Doppelt glücklich: Union Berlin siegt 1:0, Dynamo Dresden bleibt trotzdem zweitklassig

Autor: Red.Sport     veröffentlicht am 14 Mai 2018    
 
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SG Dynamo vs. 1. FC Union
Foto: Felix

Am Ende dieser verrückten Saison trennt die Eisernen nur ein Punkt von Platz vier, den sie im letzten Jahr innehatten. Ein einziger Punkt der zeigt, wie eng es in diesem Jahr zugegangen ist. Erst am letzten Wochenende konnten die Köpenicker mit einem Sieg gegen Bochum den Klassenerhalt sichern, so spät wie nie zuvor seit dem Wiederaufstieg. Somit blieb Union aber ein Abstiegsendspiel in Dresden erspart, die heutigen Hausherren brauchten aber noch ein Pünktchen um absolut sicher und unabhängig von dem Treiben auf den anderen Plätzen zu sein.

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Der Rahmen war einem Saisonfinale würdig - ausverkauftes Haus mit 3.000 Rot-Weißen im Gästeblock, die zu Beginn ihr "Eisern! Union!" zum Besten gaben. Dieser Wechselgesang wurde aber von einem donnernden "DY! NA! MO!" aus 27.000 Dresdner Kehlen übertönt, das sich durch drei Seiten des Stadions hinzog. Unter diesen akustischen Eindrücken gingen beide Mannschaften munter ins Spiel.

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Es waren aber die Dresdner die in der ersten Halbzeit den Ton angaben. Effektiv erwiesen sich vor allem hohe Bälle auf den riesigen Peniel Mlapa der sich gegen Unions Peter Kurzweg stets durchsetzen und den Ball gefährlich in den Berliner Strafraum weiterleiten konnte. Daraus ergaben sich diverse gefährliche Momente. "Hier regiert die SGD!" tönte es von den schwarz-gelben Rängen und ein Raunen ging durchs Stadion als Philip Heise das Leder nur an die Latte nagelte. Zu diesem Zeitpunkt führte Kiel bereits 4:2 gegen Braunschweig. Fürth war noch torlos in Heidenheim. Somit befand sich Dresden in keiner unmittelbaren Gefahr, aber in dieser verrückten Liga weiß man ja nie.

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Union war um Ballkontrolle  bemüht aber brachte im Angriff wenig zustande. Dies setzte sich in Halbzeit zwei fort, die nun immer weniger Höhepunkte zu bieten hatte. Braunschweig hatte da das Ticket für die 3. Liga sicher gelöst - ein 2:6 würden sie in Kiel nicht mehr aufholen. Fürth war aber plötzlich in Heidenheim vorne, was die wieder für etwas Spannung sorgte. Denn nun war Aue auf dem Relegationsplatz. Dresden hingegen wäre nur bei einer herben Klatsche noch in Schwierigkeiten geraten. Dennoch entstand nicht der Eindruck, dass sich Dresden und Union auf ein torloses Remis geeinigt hätten. Beide Teams spielten eben im Rahmen ihrer aktuellen fußballerischen Möglichkeiten.

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Nach einer guten Stunde entschied sich Unions Trainer André Hofschneider für einen Doppelwechsel, durch den Unions siene offensichtlichen Probleme im Angriff (Hosiner kam für Redondo) und in der Abwehr gegen den unberechenbaren Mlapa (Pedersen kam für Kurzweg) in den Griff bekommen sollte. Dies beruhigte das Spiel noch mehr - außer einem gefährlichen aber gehaltenen Kopfball des eingewechselten Pascal Testroet in Minute 80 gab es wenig Gefahr.

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Und nur zwei Minuten später machten sich  Hofschneiders Einwechslungen bezahlt: Kristian Pedersen brachte einen langen Ball auf links unter Kontrolle und per Volley in die Mitte wo Philipp Hosiner ihn in die Maschen grätschte. Der bis dato von Trompete und Trommeln angetrieben K-Block verstummte kurz.

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Nun musste man doch sicherheitshalber die Zwischenstände und Blitztabelle zu Rate ziehen. Und konnte beruhigt weiter singen. Heidenheim hatte gegen Fürth ausgeglichen. Das waren vor allem gute Nachrichten für Aue, die die Relegations-Laterne weitergereicht bekommen hatten, für die es aber noch ganz dick kommen sollte: erst ein aberkannter Treffer, dann kurz vor Schluss das Gegentor und der Fall auf Platz 16 durch ein marginal schlechteres Torverhältnis.

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Was im hiesigen Teil Sachsens aber für Erleichterung sorgte - die Dresdner sind trotz der Niederlage am Ende einen Zähler über dem Strich und damit auch im nächsten Jahr sicher in Liga 2. Die Berliner egalisieren damit ihre Heimspielniederlage aus dem Winter - auch die Dresdner konnten damals glücklich mit 1:0 gewinnen.

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Bericht & Fotos: Felix

> zur turus-Fotostrecke: 1. FC Union Berlin

> zur turus-Fotostrecke: SG Dynamo Dresden

Spielergebnis:
0:1
Zuschauerzahl:
30.000
Gästefans
3000

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