Tor gegen Auerbach – das konnte sich sehen lassen. Weiter geht es nun gegen die U23 von Hertha BSC – und zwar bereits am kommenden Sonntag daheim im JSP. Und nicht zu vergessen: Im Ligabetrieb ist der BFC seit dem 06. Mai 2013 ungeschlagen. Damals verlor der BFC Dynamo in der NOFV-Oberliga Nord bei der U23 des F.C. Hansa Rostock mit 1:3.

Fotos: Marco Bertram

> zur turus-Fotostrecke: BFC Dynamo vs. VfB Auerbach

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