Falkensee-Finkenkrug vs. Einheit Bernau: Ekstase beim 2:0-Befreiungsschlag

MB 26 Mai 2018
 
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Falkensee-Finkenkrug vs. Einheit Bernau: Ekstase beim 2:0-Befreiungsschlag

Zuerst ein Blick auf die Nordstaffel der NOFV-Oberliga: Die letzten drei Plätze belegen drei Vereine aus Brandenburg. Der SC Victoria Seelow, der 1. FC Frankfurt (Oder) und der SV Grün-Weiss Brieselang werden den Weg in die Brandenburg-Liga antreten müssen. Demzufolge wird es am Ende der laufenden Saison in der Brandenburg-Liga mehr als zwei Absteiger geben. Nach aktuellem Stand der Dinge müssen die vier Letzten in die Landesliga runter. Vier von insgesamt 16 Vereinen - das ist wirklich keine schöne Hausnummer. Noch gefährdet ist quasi die halbe Liga. Ebenfalls unten mit dabei: Der SV Falkensee-Finkenkrug. Begonnen hatte die Saison recht passabel, nach elf Partien standen 17 Punkte zu Buche, Spieler und Fans durften sich über Rang fünf freuen. Acht Spiele später waren es allerdings nur vier Punkte mehr auf dem Konto. Schnell wurde klar: Es wird ein Kampf gegen den Abstieg. Als dann im späteren Verlauf auch noch fest stand, dass der FC Rot-Weiß Erfurt und der Chemnitzer FC von der 3. Liga in die Regionalliga Nordost absteigen werden, läuteten in den darunter liegenden Ligen die Alarmglocken. Schließlich haben Abstiege in den oberen Etagen teils drastische Folgen für die unteren Ligen einer Region. 

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Nach einer zwischenzeitlich besseren Phase folgten nach dem 2:1-Sieg gegen Grün-Weiß Lübben am 17. März dieses Jahres sechs Niederlagen und ein Remis gegen den FC Eisenhüttenstadt. Als am 01. Mai daheim mit 2:3 gegen den Werderaner FC Viktoria verloren wurde, schienen die Messen gelesen. Doch dann! In Form eines 3:0-Sieges gegen den SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen ließen die Jungs aus der Gartenstadt endlich den Knoten platzen. Eine Woche später wurde mit 6:1 beim RSV Waltersdorf gewonnen. Allein Patrick Lenz machte drei Buden. Der SV Falkensee-Finkenkrug war plötzlich wieder im Geschäft. Am gestrigen Abend sollte nachgelegt werden. Der Gegner auf dem Sportplatz Leistikowstraße war kein Geringerer als der von der „Katze“ trainierte Tabellendritte TSG Einheit Bernau. 

Also dann! Wie sagt es ein Fußballfreund von Sparta Prag immer so schön? Zu Ende bringen und frisch bleiben! Bei phantastischem Sommerwetter mussten es vor dem Spiel einfach ein paar in einer großen Wasserschüssel gekühlte Pilsetten sein. Prost und anschließend eine Punktlandung auf dem Sportplatz. Ich wollte vorher eigentlich eine Wette abschließen, ob Einheit-Trainer Nico Thomaschewski wieder eine kuschelige Mütze trägt. Dann wurde mir jedoch klar, dass eine Wette unnütz ist. Schließlich bestanden keine Zweifel: Die „Katze“, die einst beim BFC Dynamo als Torhüter zur Legende wurde, trägt immer warme Klamotten und Mütze. Auch bei Hitze und schönstem Sonnenschein.

Apropos tragen. Die aktiven Fans von Falkensee-Finkenkrug riefen im Vorfeld dazu auf, allesamt in Weiß zu kommen. Und in der Tat trugen etliche Fans die weißen Shirts, die zu Beginn des Jahres anlässlich des 5. Geburtstages der Gruppierung "Falkenseer Jungs" angefertigt wurden. Andere griffen sich auch ein anderes Trikot, welches in der Farbe weiß daherkommt. Da der lokale Rivale aus Brieselang wie eingangs erwähnt aus der Oberliga absteigen wird, ist die Motivation noch größer, mit aller Kraft die Klasse zu halten. In der kommenden Spielzeit würden dann zwei knackige Duelle gegen Brieselang anstehen.

Beim gestrigen Spiel vor Ort war auch Jörg Heinrich, der 2017 die erste Mannschaft des SV Falkensee-Finkenkrug trainiert hatte. Am 10. Dezember 2017 wechselte er schließlich zu Borussia Dortmund, wo er unter Cheftrainer Peter Stöger gemeinsam mit Manfred Schmid das Co-Trainer-Gespann bildete. Und was Jörg Heinrich und die 153 Zuschauer am gestrigen Abend zu sehen bekamen? Einen motivierten Auftritt der FF-Mannschaft gegen den Tabellendritten aus der Hussiten-Stadt. Tore gab es im ersten Spielabschnitt keine zu sehen, doch nicht lange warten mussten die Zuschauer in der zweiten Halbzeit.

Von Höhe der Mittellinie wurde der Ball vor das Gästegehäuse gebracht, die Einheit-Abwehr bekam das Spielgerät nicht raus, der Gastgeber blieb am Drücker und versuchte es nun über den linken Flügel. Der Ball wurde hereingebracht und landete schließlich beim heranrückenden Christian Freudenberg, der knapp vor der Strafraumgrenze Maß nahm und schließlich abzog. Der Ball schlug halbhoch am rechten Pfosten ein, groß war der Jubel bei den Spielern und den Heimzuschauern. 

Die Partie blieb hart umkämpft, die Entscheidung fiel schließlich kurz vor Abpfiff. Einheit Bernau drückte gerade nach vorn und wurde dann klassisch ausgekontert. Ratz fatz ging es über die linke Seite nach vorn, und TSG-Torwart Niklaas Seifarth stürmte heraus, um außerhalb des Strafraums zu klären. Allerdings gab es einen Abstimmungsfehler mit einem Mitspieler. Der Ball wurde gedankenschnell rübergespielt zu Moris Fikic, und dieser musste nur noch ins verwaiste Tor einschieben. 2:0 für Falkensee-Finkenkrug. Kollektives freudiges Ausrasten hinter dem Gartenstadt-Banner. Innere Lasten fielen ab, drei extrem wichtige Punkte wurden eingefahren, her mit dem nächsten Bierchen! Doch bevor mit diesem angestoßen wurde, gab es noch ein gemeinsames Gruppenfoto von Spielern und Fans vor der hübsch bemalten Wand des Kabinengebäudes.

Fotos: Marco Bertram

> zur turus-Fotostrecke: SV Falkensee-Finkenkrug

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Spielergebnis:
2:0
Zuschauerzahl:
153

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